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Erotische Jahreszeiten

Divina Michaelis

Erotische Jahreszeiten


Für meinen Mann, der mir stets mit Rat und Tat zur Seite steht - im wahrsten Sinne des Wortes ;o)


BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Hinweis:

 

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Frühlingsgefühle - Erwachende Sehnsucht

 

 

Übersicht:

  1. Der Anruf
  2. Trost
  3. Erwachende Sehnsucht
  4. Tiefere Gefühle
  5. Unerfüllbare Wünsche
  6. Alles hat ein Ende

Der Anruf

Der Anruf von Wolfgang kam vier Minuten vor Mitternacht und rüttelte mich schlagartig wach, obwohl ich erst kurz zuvor wie eine Tote ins Bett gefallen war. Ich musste so schnell wie möglich in meine knapp vierhundert Kilometer entfernte, ehemalige Heimat kommen. Meine Mutter war mit einem schweren Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden und man erwartete ihren baldigen Tod. Es war nicht besonders wahrscheinlich, aber vielleicht schaffte ich es trotzdem, sie noch einmal lebend zu sehen.

Fluchend packte ich einen Koffer, während ich darauf wartete, dass mich der Chauffeur abholte. Vielleicht konnte ich im Auto noch ein wenig schlafen. Wenn ich erst einmal am Ziel angekommen war, war an Schlaf mit Sicherheit nicht mehr zu denken.

Wir hatten uns im Streit getrennt, meine Mutter und ich, vor mittlerweile fünfzehn Jahren. Sie konnte nicht verstehen, dass es mich in die Stadt zog. Ursprünglich sollte ich, als einziges Kind meiner Eltern, den elterlichen Hof übernehmen. So hatte mein Vater es geplant, genauso wie meine Heirat mit dem Nachbarssohn, einem fleißigen jungen Mann mit gutem Benehmen.

Wolfgang war wirklich ein schmucker Bursche, wir verbrachten viel Zeit miteinander. Ich war sogar ein bisschen in ihn verliebt und wir küssten uns, erkundeten spielerisch unsere Körper, doch mehr passierte nicht. Schon damals brachten seine Berührungen mein Herz zum Schlagen, aber da ich nicht auf dem Land bleiben wollte, auch wenn ich niemandem etwas von meinen Plänen erzählte, wies ich all seine Planungen für die Zukunft zurück.

Dann starb mein Vater, dem niemand im Dorf je zu widersprechen wagte, und endlich traute ich mich, meine eigenen Gedanken zu äußern. Welch ein Fehler! Ich würde das Andenken meines Vaters verraten und sie selbst im Stich lassen, warf meine Mutter mir vor.

Der Streit dauerte mehrere Wochen und irgendwann fehlte mir die Kraft, mich noch weiter mit ihr auseinander zu setzen. Darum packte ich so viel in meinen kleinen Koffer, wie dort gerade hinein passte, und machte, dass ich wegkam.

Wenn ich gehen würde, bräuchte ich auch nicht mehr zurückzukommen, rief sie mir hinterher, als ich zur Tür raus war. Das nahm ich wörtlich.

Ich zog nach Hamburg, studierte Jura, was ich mit vielen verschiedenen Aushilfsjobs finanzierte. Nach dem erfolgreichen Studium kümmerte ich mich nur noch um meine Karriere. Schließlich wollte ich nicht umsonst alles hinter mir gelassen haben, und der Erfolg gab mir recht.

Seitdem ich gegangen war, hatten wir keinerlei Kontakt mehr miteinander. Anfangs schrieb ich noch ab und zu Briefe an Wolfgang und erkundigte mich bei ihm nach meiner Mutter, doch je mehr ich beruflich eingespannt wurde, desto weniger Zeit hatte ich zum Schreiben. Und so schlief auch diese letzte Verbindung zu meiner Heimat ein.

Karriere hatte ich wirklich gemacht. Ich war Teilhaberin einer Rechtsanwaltskanzlei und es gab so viel zu tun, dass an Privatleben gar nicht zu denken war. Der Koffer, den ich gerade fertig gepackt hatte und unter Mühen die dunkle Granittreppe hinunterschleppte, war um einiges größer als der, mit dem ich einst nach Hamburg kam. Ich war stolz auf das, was ich in meinem Leben alles erreicht hatte.

Draußen vor der Tür kam mir der Chauffeur entgegen und nahm mir den Koffer ab. Erschöpft setzte ich mich ins Auto, und gleich, nachdem ich dem Fahrer noch das Fahrziel genannt hatte, schlief ich ein.

