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Franziskus aus Rom und Franz von Assisi

Leonardo Boff

Franziskus aus Rom und Franz von Assisi

Ein neuer Frühling für die Kirche

Aus dem Portugiesischen übersetzt von Bruno Kern

Butzon & Bercker

Inhalt

Vorwort

Botschaft des heiligen Franziskus an die Jugendlichen heute

Meine Jugend als Partylöwe

Der Ruf, die Kirche wieder aufzubauen

Die Entdeckung des Evangeliums der Armen

Alle Kreaturen sind unsere Geschwister

In Liebe und Fürsorge der Mutter Erde zugetan

An der Seite der Armen und Unterdrückten

Das Herz verlangt sein Recht

Anders auf unserer Erde leben lernen

Die Veränderung beginnt mit euch

Bewahrt in euch die stets lebendige Flamme

Gott, der souveräne Liebhaber des Lebens, steht an unserer Seite

Franz von Assisi und Franziskus aus Rom: Berufen zum Wiederaufbau der Kirche

Was den Heiligen und den Papst miteinander verbindet

Papst Franziskus – vom Geist des Franz von Assisi inspiriert

Der Papst, der seine Rechnungen selbst bezahlt

Ein Papst, der sein Leitungsamt in Liebe ausübt

Franz von Assisi entblößt sich, um die Nacktheit des Papstes zu bedecken

Die Ökologie bei Franz von Assisi und Franziskus aus Rom

Weckt der Papst das ökologische Gewissen?

Bricht mit Papst Franziskus endlich das dritte Jahrtausend für die Kirche an?

Die „Versuchung“ des Franz von Assisi und die „Versuchung“ des Franziskus aus Rom

Radikal arm sein, um wahrhaft Bruder zu sein

Mit Papst Franziskus hielt die Dritte Welt Einzug in den Vatikan

Der Papst, die Theologie der Befreiung und die Theologie des Volkes

Papst Franziskus: ein engagierter Glaube ohne Furcht

Freiheit des Geistes und Vernunft des Herzens

Das Erbe Jesu und das Christentum bei Papst Franziskus

Papst Franziskus und die Überwindung des Heidentums in der Kirche

Was hat Papst Franziskus an Neuem gebracht?

Die Brasilienreise des Papstes und was davon bleibt

Ist die römische Kurie reformierbar?

Ein Konzil der gesamten Christenheit?

Der Papst einer Kirche, die zur spirituellen Heimat wird

Anhang

Der Sonnengesang des Franz von Assisi

Offener Brief an Papst Franziskus – Einberufung einer Versammlung zum Schutz des Lebens

Literatur

Vorwort

Niemals zuvor in der Geschichte hat ein Papst den Namen Franziskus gewählt. Es gab viele mit dem Namen Leo, Gregor, Benedikt, Pius usw. Doch für die Päpste früherer Zeiten wäre es, denkt man an Franz von Assisi, ein unerträglicher Widerspruch gewesen, sich selbst Franziskus zu nennen. Die Päpste lebten nämlich in Palästen, schmückten sich mit vielen Ehrentiteln, hielten alle religiöse und lange Zeit auch die weltliche Gewalt in Händen, besaßen Ländereien, befehligten Armeen und hatten Schätze und Geldvermögen angehäuft. Sie vereinten in ihrer Person das Imperium und das Sacerdotium, die weltliche und religiöse Herrschaft.

All das lehnte Franziskus für sich selbst und für seine Nachfolger ab. Alle sollten Brüder sein. Sie nannten sich Minderbrüder (fratres minores) und setzten sich damit bewusst von den maiores, den Großen, das heißt den Adeligen, den großen Feudalherren und den reichen Händlern ab. Der heilige Franziskus und seine Brüder entschieden sich für ein Leben „am Erdboden“ (in plano subsistere), mitten unter den Armen und den von der Gesellschaft Ausgegrenzten wie zum Beispiel den Leprakranken.

