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Energieprinzip

Vorwort

Das Funktionsprinzip des Lebens ist einfach, durch ein immer gleiches Muster steuert es seine Teile.

Egal ob Einzeller, Wildtier, Ökosystem, Mensch, Firma oder Staat, wer leben und glücklich sein will, wer die Macht haben will seine Zukunft zu gestalten, muss sich dem Energieprinzip unterwerfen. Er braucht eine positive Energiebilanz und er ist abhängig davon, dass die aufgenommene Energie durch seinen Stoffwechsel effizient umgewandelt wird. Der Mensch besteht aus Zellen und Organen die seinen Kreislauf erzeugen und er ist gleichzeitig eine Zelle in übergeordneten Gemeinschaften, indem er Staatsbürger oder Mitarbeiter einer Firma ist. Immer sind es Stoffwechselkreisläufe und immer wird Energie aufgenommen und durch spezialisierte Organe und Zellen umgewandelt. Der Vorgang Leben, läuft, anders als ein chemischer Vorgang, nicht unkontrolliert ab. Der Vorgang Leben hat den Logos und kann den Durchfluss von Energie regeln. So hat dieser Vorgang gelernt die Materie, der ursprünglich toten Erde zu Körpern zu formen, die optimal an den Energiefluss angepasst sind.

Ein Gärtner und ein Wirtschaftskapitän haben vieles gemeinsam, beide lenken Energie. Der Eine schneidet Äste zurück, die sich gegenseitig das Licht rauben und auch der andere versucht durch Effizienzsteigerung bessere Früchte hervorzubringen. Ein Bär, eine Firma und ein Staat haben vieles gemeinsam. Alle müssen sie darauf achten, dass sie ihre Energie richtig investieren, so dass möglichst viel Überschuss bleibt. Denn für die nächste Nahrungssuche, muss wieder Energie investiert werden und den nächsten Winter überlebt nur, wer Reserven hat.

Arbeitslosigkeit, Krankheit und eine Wüste haben vieles gemeinsam. Bei allen dreien stockt der Stoffwechselvorgang und die vorhandene Energie wird nicht optimal umgewandelt. In der Wüste fehlt die Komponente Wasser, um die ankommende Sonnenenergie in Leben umzuwandeln. Bei Arbeitslosigkeit gelingt es nicht das Energiepotenzial der arbeitssuchenden Menschen mit den Bedürfnissen von anderen zu verbinden, um damit wieder einen gesunden Energiefluss in der Gesellschaft herzustellen.

Es ist die Grundfähigkeit des Lebens Energie kontrolliert zu nutzen und dadurch den zukünftigen Energiefluss zu sichern. Wer diese Fähigkeit vernachlässigt wird erst krank, arm und unglücklich und auf Dauer wird seine Art der Lebensführung nicht erhalten bleiben.

Dieses Buch hat meine Weltsicht verändert. Weg vom Kampf ums Überleben, hin zu einer Welt, die durch gegenseitige Unterstützung immer besser wird. Weg von einer Welt, die mit unvereinbaren Strategien durchlebt wird, hin zu einer immer wieder gleichen Einheit. Die erste Hälfte beschäftigt sich mit Geld und dem Aufbau unserer Zivilisation, wen das weniger interessiert, der kann an beliebiger Stelle einsteigen. Allerdings ist der Aufbau des Lebens überall gleich und gerade an den Funktionsweisen der Wirtschaft gut verständlich.

Angenommen man wollte jemandem Details von einem Baum erklären, dann könnte man den Zuhörer leicht verwirren, weil die Äste ständig ihre Richtung wechseln. Man muss das Gesamtbild von Wurzeln, Stamm und Krone im Kopf behalten, um nicht den Überblick zu verlieren. Die Texte beschreiben etwas, im Grunde, einfaches. Also, nicht verwirren lassen.