Trost

Ungefähr viereinhalb Stunden unruhigen Schlafes später wurde ich geweckt. Mit der Hand rieb ich mir meinen schmerzenden Nacken, bevor ich den Blick hob. Der große Gebäudekomplex des Klinikums Fulda ragte vor mir auf, ein großes, graues Gebäude inmitten von gerade sprießendem Grün. Umständlich schob ich mich vom Sitz herunter und ging hinein. Die Nachtschwester führte mich zu dem Zimmer meiner Mutter. Wolfgang hatte mich im Krankenhaus angemeldet und so sichergestellt, dass ich sie auch nachts besuchen konnte, falls ich es noch rechtzeitig schaffte.

Plötzlich fühlte ich mich wieder in meine Jugendzeit versetzt. In wenigen Sekunden würde ich sie wiedersehen. Schon der Gedanke alleine ließ mich in meine kindliche Rolle zurückfallen und Beklemmung verspüren. Doch als ich sie dann in ihrem Bett liegen sah, änderte sich das Bild. War sie früher auch schon so klein gewesen? Oder hatte erst der Schlaganfall aus der resoluten Witwe ein so kleines Bündel Mensch gemacht? Inmitten der ganzen Decken und Kissen wirkte sie so wahnsinnig winzig.

Die Apparate, an die sie angeschlossen war, gaben ein regelmäßiges Piepen von sich. So leise wie möglich schob ich einen Stuhl an das Bett und setzte mich neben sie, nahm ihre Hand.

Leise flüsternd entschuldigte ich mich bei ihr. Mir war nicht klar, ob sie wach war oder schlief, ob sie mich überhaupt hören konnte, doch noch lebte sie und ich wusste nicht, wie viel Zeit mir noch blieb, um die Worte loszuwerden, die ich ihr immer hatte sagen wollen.

Dann begann ich ihr von meinem Leben zu erzählen, meinen Erfolgen und davon, dass ich dieses Leben brauchte, um glücklich zu sein. Ich hatte bestimmt zwei Stunden mit ihr geredet, als ich einen leichten Druck von ihrer Hand verspürte. Dann erschlaffte sie und aus dem regelmäßigen Piepen wurde ein einziger langer Ton. Ein taubes Gefühl beschlich mich.

Eine Schwester kam herein und schaltete das Gerät aus. Wie durch Watte hörte ich ihre Beileidsbekundung. Ich nickte, stand auf und verließ wie betäubt das Zimmer, achtete nicht darauf, wohin ich ging. Erst als mir draußen im Gang jemand den Arm um die Schulter schlang und mich an sich heranzog, flossen meine Tränen.

Tröstend lagen die Arme um meinem Körper, streichelten mir über den Rücken, bis ich mich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte.

„Na, Helena, geht’s wieder?“, hörte ich Wolfgangs sonore Stimme in meine Haare raunen.

Ich nickte. Das musste ich ihm lassen, er war schon früher immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte.

Ein Taschentuch schwebte plötzlich vor meiner Nase. Ich ergriff es und wischte damit die Tränen aus meinem Gesicht.

„Was machst du eigentlich hier? Du konntest doch gar nicht wissen, dass ich bereits im Krankenhaus bin“, sagte ich leise schniefend.

„Doch, konnte ich. Ich habe die ganze Nacht bei deiner Mutter verbracht und bin nur kurz einen Kaffee holen gegangen. Als ich zurückkam, saßt du an ihrem Bett und da ich nicht stören wollte, habe ich hier vorne gewartet.“ Dabei wies er mit der Hand auf einen kleinen Aufenthaltsraum in der Nähe.

„Danke, dass du mich angerufen hast. Ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich mich nicht wenigstens von ihr hätte verabschieden können“, sagte ich mitgenommen.

Noch immer lag ich in seinen Armen und presste meinen Kopf gegen seine Brust. Er roch noch genauso gut wie früher, was Bilder aus vergangenen Zeiten in mir aufblitzen ließ, doch so langsam wurde es Zeit, wieder etwas Abstand zu gewinnen. Ich wand mich aus seiner Umklammerung heraus und sah ihn an.

Gut sah er immer noch aus, eigentlich sogar besser als früher. Sicherlich war auch an ihm die Zeit nicht spurlos vorbei gegangen, doch er gehörte zu den Männern, die das Alter attraktiver machte. ‚Seine Frau ist ein richtiger Glückspilz’, dachte ich.

„Wir sollten gehen. Hier können wir sowieso nichts mehr tun“, schlug Wolfgang vor. „Du kannst bei mir schlafen. Ich habe dir extra ein Zimmer hergerichtet.“

Langsam schüttelte ich den Kopf. „Das hättest du nicht tun müssen. Ich kann doch auf unserem Hof schlafen“, wehrte ich sein Angebot ab.

„Das dürfte schwierig werden. Deine Mutter hatte den Hof vor etlichen Jahren verkauft und sich ein kleines Häuschen bei mir in der Nähe gemietet. Die letzten zwei Jahre verbrachte sie allerdings in einer Seniorenwohnanlage in Fulda. Da ist nichts mehr, wo du wohnen kannst“, erklärte er. „Es hat sich viel geändert, seit du weg bist.“

Betroffen schwieg ich und sah ihn nur an. Damit hatte ich nicht gerechnet. Er sagte es zwar ohne Vorwurf, doch trotzdem fühlte ich mich schuldig.