Wenn ein Papst, der von der Peripherie der Welt und nicht aus der alten europäischen Christenheit kommt, zur Überraschung aller den Namen Franziskus wählt, dann will er damit allen etwas sagen: Das Signal, das er damit aussendet, lautet: Von nun an soll das Papstamt in ganz neuer Weise ausgeübt werden. Der Papst wird auf Titel und Symbole der Macht verzichten und versuchen, den Nachdruck auf eine Kirche zu legen, die vom Leben und Beispiel des heiligen Franziskus inspiriert ist: in Armut, in Einfachheit, in Demut, in Geschwisterlichkeit mit allen, auch mit den anderen Lebewesen und der Schwester und Mutter Erde selbst.

Das ist ein kühnes Vorhaben, aber es ist höchst notwendig, denn es entspricht am besten dem Erbe Jesu und den Forderungen des Evangeliums. Vor allem aber ist es die angemessene Antwort auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt, in der die Kirche in Demut und ohne jemanden auszugrenzen ihren Platz an der Seite anderer Kirchen, Religionen und spiritueller Wege finden muss.

Dieses kleine Buch will zwei außergewöhnliche Gestalten miteinander in Beziehung bringen: Franz von Assisi und Franziskus aus Rom. Man kann jetzt schon sagen, dass die römisch-katholische Kirche nicht mehr dieselbe sein wird wie zuvor. Papst Franziskus versteht sich in erster Linie als Bischof von Rom und erst dann als Papst, der die übrigen Ortskirchen in Liebe leiten will. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er den Anfang einer neuen Reihe von Päpsten bilden, die aus den jungen Kirchen Afrikas, Asiens und Lateinamerika herkommen.

Bis jetzt waren diese jungen Kirchen das Spiegelbild der europäischen Kirchen. Sie werden mit der Zeit zu Kirchen werden, die aus der eigenen Quelle schöpfen, ihren eigenen Lebensstil und ihre eigene Art, den Glauben auszudrücken, finden, die aus dem Dialog und aus der Verwurzelung in den lokalen Kulturen hervorgeht.

Übrigens leben nur 24 % der Katholiken in Europa. Die anderen, das heißt die große Mehrheit, leben in der sogenannten Dritten oder Vierten Welt. Das Christentum ist also heute eine Religion der Dritten Welt, die einst ihren Ursprung in der Ersten Welt hatte. Deshalb ist es nur allzu gerecht, dass ein Papst aus der Mitte dieser großen Mehrheit von Katholiken kommt.

Dank der Gnade des Heiligen Geistes, der die Kirche auf ihrem oftmals leidvollen Weg stets begleitet, kam schließlich ein Papst „vom Ende der Welt“, wie er selbst sagte. Allein aufgrund der Wahl seines Namens stellt er eine Hoffnung für die ganze Kirche und auch für die Welt dar.

Am 16. März 2013 gab der neue Papst in der Aula Paul VI. eine Pressekonferenz und erläuterte in aller Schlichtheit die Bedeutung des Namens Franziskus. Er sagte:

„Als die ausreichende Anzahl der Stimmen erreicht war, die mich zum Papst machen sollten, kam der brasilianische Kardinal Claudio Hummes zu mir, küsste mich auf die Wange und sagte: ,Vergiss die Armen nicht.‘ Bei der Erwähnung der Armen fiel mir sogleich Franziskus von Assisi ein. Ich dachte an die Armen und an die Kriege. Bereits während der Wahlgänge, deren Stimmenauszählung für mich ,gefährlich‘ wurde, kam mir ein Name in den Sinn: Franziskus von Assisi. Franziskus, der Mann der Armut, des Friedens, der die Schöpfung liebte und sich um sie sorgte, ein Mann, der ein Gespür für den Frieden vermittelt, ein Armer. Wie sehr wünschte ich mir eine arme Kirche, eine Kirche für die Armen!“

In diesen Worten steckt das Wesentliche seiner Namenswahl und der Sendung, die er sich zu eigen macht, wenn er den Glauben und die Hoffnung von mehr als einer Milliarde Katholiken nährt und ihnen Einheit verleiht. Durch seine Worte und Gesten zu Beginn seines Pontifikates, nicht zuletzt anlässlich des Weltjugendtages in Brasilien (23. – 28. Juli 2013), deutet er tiefgreifende Veränderungen an, die für die katholische Kirche den Eintritt in das dritte Jahrtausend bedeuten könnten. Möge es Gott so gefallen!

