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Erste Pfade

Ludger Christian Albrecht

Erste Pfade


Der Zeit die sich damals auf dem Sprung befand.


BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Vorwort

 Eigentlich eine Nachbetrachtung

Diese Gedichte sind die ersten meines Lebens.

Dem entsprechend sind sie mir soviel wert wie rohe Diamanten.

Denn sie sind eben auch Ausdruck meiner damals noch sehr rohen, ungeschliffenen Gefühle.

Heute noch sprechen sie zu mir, und ich hoffe auch zu Euch meine lieben Leserinnen und Leser, die reine Wahrheit.

Doch trotz der urtümlichen Wucht mancher Texte, die ich auch nach so vielen Jahren noch verspüre, hoffe ich dass zugleich auch die stets präsente Selbstironie, dem aufmerksamen Leser, nicht verborgen bleibt.

In der ursprünglichen Fassung kommt dies durch eine Kunstfigur (der Zwerg Tullian) zum tragen, die die Texte immer wieder mit "kritischen" Fragen begleitet.

Ludger Christian Albrecht

Unser Spiel

(Spieler an Spielbrett oder Gedichte eines Überlebenden)

Der Dichter lebt von Sensationen


Skandalen, Toten und Kanonen


Da jeder weiß worum er wirbt


Weiß gleichwohl jeder wann er stirbt


Was nützt mir all das tolle Wissen


Als Denker fühlt man sich beschissen


Man kann da labern und beschwören


Die Würfel fallen und...


Es pflegt stets keiner zuzuhören.

Dichterei

Ich denke nicht aus was ich schreibe.


Ich schreibe aus was ich denke.


Hier geht’s los


Was?


Na die Dichterei


Ach so das Problemgequassel


Was soll das heißen?


Das heißt was der Leser denkt


Meinst du?


Ja , ich meine!


Soll ich es denn nicht vielleicht lieber lassen?

Nein, denn schließlich will ich mich belustigen


Sehr witzig


Ich bin immer witzig


Nun leg endlich los.

Kritikergedicht

Ich bin ein Lügner, werdet ihr sagen


Ich bin einer, der gegen die Ordnung verstößt


Ich bin ein Verrückter


Ich bin ein Idealist und doch auch nicht


Ich bin ein Kommunist


Ich bin ein Faschist


Ich bin ein Kapitalist


Ich bin ein Verbrecher


Ich bin ein Terrorist


Ich bin ein Kind


Ich bin eine Fahne im Wind


Ich bin ein Linker, ein Rechter, ein Roter


Ein Schwarzer, ein Brauner, ein Grüner, ein Bunter


Werdet ihr sagen


Ich bin alles was ihr wollt


Und doch bin ich Mensch und muss es auch bleiben.

Die Welt

Die Welt


Die Welt ist eine Kugel


Und Kugeln, die sind rund


Sag Welt, bist du gesund?


Afrika, Asien, Amerika


Australien, Europa


Die Welt


Das ist die Welt


Wie sie uns gefällt


Sag Welt, bist du gesund?


Wohl manchmal schon

Was soll das heißen?

Noch.

So sprich doch Welt


Bist du gesund?

Nicht mehr.

Ungesund

Was meinst du mit nicht mehr gesund?


Ich meine, dass wir die Welt auf der wir leben kaputt machen


Und ihr Klagen bewusst überhören


Sehen das alle so?


Ich denke schon


Nun wenn es alle wissen, brauchst du es ihnen doch nicht noch mal unter die Nase zu reiben


Doch, das ist es ja gerade


Sie wissen es, aber glauben jeder für sich, nicht dafür zuständig zu sein


Und was ist mit ihren Nachkommen?


Die haben gefälligst für sich selber zu sorgen


Seltsame Welt.

Joker

Die einzelnen Worte


Haben alle mehr Bedeutung, mehr Aussage als man im ersten Moment glaubt


Meinst du, sie merken das alle?


Die meisten merken es erst,


in dem Augenblick,


jetzt wo du es gesagt hast


und werden das dann


noch für äußerst geschmacklos halten.



Und willst du eine Geschichte erzählen


Oder einfach deinem Ärger Luft verschaffen?


Es soll eigentlich eine Geschichte sein


Wer spielt die Hauptrolle?


Irgendwie alle können sie spielen, wie in einem Rollenspiel


Jeder kann die Rolle des Guten oder des Bösen spielen


Wie er es sieht, wie er sich sieht


Also eigentlich, wie im Leben?


Richtig, das leben ist wie ein Spielbrett und wir sind die zitternden Figuren darauf


Und welche Rolle spielst du?


Gott oder Teufel?


Becher oder Würfel?


Weiß nicht, irgend ein oller Bauer vielleicht


Und ich?


Du bist der Joker.

Die Straße

Asphalt


Schotter


Asphalt


Farbe


Weiß


Staub


Ein Mann auf der Straße


Allein


Mit der Ferne


Keine Bäume


Keine Blumen


Aber die Straße.


Weg mit doppeltem Ziel


Straße wohin?


Straße sag mir wohin?


Kann ich es dir sagen,


wo du mich erschaffen?


Mensch sag mir warum?

Zugfahrt

Hohe Mauern, graue Schlote


Fliegen so an mir vorbei


Und er dichtet seine Reime


Unerkannt


Dafür doch frei.



Nächster Anruf im Gedächtnis


Schicksalsnummer oder nicht


Hoffe auf Karrieren-Schimmer


Läuterung des stumpfen Geist


Schläft er fest und glaubt noch immer


Während dort der Zug entgleist.

Das Fenster

 

Eine rote Gardine mit herrlichem Muster Hängt vor dem Fenster

Geteilter Blick hinaus

Graue Welt Bunte Welt.

Wie ist die Aussicht?

Gut Was siehst du?

Viel Viel zu wenig.

Das Fenster ist zu Fenster laß die Luft herein Das Fenster bleibt zu.

Geh hin und mach’s auf!

Der Weg ist zu weit Bequemlichkeit.

Wach auf!

Die Luft geht aus!

Zu weit Fenster geh auf!

Das Fenster bleibt zu.

Tote Welt.

AHA

 

An die Arbeit Kollegen

Denn die Arbeit müsst ihr pflegen

Sonst die Produktion steht still

An die Arbeit Proleten

Denn ihr werdet nicht gebeten

Ihr müsst tun was Big Boss will.

Durst

 

Durst, Durst, Durst, Durst,

Durst, Durst, Durst, Durst!

Wasser.

Durst, Durst, Durst, Durst!

Wasser.

Durst!

Wasser, Wasser, Wasser!

Keinen Durst mehr!

Wasser, Wasser, Wasser, Wasser!

Keinen Durst!

Wasser!

Ertrunken.

Hilfesong

 

Viele Lieder, ungedichtet für den Frieden unserer Welt

Viele Lieder nicht gewichtet

Von der Menschheit ausgezählt

Fade Töne, flache Strophen

Bringen neues nur zerpflückt

All die Leute, die es wagen Werden wahllos unterdrückt.

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