„Komm mit!“, bat er mich und führte mich nach draußen.

„Aber du wohnst noch in eurem alten Haus?“, fragte ich, und er nickte.

„Ja, ich und Sophie“, erwiderte er, und ich überlegte, ob Sophie wohl seine Frau war.

Inzwischen war die Sonne aufgegangen und blendete mich mit ihren hellen Strahlen. Die Luft roch frisch, nach Frühling und nach Leben. Die Erde drehte sich weiter, auch wenn gerade im Krankenhaus jemand gestorben war. Es zeigte mir auf ironische Art und Weise, wie unbedeutend so ein menschliches Leben doch im Lauf der Zeit war.

Mein Fahrer lag auf der Rückbank unseres Firmenwagens und schlief. Ich weckte ihn und er half mir, meinen Koffer aus dem Wagen zu holen und ihn in Wolfgangs Jeep zu hieven.

„Sie können dann erst einmal wieder zurück nach Hamburg fahren. Ich werde ein paar Tage bleiben und rufe Sie dann, wenn ich meine Angelegenheiten hier geregelt habe“, verabschiedete ich ihn.

Mit einem höflichen „Sehr wohl, Frau Jansen“ stieg er wieder ein und fuhr davon.

Die Fahrt mit Wolfgang verlief schweigend und ich hing meinen Gedanken nach. Mit dem Ellenbogen stützte ich mich an der Tür ab, wobei ich unbewusst an meinen Fingernägeln knabberte. Diese neue Situation war ziemlich verwirrend für mich. Immer wenn ich an meine Mutter gedacht hatte, sah ich sie mit einem Handtuch in der Küche stehen, wie sie sich vom Abwasch zu mir umdrehte und mir Vorwürfe machte. Allein bei dem Gedanken daran duckte ich mich.

Als ich es bemerkte, drückte ich den Rücken durch und straffte meine Schultern. Meine Hand legte ich auf dem Türgriff ab, sodass meine Nägel nicht mehr leiden mussten.

Diese Zeit war lange vorbei und ich würde mein Bild von ihr korrigieren müssen. Wie sehr, würde ich sicherlich im Laufe meines kurzen Aufenthaltes wenigstens ansatzweise feststellen können. Letztendlich hatte ich vor, die notwendigen Angelegenheiten hier vor Ort zu regeln, bevor ich wieder nach Hamburg fahren würde. Wenigstens das war ich meiner Mutter schuldig. Erst musste ich hier alles erledigen, dann konnte ich mich wieder in meinem Arbeitsalltag vergraben.

Der Wagen hielt ruckartig und ich bemerkte, dass wir auf dem Hof vor Wolfgangs Haus angekommen waren. Bevor ich auch nur einen Finger rühren konnte, sprang er aus dem Wagen, öffnete die Tür an meiner Seite und half mir heraus.

Ich blickte über den Hof und verglich ihn mit dem, was ich aus meiner Erinnerung noch kannte. Er hatte sich wirklich sehr verändert.

Jetzt sah es viel mehr wie ein Zuhause aus als früher, wo der Garten noch ein reiner Nutzgarten war und die Arbeit einen förmlich ansprang. Der alte baufällige Schuppen war abgerissen und an seiner Stelle prangte ein großer Carport. Dahinter erhob sich ein noch größeres Stallgebäude. Der ehemals ständig matschige Hof war gepflastert, sodass man trockenen Fußes zum Haus gehen konnte.

Das Wohnhaus hatte jetzt ein schwarzes Ziegeldach, erstrahlte in frischer Farbe und an die eine Hauswand schmiegte sich ein Wintergarten mit vielen Pflanzen darin.

Der Zaun, der den Hof umgab, sah auch noch nicht allzu alt aus und in den Beeten grünte und blühte alles und verbreitete den frühlingstypischen Duft.

Es waren wirklich viele neue Eindrücke, die auf mich einstürmten. Dazu kam ein helles Lachen, das an mein Ohr drang.

Ein ungefähr sechsjähriges Mädchen lief aus dem Haus und warf sich Wolfgang in die Arme.

„Papi! Endlich bist du wieder da. Ich habe dich vermisst!“, rief die Kleine und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, um gleich im Anschluss daran zu fragen: „Wer ist das?“

Er setzte den niedlichen Blondschopf ab und stellte mich ihr vor.

„Das ist Helena. Sie wohnt ein paar Tage hier.“

Das Mädchen kam auf mich zu und reichte mir artig die Hand, während sie mich mit ihren blauen Augen begutachtete. Auch wenn sie sonst nichts von ihm hatte, das waren eindeutig Wolfgangs Augen.