Petrópolis, Juli 2013

Leonardo Boff

Botschaft des heiligen Franziskus an die Jugendlichen heute

Liebe Jugendliche, meine Brüder und Schwestern!

Auch ich war einst jung wie ihr. Ich war der Sohn des Pedro Bernardone, eines reichen Tuchhändlers. Wie er nahm ich an den berühmten Verkaufsmessen in Südfrankreich und Holland teil. Ich lernte Französisch und lernte auch ein wenig die Welt kennen, besonders die Musik der Spielleute und Minnesänger der Provence.

Meine Jugend als Partylöwe

Mein überaus reicher Vater ermöglichte mir alle Annehmlichkeiten. Ich war der Anführer einer Gruppe von jungen Müßiggängern, die sich auf den Straßen die Nacht um die Ohren schlugen, höfische Liebeslieder sangen und fahrenden Sängern zuhörten, die von Ritterabenteuern erzählten. Wir veranstalteten ausgelassene Feste mit einer Menge Tumult und Lärm. So verbrachten wir einige fröhliche Jahre.

Nach einiger Zeit verspürte ich eine große Leere in mir. All das war gut, aber es füllte mich nicht aus. Um meine Krise zu überwinden, wollte ich Ritter werden und im Kampf gegen die Mauren Heldentaten vollbringen. Doch mitten auf dem Weg dahin hielt ich inne. Ich ging in ein Kloster, um zu beten und Buße zu tun. Doch bald bemerkte ich, dass dies nicht mein Weg war.

Der Ruf, die Kirche wieder aufzubauen

Allmählich jedoch erstarkte in mir eine seltsame Liebe zu den Armen und ein tiefes Mitleid mit den Leprakranken, die isoliert von den Menschen außerhalb der Stadtmauern lebten. Ich besann mich auf Jesus, der ebenfalls arm war und am Kreuz viel leiden musste.

Eines Tages kam ich in die Kirche San Damiano. Lange Zeit verharrte ich dort in Betrachtung des leidenden Antlitzes des gekreuzigten Christus. Plötzlich kam es mir vor, als hörte ich eine Stimme, die vom Christus her kam: „Franziskus, baue meine Kirche wieder auf, die in Trümmern liegt.“

Diese Worte drangen mir tief ins Herz. Ich konnte sie nicht vergessen. Mit meinen eigenen Händen begann ich, die kleine, alte und verfallene Kirche Portiunkula wieder aufzubauen. Dann wurde mir bewusst, dass die Stimme, die ich gehört hatte, eine andere Kirche gemeint hatte: Nicht eine aus Stein, sondern die Kirche, die aus Menschen, Prälaten, Äbten, Priestern und nicht zuletzt dem Papst besteht. Sie befand sich in moralischem Verfall. Viel Unsittlichkeit und Machthunger gab es da, es wurden Paläste für die Kardinäle und den Papst und prunkvolle Kirchen gebaut. All das hatte Jesus ganz sicherlich nicht von seinen Nachfolgern gewollt.

Die Entdeckung des Evangeliums der Armen

Um die Kirche wieder aufzubauen, ging ich an die Quelle zurück, um daraus zu schöpfen. Ich wandte mich den Evangelien und der Nachfolge des armen Jesus zu. Niemand regte mich dazu an oder trug es mir auf. Gott selbst aber war es, der mich zu den Leprakranken führte. Und ich wurde von gewaltigem Mitleid für sie ergriffen. Was ich zuvor als bitter empfand, wurde mir nun aufgrund des liebenden Mitleids süß. Ich begann in den Dörfern in einer einfachen Sprache, die alle verstanden, die Worte Christi zu verkündigen. Ich sah es den Leuten an, dass dies genau das war, worauf sie hofften und was sie hören wollten.