Leben ist Energie

Jedes Lebewesen ist ein System das Energie aufnimmt, in eine für sich nutzbare Form umwandelt und in veränderten Formen wieder abgibt. Die Energienutzung ermöglicht die Befriedigung von Wünschen, von denen einige als Triebe und Instinkte, über viele Generationen hinweg gespeichert und fest verankert sind. Der Körperbau und das Verhalten der Lebewesen sind darauf ausgerichtet, möglichst viel Energie zu bekommen und sie möglichst effizient umzuwandeln. Damit tote Materie sich zu einem lebendigen Körper formen kann, ist Energie nötig und die Information wie das geschehen soll. Ein materieller Körper, Energie und eine geistige Steuerung, sind die drei Grundvoraussetzungen des Lebens. Die Kräfte, die den Energiefluss einer Zelle oder eines Lebewesens steuern, sind die gleichen wie die, die Gemeinschaften, Firmen, Staaten, Ökosysteme oder die Natur der ganzen Erde regeln.

Die Lebewesen wandeln Energie immer mit möglichst geringem Verlust in die Erfüllung von Wünschen um. Diese Wünsche sind erst mal die Sicherung des Überlebens und danach die Erzeugung von angenehmen Gefühlen.

Seit ewigen Zeiten kommt etwa gleichviel Energie in Form von Sonnenlicht zur Erde. Die Anzahl der Lebewesen konnte sich trotzdem immer weiter erhöhen, weil die Lebewesen lernten, diese Energie durch Zusammenarbeit und die dadurch mögliche Spezialisierung effizienter zu nutzen. Oder anders ausgedrückt: Das eine Lebewesen „Leben“ konnte wachsen, weil sich die Individuen in seinem Inneren besser organisierten.

Sonnenlicht wird durch Pflanzenwachstum zu Nahrung und dadurch zur Energiequelle für alle Lebewesen. Nahrung wird zu Arbeitskraft, der Grundform aller Produkte. Wie in der Natur immer mehr Lebewesen durch bessere Energienutzung entstehen konnten, so ist es auch bei den menschlichen Produkten. Durch Fortschritt wird Energie effizienter umgewandelt und dadurch erhöht sich die Anzahl der Produkte. Die haben nur den Sinn, unsere Überlebenschancen zu verbessern und angenehme Gefühle zu erzeugen. Im Grunde leben wir nicht anders wie die frühen Jäger- Sammler Gesellschaften. Die besorgten sich Nahrung und hatten dadurch Energie, mit der bauten sie eine Zweighütte für die Nacht und eine Flöte zur Unterhaltung. Sie sorgten für das Nötigste und stellten dann weitere Produkte her. Erst vermieden sie unangenehme Gefühle, dann versuchten sie sich angenehme zu verschaffen. Nichts anderes machen wir, nur stellen wir nicht alle Produkte selbst her und nur deshalb haben wir so viele. Dieses nicht selber machen, aus dem alle kaufbaren Produkte bestehen, diese gegenseitige Hilfe durch Spezialisierung, ist unsere Wirtschaft. Sie ermöglicht effizientere Energieumwandlung. In gewissem Sinne ist unsere Wirtschaft ein einziges großes Werkzeug. Mit ihr lassen sich Produkte effizienter herstellen und je effizienter sie funktioniert, desto mehr und bessere Produkte können hergestellt werden.

Die natürlichen Lebewesen entwickelten sich immer weiter. Die Information aus der ihre Körper und ihr Verhalten entstanden, wurde durch Anpassung immer besser. Alle Arten zusammen bilden, genauso wie ein Körper, ein funktionierendes Ganzes, das Energie aufnimmt und umwandelt. Die verschiedenen Arten wirken wie die verschiedenen Organe eines Lebewesens, die aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig unterstützen. Keines ist zum Selbstzweck vorhanden, jedes kann nur in Zusammenarbeit mit den anderen überleben. Genauso ist auch unsere Wirtschaft aufgebaut. Der Wunsch die Gefühle der Menschen besser und energiesparender zu erfüllen, ließ die verschiedenen, sich gegenseitig unterstützenden Berufe entstehen. Wenn dies nicht immer optimal gelingt, liegt das an fehlerhafter Steuerung, also falscher Wunscherzeugung in den Menschen und Organisationen. Der Energiefluss durch den gemeinsamen Körper läuft dann nicht optimal, das heißt, die einzelnen Teile arbeiten nicht ökonomisch zusammen, bzw. Energie wird nicht kontrolliert geleitet, sondern brennt unkontrolliert ab. Oder anders ausgedrückt: Energie wird durch konkurrierende Kräfte neutralisiert.