„Ach, dann bist du Sophie?“, fragte ich die Kleine und ihre geflochtenen Zöpfe flogen, als sie nickte.

„Willst du Harald sehen?“, fragte sie und zog mich, ohne eine Antwort abzuwarten, mit ins Haus.

„Unsere Schildkröte“, rief Wolfgang mir noch erklärend hinterher, nahm sich meinen Koffer und folgte uns.

Den gesamten Vormittag nahm mich die Kleine in Beschlag, zeigte mir jeden Winkel in dem Haus und auf dem Grundstück und gegen Mittag hatte ich schon den Eindruck, dass ich dieses Haus nun besser kannte als mein eigenes.

Ich musste feststellen, dass das Haus für die Aufnahme von Gästen umgebaut worden war. Sophie erzählte mir von den vielen Familien, die in den Ferien kommen und ihre Zeit auf dem Hof verbringen würden. Anscheinend hatte Wolfgang aus seinem Bauernhof eine Ferienpension gemacht und ich bewunderte seinen Mut, den er für die Veränderung aufgebracht haben musste. Doch so, wie der Hof jetzt aussah, war es wohl eine hervorragende Entscheidung gewesen.

Es tat gut, so abgelenkt zu werden. Ich folgte Sophie auch immer brav und passte gleichzeitig auf, dass der kleine Wildfang nicht zu übermütig wurde. So hinderte ich sie zum Beispiel daran, auf einen Baum zu klettern, um mir die Gegend von oben zu zeigen. Dass sie der Haushälterin Kekse klaute, ließ ich ihr allerdings durchgehen.

Erst als es Mittagessen gab, kam ich zur Ruhe und merkte dann auch, wie müde ich eigentlich war. So verzog ich mich nach dem Essen in mein Zimmer und holte den Schlaf nach, den ich so dringend brauchte.

Gegen Abend wachte ich erfrischt auf. Es war das erste Mal seit Jahren, dass ich so ruhig geschlafen hatte. Ich konnte mich schon gar nicht mehr daran erinnern, dass Schlaf so erholsam sein konnte.

Bevor ich es vergaß, rief ich meinen Rechtanwaltskollegen und Partner auf seinem Mobiltelefon an und erklärte ihm, was passiert war und warum ich ein paar Tage nicht zur Arbeit kommen konnte. Er versicherte mir, dass er meine Klienten so lange betreuen würde, bis ich meine Angelegenheiten geregelt hätte.

Anschließend ging ich hinunter in die Küche. Wolfgang und Sophie saßen bereits beim Abendbrottisch, als ich in der Küchentür auftauchte. Ein drittes Brett und ein Messer lagen auf dem Tisch bereit, als warteten sie schon auf mich.

„Hast du Hunger, Helena? Setz dich doch“, forderte Wolfgang mich auf und klopfte auf den Stuhl neben sich.

Es war angenehm, mal in Ruhe Abendbrot zu essen. Das war etwas, was ich auch schon lange nicht mehr getan hatte. Meistens ließ ich das Essen abends ausfallen, traf mich höchstens mal mit Klienten zu einem Gespräch und nahm dabei dann eine Kleinigkeit zu mir. Auch an den Wochenenden beschäftigte ich mich mit meinen Fällen, anstatt mich um mich selbst zu kümmern. Gegessen wurde nebenher.

Erst jetzt fiel mir auf, dass ich die letzten Jahre kaum eine Minute ohne Stress zugebracht hatte.

Beim Essen war Sophie ungewöhnlich still und sie gähnte immer wieder. Für sie war es ein langer und ereignisreicher Tag gewesen. Schließlich wollte Wolfgang sie ins Bett bringen.

„Kann Helena das nicht machen?“, maulte sie und er wollte es, seiner Gestik nach, gerade ablehnen, als ich ihm zuvorkam und ihr sagte, dass ich das gerne tun würde. Während ich mein Brot aufaß, kümmerte sich ihr Vater darum, dass sie sich bettfertig machte. Schließlich las ich ihr eine Gutenachtgeschichte vor und bevor ich fertig war schlief sie bereits.

„Sie ist ziemlich aufgeweckt und wirklich liebenswert“, flüsterte ich, als ich mit meinem Jugendfreund ihr Zimmer verließ und dann leise die Tür hinter uns schloss.

Wolfgang sah mich leicht erstaunt an.

„Findest du? Und ich dachte schon, sie würde dich vergraulen, als sie dich heute Morgen so in Anspruch genommen hat. Sie ist doch ziemlich aktiv.“

Ich musste lachen. Aktiv war eigentlich untertrieben, doch mir gefiel ihre wilde Art. Mit ihr umzugehen war eine Herausforderung, also genau das Richtige für mich. Dann wurde ich wieder ernst.