Alle Kreaturen sind unsere Geschwister

Auf meinen Wanderungen faszinierte mich die Schönheit der Blumen, der Gesang der Vögel, das Rauschen der Bäche. Ich hob den Regenwurm von der staubigen Straße auf, damit er nicht zertreten wird. Ich begriff, dass wir alle zusammen unseren Ursprung im Herzen unseres gütigen Vaters haben. Deshalb sind wir alle Geschwister: Bruder Feuer und Bruder Wasser, Schwester und Herrin Sonne, Schwester und Mutter Erde, ja sogar der Wolf von Gubbio ist unser Bruder.

Viele alte Kumpanen, die mit mir Feste gefeiert hatten, schlossen sich mir an. Eine sehr liebe, schöne Freundin, Klara von Assisi, riss von zu Hause aus und wollte unser einfaches Leben teilen. Wir initiierten eine Bewegung von Armen. Nichts nahmen wir mit auf den Weg als ein leidenschaftlich glühendes Herz und die Freude des Geistes. Wir arbeiteten auf den Feldern oder bettelten um Almosen. Wir wollten den Spuren des demütigen Christus folgen, der arm und ein Freund der Armen war. Und Papst Innozenz III. selbst zögerte zwar sehr, doch im Jahr 1209 bestätigte er unsere Lebensweise und erlaubte uns, überall das Evangelium Jesu zu verkündigen.

Nach einigen Jahren waren wir bereits so zahlreich, dass ich nicht mehr wusste, wie man so viele Menschen aufnehmen und sie anleiten kann. Den Rest der Geschichte kennt ihr. Ich muss das hier nicht wiederholen. Später wurde mit Unterstützung des Papstes jener Tage der Orden der Minderbrüder gegründet, der sich bald in verschiedene Zweige ausfächerte und bis heute besteht.

Seht, meine lieben junge Leute, meine Geschwister, ich habe eine Erfahrung gemacht, die ihr als Jugendliche sicherlich auch kennt: Ich war von Freunden umgeben, verstand es zu feiern und unternahm eine Menge verrückter Sachen. Wir haben also etwas gemeinsam.

Ich will mich in eure Zeit hineinversetzen und euch sagen, wozu der Geist Gottes mich nun antreibt.

In Liebe und Fürsorge der Mutter Erde zugetan

Zu allererst bitte ich euch: Liebt die Schwester und Mutter Erde und sorgt für sie. Sie ist krank und von Fieber befallen. Lange Zeit schon haben wir sie über Gebühr ausgeplündert. Um das wiederherzustellen, was wir ihr innerhalb eines Jahres entnehmen, braucht sie anderthalb Jahre. Den Brasilianern hat sie vielleicht ihr wertvollstes Erbe anvertraut: den Amazonas-Regenwald, eine Überfülle an Süßwasser, eine immense Vielfalt lebendiger Arten und große Flächen fruchtbaren Bodens. Bewahrt dieses Erbe für eure Kinder und für die ganze Menschheit.

Wir müssen dringend ein weltweites Bündnis schließen, um uns um die Erde und um einander zu kümmern. Andernfalls kann es zu verheerenden Katastrophen kommen, die die gesamte Gemeinschaft des Lebens betreffen. Wir sind also mit einer großen Gefahr konfrontiert. Doch wenn wir gemeinsam in Solidarität Verantwortung übernehmen und ein Verhalten der Fürsorge für alles, was existiert und lebt, entwickeln, dann können wir diese Tragödie abwenden. Und es wird noch einmal gut für uns ausgehen.

An der Seite der Armen und Unterdrückten

Viele Kinder der Mutter Erde, unsere Geschwister, sind arm und leiden Hunger. Millionen wurden der Armut entrissen und können ein Leben mit einem Minimum an Würde führen. Und dennoch gibt es so viele, die auf der Straße leben, weil sie krank, drogenabhängig, obdachlos sind. Seid wie der gute Samariter, der sich über sie beugte und ihnen half, wieder auf die Beine zu kommen. Der gekreuzigte Jesus lebt fort in den Gekreuzigten dieser Welt. Wir müssen sie vom Kreuz herunterholen und ihre Auferstehung ermöglichen.