Jeder Berufszweig und jeder Mensch sollte sich so verhalten, dass er damit nicht nur sich selbst dient, sondern gleichermaßen auch der ganzen Gesellschaft. Jeder sollte sich in den großen Energiestrom integrieren und ihn unterstützen. Denn nur wenn das große „Werkzeug“ Wirtschaft und Gesellschaft besser und effizienter wird, kann der zukünftige Energiefluss des Ganzen gesteigert werden und damit, (zumindest durchschnittlich) auch der des Einzelnen. Dafür müsste jeder versuchen die Wünsche seiner Mitmenschen erfüllen und eigene Wünsche sollten mit den Wünschen der Gesellschaft im Einklang stehen. Etwa so wie ein Organ die Wünsche aller anderen erfüllt, damit das Überleben seines Menschen sichert und somit für sich selbst sorgt. Eine Gesellschaft die so harmonisch aufeinander ausgerichtet wäre wie unsere Körperzellen oder wie ein Insektenstaat, könnte höchst effizient sein. Allerdings, die größere Freiheit des Menschen ermöglicht seine Kreativität und damit die Technik. Antrieb und das Ziel unserer Wirtschaft, ist die individuelle Wunscherfüllung. Der Mensch ist zuerst egoistisches Individuum und erst danach Teil eines Ganzen. Das Ziel der Gesellschaft muss es sein, dafür zu sorgen, dass die Menschen glücklich sind und die Menschen müssen dasselbe für andere und die Gesellschaft tun. Es muss eine Steuerung geben die Menschen dazu animiert, das zu tun was der Gesellschaft guttut und die es unangenehm werden lässt, wenn sie anderen schaden.

Die ganze Natur ist so auf gebaut, dass, je mehr die Lebewesen sich selbst helfen, desto mehr dienen sie der Natur als Ganzes. Kurzfristig gibt es wohl Heuschreckenplagen und Ähnliches, langfristig pendelt sich aber alles zum wohle des Ganzen ein.

Jedes Lebewesen versucht genügend Energie zu gewinnen und nach seinen Interessen umzusetzen, dadurch unterstützt es nebenbei den hoch effizienten Stoffwechsel des großen „Lebewesens“ Erde. Die natürlichen Lebewesen halten sich an die über lange Zeiten gewachsenen Verhaltensmuster. Menschen haben diese „Hemmschwelle“ überwunden, durch Denkvermögen und technische Unterstützung sind in der Lage die Natur für sich auszubeuten. Was nichts anders bedeutet, als dass die Menschheit nicht mehr auf ihr Langzeitgedächtnis hört. Das Eichhörnchen sammelt möglichst viele Haselnüsse, vergisst aber immer so viele im Versteck, dass sich das Geschäft für die Haselnusssträucher lohnt. Dadurch sind die Vorteile, die beide haben gerecht verteilt. Würden die Eichhörnchen ihr Verhalten „optimieren“ und alle Haselnüsse fressen, hätten sie kurzfristig Vorteile. Langfristig verschwänden die Haselnusssträucher und damit eine wichtige Nahrungsquelle. Nur im Miteinander kann der langfristige Energiefluss gesteigert werden.

Energie in Form von Geld steuert zum großen Teil die Wünsche und das Verhalten der Menschen. Oder besser, die Wünsche der Menschen sind auf möglichst viel Geld ausgerichtet, es verspricht die Befriedigung fast aller Gefühle. Die Kräfte die in unseren Gesellschaften wirken, stehen aber teils im Widerspruch. Dass unterschiedliche Verhaltens- und Denkweisen nötig sind, um möglichst viel Geld zu verdienen, Gesetze einzuhalten und die Ansprüche von Gesellschaft und Religion zu erfüllen, deutet an, dass unsere Bewertungskriterien nicht im Einklang stehen und damit konkurrierende Wünsche erzeugen, was zu Energieverlusten führen muss. Unser Geldsystem, neigt dazu Extreme zu erzeugen, es macht die einen reich und andere arm. Beide Randgruppen beteiligen sich kaum noch an den gemeinsamen Aufgaben, die verstärkt von einer stark belasteten Mittelschicht ausgeführt werden müssen.