„Wo ist denn ihre Mutter?“, fragte ich und hoffte, dass er nicht gleich „tot“ sagen würde.

Wir waren inzwischen im Wohnzimmer und setzten uns, er auf den Sessel, ich auf die Couch gegenüber. Ein Krug Wasser und zwei Gläser standen auf dem Tisch. Er goss mir ein Glas voll und reichte es mir. Als ich es entgegennahm, berührte ich mit meinen Fingern die seinen und er hielt das Glas ein wenig länger fest als nötig. Es war ein komisches Gefühl, so fremd und doch so vertraut.

„Abgehauen“, sagte er knapp und ließ das Glas los. Auch wenn seine Antwort genauso wenig gut war wie die andere, atmete ich leise auf. „Sie war mit dem Baby überfordert, ist dann vor dem Stress regelmäßig in die Stadt geflüchtet und dann, ein paar Monate nach der Geburt, mit einem anderen Mann durchgebrannt. Sie hatte sich in der Zeit sehr verändert und ich habe sie nicht zurückgehalten. Wir kommen auch alleine klar, zumal mich auch noch Gerda im Haushalt unterstützt.“

Mit Gerda meinte er die Haushälterin, kombinierte ich. Ich hatte sie zwar mehrfach kurz gesehen, aber sie war immer schwer beschäftigt, wenn ich sie sah. Vom Typ her schätzte ich sie wie seine Mutter ein, emsig, wahrscheinlich eine gute Zuhörerin, aber nichts für sein Herz.

„Aber hast du denn nicht noch einmal geheiratet?“ Ich konnte es kaum glauben, denn Wolfgang war eigentlich ein Traummann, zumindest so, wie ich ihn von früher her kannte. Doch er schüttelte den Kopf.

„Nein, hab ich nicht. Die Frau, die ich in Wirklichkeit immer wollte, hatte andere Pläne“, sagte er und sah mir dabei tief in die Augen.

Es dauerte eine Weile, bis mir die Bedeutung seiner Worte klar wurde. Das Blut schoss mir in den Kopf und ich blickte nach unten. Doch auch ihm schien es peinlich zu sein, seine Gedanken vor mir so offenzulegen.

„Entschuldige bitte, die Bemerkung war unpassend“, gab er zerknirscht zu. „Könnte ich diesen Fauxpas vielleicht mit einem Spaziergang wiedergutmachen?“

„Ja, ist gut. Ein wenig Bewegung wäre wohl nicht das Schlechteste“, antwortete ich, trank aus und erhob mich.

Die Luft draußen war kühl, weshalb ich den dünnen Schal etwas enger um meinen Hals schlang. Trotzdem tat es gut, die Landluft zu atmen. Sie machte mich viel ruhiger. Alles hier machte mich ruhiger und obwohl die Umstände, die mich hierher brachten, nicht die besten waren, begann ich, mich auch körperlich zu entspannen.

Wolfgang ging in einigem Abstand neben mir her und erzählte mir in Kurzfassung, was in den vergangenen fünfzehn Jahren alles passiert war. Dabei erfuhr ich, dass er all die Jahre über sehr engen Kontakt zu meiner Mutter behielt, da er einerseits sah, dass sie jemanden brauchte, sie ihn andererseits aber auch vier Jahre mit Sophie unterstützt hatte. Als sie dann krank wurde und ins Seniorenheim zog, besuchte er sie regelmäßig, kümmerte sich weiter um sie. Einerseits bewunderte ich ihn, war ihm dankbar, dass er sich so um sie gekümmert hatte. Andererseits fühlte ich mich schuldig, da es theoretisch meine Aufgabe gewesen wäre. Doch hätte ich, wäre ich hier geblieben, niemals Karriere machen können. In Hamburg war ich jemand, eine hoch angesehene Rechtsanwältin, die auf viele gewonnene Verfahren zurückblicken konnte und an die sich viele Klienten positiv erinnerten. Hier wäre ich nur Helena geworden, die Bauersfrau, nach Jahren harter Arbeit krumm, und niemand hätte es mir gedankt. Nein, ich bereute meine Entscheidung nicht.

Wir waren ungefähr eine halbe Stunde unterwegs, als die nächtliche Kälte begann, mir unter die Jacke zu kriechen. Ich fröstelte leicht.

„Ist dir kalt?“, fragte Wolfgang aufmerksam und ich nickte. Er kam dichter an mich heran und legte seinen Arm um mich. „Darf ich?“

Sein Arm spendete mir tatsächlich etwas Wärme und ich schmiegte mich enger an ihn in stillem Einverständnis.

Ein leises Flattern machte sich in meinem Bauch breit und obwohl es immer noch kalt war, breitete sich ein behagliches und warmes Gefühl in mir aus. Es war zu unbestimmt, um zu sagen, was das war, doch es fühlte sich wirklich gut an, fast wie zu Jugendzeiten.