Das Herz verlangt sein Recht

Es gibt noch etwas anderes, was mich in der Tiefe meines Herzens bewegt und was ich euch sagen will: Wir müssen unser Denken und unser Herz ändern.

Das Denken müssen wir ändern, um die Wirklichkeit mit anderen Augen zu sehen. Die Wissenschaftler heute zeigen uns auf, dass die Erde lebendig ist und keineswegs ein toter Gegenstand, eine Art Depot für unerschöpfliche Ressourcen, die wir nach Gutdünken benutzen könnten. Diese Ressourcen sind vielmehr begrenzt. So zum Beispiel die fossilen Energiequellen wie Erdöl und Kohle, der fruchtbare Boden und das Saatgut. Wir müssen mit diesen Gütern schonend umgehen, damit sie auch den künftigen Generationen in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen.

Die Astronauten, die vom Mond oder ihren Raumschiffen aus die Erde sahen, bezeugen: Erde und Menschheit bilden eine untrennbare Einheit, eine einzige, unteilbare und komplexe Realität. Wir Menschen sind deshalb jener Teil der Erde, der denkt, liebt und Ehrfurcht empfindet. Wir sind Erde und der Erde entnommen, wie es auf den ersten Seiten der Bibel bereits heißt. Doch wir haben einen besonderen Auftrag erhalten, nämlich für alle Güter der Natur Sorge zu tragen und sie zu bewahren. Wir sind die Bewahrer des Erbes, das uns Gott und das Universum anvertraut hat, damit wir weiterbestehen und unsere Bedürfnisse ebenso wie die unserer Kinder und Enkel befriedigen können.

Doch wir müssen nicht nur unser Denken ändern, sondern auch unser Herz. Das Herz meint hier das tiefe Empfinden, das warmherzige Gefühl und die aufrichtige Liebe. Das Herz ist der Ort, in dem alle Werte ihren Ursprung haben.

Neben der intellektuellen Vernunft, die ihr in der Schule, bei der Arbeit und in eurem täglichen Leben so sehr in Anspruch nehmt, gibt es die empfindsame Vernunft des Herzens. Allein mit der intellektuellen Vernunft werden wir den Schrei der Armen, der Erde, der Regenwälder und der Gewässer nicht vernehmen, wenn sich nicht auch die Vernunft des Herzens einstellt. Ohne die Vernunft des Herzens verspüren wir keine Motivation, zu denen zu gehen, deren Schrei wir vernehmen und die leiden, um ihnen zu Hilfe zu eilen, ihnen die Hand zu reichen und sie zu retten.

Ihr, liebe junge Leute, habt von Natur aus einen Sinn für die großen Träume und für den Flug des Adlers, der sich in die Lüfte emporschwingt. Entwickelt eine Kultur des Herzens, das fühlt, das sich anrühren lässt, das sich nicht schämt, angesichts von so viel Leid vieler Geschwister zu weinen.

Anders auf unserer Erde leben lernen

Doch eine Sache möchte ich euch ans Herz legen: Es kommt darauf an, dass wir eine neue Weise entwickeln, den Planeten Erde zu bewohnen. So wie wir das jetzt tun, können wir nicht weitermachen. Bis jetzt haben wir mit geballter Faust geherrscht und alles unserem Interesse untergeordnet. Wir gaben uns der Illusion eines grenzenlosen Fortschritts hin. Heute sind wir uns dessen bewusst, dass die kleine und begrenzte Erde kein unbegrenztes Projekt aushält. Wir stoßen an ihre Grenzen. Da wir diese Grenzen nach wie vor mit Gewalt ausdehnen wollen, reagiert die Erde mit Wirbelstürmen, Überflutungen, Trockenperioden, Erdbeben und Tsunamis. Wir müssen uns ändern, wenn wir überleben wollen.

Anstatt die Faust zu ballen müssen wir die Hand öffnen in der Achtsamkeit, auf die es so wesentlich ankommt, und um uns die Hände zu reichen und einen Bund auf der Grundlage von Werten und Grundsätzen zu schließen, die das Fundament für eine neue Zivilisation bilden könnten. Diese Zivilisation wird das Leben der Natur, der ...

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