Die durch technische Errungenschaften immer stärker werdende Vernetzung der Menschen untereinander, würde es ermöglichen, dass eine Gemeinschaft mit all seinen Individuen wie ein einziges Lebewesen handelt. Das heißt, wir könnten weitgehend auf energievernichtende Konkurrenzkämpfe verzichten, sondern planmäßig vorgehen. Im menschlichen Körper kämpft ja auch nicht die Leber gegen die Milz, um ihre Marktanteile zu erhöhen. So könnten wir auch in unserer Gesellschaft, durch geplanten Kräfteeinsatz Energie sparen. Man sucht sich die am besten geeigneten Bewerber, mit den richtigen Wünschen, die in verschiedenen Berufen die Gesellschaft mit allem Nötigen versorgen und deckt somit alle Bedürfnisse mit geringst möglichem Energieeinsatz ab. Doch was sollte bei den Bewerbern die richtigen Wünsche wecken? Und wie soll herausgefunden werden, ob es sich um die bestmöglichen Bewerber handelt? Reine Planwirtschaft ist etwa so als würde man einen Wettläufer alleine auf die Rennbahn schicken und ihm anschießend die Goldmedaille umhängen. Es gäbe nichts was den Läufer zu Höchstleistung animiert und niemand wüsste, ob er tatsächlich der schnellste Läufer ist. Wahrscheinlich würde es ihm selbst auch keinen Spaß mehr machen. Man wird den Energieverlust des Wettbewerbes, durch Planung wohl nur etwas abmildern können. Ohne Wettbewerb könnte man zwar Energie sparen, aber es würde auch die Haupt Energiequelle unserer Wirtschaft, die Arbeitskraft der Menschen, weitaus mehr verringern als eingespart werden könnte. Es kämpft zwar nicht die Leber gegen die Milz um Marktanteile. Aber vielleicht herrscht innerhalb der Leber eine Art Wettbewerb. Damit die einzelnen Zellen und damit auch das Organ leistungsfähig bleiben. Zudem darf Energie nicht von wenigen Machthabern übermäßig gesteuert werden. Einer muss des anderen Diener sein, dadurch wird Energie im richtigen Maß zugeteilt. Nur so wird Machtmissbrauch verhindert und das Ganze bleibt anpassungsfähig und effizient.

Werden aus der richtigen Mischung aus Wettbewerb und Planung die Wünsche und Energieflüsse von Mensch und Gesellschaft gesteuert, so ergibt das höhere Effizienz, als bei reinem Wettbewerb oder bei reiner Planwirtschaft. Doch es gibt noch eine dritte, höchst effiziente Möglichkeit der Steuerung, die Nächstenliebe. Wo beim Wettbewerb immer eine Kraft eine Gegenkraft überwinden muss und wo Planung den Menschen von außen steuern will und damit zu wenig eigene Wünsche erzeugt und berücksichtigt, führt Nächstenliebe direkt zum Ziel aller Tätigkeiten - Menschen glücklich zu machen. Allerdings kann Liebe nicht von außen befohlen werden, sie muss von jedem selbst ausgehen. Noch ist die Menschheit wohl nicht fähig dazu, im Ganzen entwickelt sie sich aber in diese Richtung. Allerdings ist es mit der Nächstenliebe wie mit Planung und Wettbewerb auch, in Reinkultur ist sie kaum vorstellbar. Das Leben selbst, benutzt diesen Weg nur in eng begrenzten Kreisen, etwa bei frisch Verliebten oder innerhalb eines Körpers bei der Zusammenarbeit der Organe. In der sichtbaren Welt würde reine Nächstenliebe nicht zu höchster Leistungsfähigkeit führen. Es wäre als würde man zwar mehrere Wettläufer auf die Rennbahn schicken, anschließend aber allen eine Goldmedaille umhängen, auch dem Langsamsten. Die Gesellschaft würde nur vage erfahren wer der geeignetste Bewerber ist, denn völlige Liebe will den anderen nicht übertrumpfen, weil sie zu sehr auf seine Gefühle achtet. Dem Leben als Ganzes würde diese reine Nächstenliebe schaden. Das Leben besteht nun mal aus angenehmen und unangenehmen Gefühlen, es wird nie gelingen und ist unnatürlich, die unangenehmen völlig auszuschalten. Vielmehr ist es so, dass es die einen ohne die anderen nicht mehr gibt, weil sie nicht mehr zu erkennen sind. Wettbewerb, Nächstenliebe und Planung sind wohl Grundprinzipien des Lebens. Nicht erst seit es Menschen gibt, sondern seit Anbeginn des Lebens überhaupt führen sie zu Fortschritt.