Den Rest des Weges verbrachten wir schweigend. Ich für meinen Teil genoss einfach nur die Nähe. Wie es ihm ging, konnte ich nur erahnen, doch seinem Lächeln nach ging es ihm ähnlich.

Nach der Rückkehr saßen wir im Wohnzimmer bei einem gemütlichen Kaminfeuer und er erzählte mir so manche kleine Anekdote, die er erlebt hatte, hauptsächlich von den letzten Jahren mit Sophie. Wir mussten viel lachen und er redete bis spät in die Nacht hinein. Erst als wir beide so müde waren, dass wir die Augen kaum offenhalten konnten, gingen wir ins Bett.

Erwachende Sehnsucht

Am nächsten Morgen erwachte ich vom ersten Sonnenstrahl, welcher sich zwischen den Gardinen hindurch in mein Gesicht mogelte. In Gedanken ließ ich den gestrigen Abend noch einmal passé laufen und lächelte dabei in mich hinein. Ich konnte mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so viel gelacht hatte. Aber ein wenig schämte ich mich auch, denn ich konnte mich diesbezüglich nicht revanchieren. In meinem Leben gab es nur die Arbeit. Und da gab es oft genug nichts zu lachen. Sicherlich waren da immer Freude und Stolz, wenn ich einen Prozess gewonnen hatte, aber so richtig ausgiebig gelacht hatte ich schon lange nicht mehr. Wann war mir das Lachen abhanden gekommen?

Ich spürte, wie sich meine Miene wieder verhärtete, ein Ausdruck, den ich perfekt beherrschte.

Es klopfte an der Tür und erst als ich „Herein“ rief, öffnete sie sich und Wolfgang steckte seinen Kopf hindurch. Sein anfangs fröhliches Grinsen wich einem besorgten Gesichtsausdruck.

„Ist irgendetwas nicht in Ordnung?“, erkundigte er sich. Ich schüttelte den Kopf und setzte ein unverbindliches Lächeln auf.

„Doch, doch. Alles in Ordnung. Ich war nur in Gedanken. Ich sollte zusehen, dass ich meine Angelegenheiten hier geregelt bekomme, damit ich bald wieder nach Hause fahren kann.“

Wolfgangs Gesicht spiegelte seine Enttäuschung wieder. Was erwartete er von mir? Dass ich endlos Urlaub nehmen würde? Das ging nicht, selbst wenn ich wollte. Ich war in der Kanzlei unentbehrlich, und Urlaub war ein Luxus, den ich mir nicht erlauben konnte.

Die Tür wurde ein Stückweit aufgestoßen und Sophie platzte in mein Zimmer, stürzte sich lachend auf mein Bett und legte mir ihre dünnen Ärmchen um den Hals.

„Helena, bringst du mich heute zum Bus?“

Das kleine Mädchen schien einen Narren an mir gefressen zu haben. Ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären, warum das so war, aber es war mir beinahe unmöglich, ihr diesen Wunsch abzuschlagen.

Und so kam es, dass ich sie zusammen mit Wolfgang zur Haltestelle brachte. Bevor sie im Bus verschwand, nötigte sie mir noch das Versprechen ab, dass ich sie auch wieder abholen sollte.

Wir warteten, bis der Schulbus hinter der Kurve verschwand, bevor wir zurück zum Hof schlenderten.

Wie machte sie es bloß, dass ich jedes Mal so weich wurde, wenn sie mit mir zusammen war? Wolfgang jedenfalls sagte nichts dazu. Sein Gesichtsausdruck sprach dagegen Bände. Er freute sich, dass mich seine Tochter so vereinnahmte.

„Das gefällt dir wohl, hm?“, fragte ich ihn auf dem Rückweg. Er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich an. Dabei nahm er zaghaft meine Hand in seine. Seine Berührung löste in mir ein Kribbeln im Bauch aus und sein intensiver Blick brannte sich mir ins Gedächtnis. Es war wirklich schade, dass ich nicht bleiben konnte, um die Beziehung zu intensivieren. Seine Augen schienen zu strahlen, so wie er mich jetzt anschaute.

„Aber natürlich gefällt es mir, wenn meine Tochter dich mag. Sie bringt dich zum Lachen und du siehst dann einfach wunderschön aus, was wiederum mir Freude bereitet. Das ist doch nicht schwer zu verstehen, oder?“

Ich schüttelte den Kopf. Nein, das war es nicht. Trotzdem wollte ich ihm keine falschen Hoffnungen machen. Wenn ich mich doch nur entschließen könnte, meine Hand aus seiner zu lösen. Doch sie schien ein Eigenleben entwickelt zu haben und fasste stattdessen nur noch fester zu. Mir wurde warm ums Herz.

„Du bist auch nicht gerade hässlicher geworden. Das Landleben scheint dir hervorragend zu bekommen“, gab ich sein Kompliment ungeschickt zurück, was ihn zum Lachen brachte.

Was sollte das hier werden? Warum flirtete ich jetzt mit ihm, wo es für uns beide doch keine gemeinsame Zukunft geben konnte? War ich denn von allen guten Geistern verlassen? Jetzt blieb er auch noch stehen und hielt mich davon ab, weiterzugehen. Seine Hand strich über meine Wange. Er zog mich dichter zu sich heran und ich ließ es einfach geschehen. Sein Blick schien bis auf den Grund meiner Seele zu blicken und ließ dort etwas in mir klingen. Mein Herz schlug schneller. Das fühlte sich alles so gut an und war doch irgendwie falsch. Er gehörte hierher, ich nicht.

„Ich könnte mir fast nichts Schöneres als dieses Leben vorstellen“, raunte er. „Das Einzige, was mein Leben noch vervollkommnen könnte, wäre eine Frau, die es mit Sophie und mir teilen würde. Eine Frau wie du.“

Ich wollte gerade den Mund öffnen, um zu erwidern, dass das nicht ginge, als er sich zu mir herunter beugte und mich küsste.

Und was für ein Kuss es war. Er ging mir unter die Haut, ließ von den Zehenspitzen bis zur Kopfhaut alles kribbeln und ich war tatsächlich versucht, zu allem „Ja“ zu sagen, was er von mir verlangen würde. Es war nur ein kurzer Kuss, doch er brachte mich völlig durcheinander.

Als er seine Lippen von meinen löste, ließ ich die Finger meiner freien Hand verwirrt an meinen Mund gleiten. Die Versuchung war groß und ich gab ihr trotz der Warnung meines Verstandes nach, zog seinen Kopf noch einmal zu mir herunter und küsste dieses Mal ihn.

Es war berauschend und vernebelte all meine Gedanken. Er schmeckte so gut. In diesem Moment gab es nur ihn und mich. Und ich war scharf auf ihn, wollte ihn haben, ihn besitzen und ihn in mich aufnehmen. Alle diese Gefühle steckte ich in diesen einen Kuss und er erwiderte ihn.

Seine starken Hände glitten um mich herum, hielten mich fest an sich gepresst. Sein Körper reagierte auf mich und Hitzewellen durchfuhren meinen. In meinem Kopf blitzten Bilder auf, von ihm und mir nackt, verschwitzt, aufeinander liegend, sündhafte Dinge vollbringend. In diesem Augenblick wollte ich ihn mit Leib und Seele und das alles versuchte ich ihm mit meiner Zunge mitzuteilen.

Erst nach endlos langer Zeit lösten wir uns voneinander, atemlos, die Augen ineinander verschlungen. Es dauerte mindestens noch mal so lange, bis ich mich räusperte und mich aus seiner Umarmung wand.

Kaum lagen seine Arme nicht mehr um meinem Körper, da spürte ich auch die Kälte des noch jungen Frühlingstages, der Anfall war vorbei. Ein Zittern durchlief meinen Körper, ich schlang meine Arme darum, um mich vor der plötzlichen Kälte zu schützen; und ich setzte mit schnellem Schritt unseren Rückweg fort, versuchte damit, vor meinen Gefühlen wegzurennen.

„Entschuldige bitte“, sagte ich mit belegter Stimme.

„Ich wüsste nicht, was ich entschuldigen müsste“, entgegnete er verwirrt und beeilte sich, um wieder neben mir zu gehen.

„Ich wollte dir keine Hoffnung machen. Das zwischen uns kann nicht klappen“, versuchte ich zu erklären und erntete einen verständnislosen Blick. „Mein Leben spielt sich in Hamburg ab, deines hier in Wisselsrod. Ich kann nicht hierbleiben, also wäre es nur unfair, wenn ich dich in falschem Glauben lassen würde. Ich bleibe nur bis zur Beerdigung meiner Mutter, dann fahre ich wieder zurück und wir werden uns lange Zeit nicht sehen.“

Als mir das selbst bewusst wurde, fühlte ich mein Herz schwer werden, doch es ging nicht anders. „Du solltest dich lieber nach einer anderen Frau umsehen“, ergänzte ich. Wolfgang packte mich an der Schulter und hielt mich zurück.

„Ich akzeptiere, dass du nicht hier leben willst“, entgegnete er leicht enttäuscht und trotzdem einigermaßen gefasst, „aber ich möchte keine andere Frau. Könntest du die Zeit mit mir zusammen wenigstens für die Dauer deines Aufenthalts genießen, oder widere ich dich so sehr an, dass auch das für dich unvorstellbar ist?“

Erschrocken öffnete ich den Mund. „Wie kommst du darauf, dass du mich anwidern könntest?“

„Du windest dich aus meinen Armen, als hättest du eine Schlange geküsst, rennst einfach weg. Küsse ich so abscheulich? Liegt es an mir, dass die Frauen, die mir etwas bedeuten, vor mir weglaufen? Sag mir, was ich davon halten soll?“

Das Blut schoss mir ins Gesicht und ich senkte die Augen unter seinem Blick.

„Du bist ein wirklich toller Mann, ein Glücksgriff für jede Frau. Wenn ich dich nicht näher an mich heranlasse dann nur aus dem Grund, dass ich Angst habe dich zu enttäuschen.“

Das war nur die halbe Wahrheit. All die Gefühle, die aufkamen, wenn er mich berührte oder auch nur ansah, fühlten sich so gut an, dass ich fürchtete sie zu vermissen, wenn ich wieder alleine in Hamburg war. Bei ihm fühlte ich mich lebendiger als jemals zuvor, dabei war ich doch gerade erst den zweiten Tag hier. Wie sollte das werden, wenn ich in mein normales Leben zurückkam?

„Das lass mal meine Sorge sein“, erwiderte er. „Mit der Enttäuschung komme ich schon zurecht und sie wäre umso schlimmer, wenn du mich ganz ablehnen würdest. Du bist nur so kurz hier. Kannst du nicht einfach das nehmen, was ich dir gebe und es genießen?“ Inzwischen hatte er mir auch seine andere Hand auf die Schulter gelegt und sah mich wieder mit diesem unglaublich tiefen Blick an. „Bitte!“

Seine Augen waren schon beinahe unwiderstehlich und seine Stimme gab mir den Rest.

‚JA!’, schrie mein Herz und ich wusste schon jetzt, dass ich es später bereuen würde, doch ich nickte und er besiegelte meine Zusage mit einem Kuss.

Mein Herz schlug Purzelbäume und in meinem Magen flatterte ein großer Schwarm Schmetterlinge auf.

Als er seinen Mund wieder von mir löste und wir Arm in Arm ins Haus gingen, lief ich wie auf Wolken. Diese lösten sich erst wieder auf, als Wolfgang vorschlug, in die Stadt zu fahren und dort ein Bestattungsunternehmen aufzusuchen. Das brachte mich wieder zur Besinnung, denn es machte mir deutlich, dass mein Aufenthalt einen ernsten Hintergrund hatte.

 

Er stand mir die ganze Zeit über beratend zur Seite, nicht nur beim Bestattungsunternehmen, sondern auch in dem Seniorenwohnheim, in dem ich die Sachen meiner Mutter sichtete und ihre Papiere sortierte.

Um mich danach anschließend auf andere Gedanken zu bringen, sahen wir uns an diesem Nachmittag mit Sophie gemeinsam eine Vorstellung im Planetarium an.

Der letzte Ausflug dahin war noch zu meiner Schulzeit an unserem Wandertag, und so genoss ich diese Abwechslung. Für solche Dinge hatte ich schon lange keine Zeit mehr gehabt und so langsam erkannte ich, dass das Leben an mir vorbei rannte, ohne dass ich etwas davon mitbekam.

Kaum wurde es in dem Raum dunkel, schob sich von der einen Seite eine kleine Kinderhand und von der anderen die große eines Mannes in meine. Ich saß zwischen den beiden, denn sowohl Sophie als auch Wolfgang hatten darauf beharrt, neben mir zu sitzen.

Beide Hände waren warm und auf ihre Art angenehm: Sophies, weil sie mir, einer Fremden, so viel Vertrauen entgegenbrachte, dass ich über die Maßen erstaunt war, und Wolfgangs, weil er in mir ein anderes Gefühl auslöste, das ich, bevor ich hierher kam, schon lange nicht mehr gespürt hatte.

Zusätzlich zu den Schmetterlingen, die in meinem Bauch herumflogen, kribbelte nun mein ganzer Körper und überzog sich trotz der Wärme mit einer Gänsehaut. Am liebsten hätte ich mich gleich hier im Dunkeln auf ihn geschmissen und ihn vernascht, aber die Vernunft, in Form eines kleinen blonden Mädchens und dem Rest der Öffentlichkeit, hielt mich zurück.

Im Anschluss fuhren wir nach Hause, aßen zu Abend und brachten Sophie ins Bett.

Sie war ein wirklich süßes Kind und ich konnte nicht anders, als sie lieb haben. Alles hier wirkte so normal, anders als mein anderes Leben – und so viel schöner. Ich ertappte mich bei dem Gedanken daran, dass Sophie meine Tochter hätte sein können, wenn ich nicht weggegangen wäre.

Kaum hatten wir die Tür zum Kinderzimmer geschlossen, als Wolfgang mich in seine Arme zog und küsste.

Wie bereits am Morgen stand ich in Flammen und drängte meinen Körper an seinen. Er schob seine Hände unter meinen Hintern und hob mich an, woraufhin ich meine Beine um seine Hüften schlang und ...

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