Wären die ersten Lebewesen mit ihrem Zustand zufrieden gewesen, hätte es keinen Grund gegeben die Strapazen der Weiterentwicklung auf sich zu nehmen. Doch das Leben wollte mehr, es wollte sich ausbreiten, sich vermehren und wachsen, deshalb musste es in seinen Individuen, durch den Druck des Wettbewerbes die richtigen Wünsche erzeugen. Dort wo sich viele Lebewesen tummelten, entstand Wettbewerb, so entstand Druck nach neuen energiereichen Plätzen zu suchen, außer man konnte die vorhandene Energie besser nutzen als andere. Für beides musste man fit genug sein. Wer in diesem Wettbewerb der Entwicklung zurückblieb, wurde früher oder später von anderen verdrängt. So blieben immer die Fittesten übrig, das heißt, die die ihre überschüssige Energie richtig investierten. Beim Wettbewerb in Reinkultur bleibt in einem mörderischen Kampf nur der Brutale am Leben. Die effizientere Möglichkeit ist jedoch, nicht alle Arten der Energieaufnahme und Verarbeitung alleine zu bewältigen, sondern sich mit anderen zu verbinden, was Spezialisierung ermöglicht. Spätestens mit dem Entstehen der ersten Symbiose war, zumindest langfristig, nicht mehr der Stärkste der mit den besten Überlebenschancen, sondern derjenige, der die besten Partnerschaften hatte und damit die beste Energiebilanz. Diese Partnerschaften sind die Verbindung von Wettbewerb und Nächstenliebe und ein klein wenig geschieht innerhalb der Partnerschaft auch Planung. Die Natur lernte, dass Wettbewerb zusammen mit der Liebe, also gegenseitiger Unterstützung, einen effizienteren Fortschritt ermöglicht. So ist auf lange Sicht Überleben und Wachstum, nur mit den Partnern und nicht gegen sie möglich. Was zählt, ist die Effizienz der Gemeinschaft, zum Wohle der Einzelnen. Die Vielfalt der Arten stabilisiert die Natur. Nur alle zusammen bilden ein funktionierendes Ganzes. Jeder übermäßige eigene Vorteil zu Lasten der Gemeinschaft, verringert deren Effizienz und wird dadurch langfristig zum Überlebensrisiko.

Die Anzahl der Lebewesen steigerte sich immer mehr, doch wie viele Arten es auch wurden, es musste immer ein Gleichgewicht herrschen. Die Pflanzen, quasi der Mund und das Verdauungssystem des Lebewesens Natur, nehmen die Sonnenenergie auf und wandeln sie in Nahrung um. Die pflanzenfressenden Arten übernehmen einen Teil der Energie und leiten sie dadurch weiter. Viele Arten unterstützen die Pflanzen bei ihrer Arbeit und erhöhen deren Effizienz ganz entscheidend. Doch müssen die pflanzenfressenden Arten reguliert werden, damit sie die Pflanzen nicht zu sehr dezimieren. Arten die sich stark vermehrten und damit zur Gefahr für das Ganze wurden, stellten selber ein übergroßes Energiepotenzial dar. Ihnen erwuchsen Gegenkräfte in Form von Schmarotzern, Raubtieren und Krankheitserregern, die dieses Energiepotenzial für sich nutzen wollten. Die zu stark gewachsenen Arten wurden dadurch dezimiert oder mussten Abwehrkräfte bereithalten, das verringerte ihren Energieüberschuss. Gegenkräfte begrenzen damit die Macht der Arten und verhindern, dass sie für die Gemeinschaft Schaden anrichten. Somit ist das Raubtier nicht der böse Täter, sondern die Folge von Machtmissbrauch. So wie auch Gefängnis und Polizei die Folge von gemeinschaftsschädlichem Verhalten sind.

Wenn die Zeiträume lang genug sind, ersetzen Versuch und Fehler die Planung. Arten die das System belasten, schwächen ihre Partner, dadurch verringern sie die gemeinsame Effizienz und erhöhen die Wahrscheinlichkeit selbst auszusterben.

Effizientere Energienutzung ist das Prinzip des Lebens und wirkt überall. Von der kleinsten Zelle, dem Urzeit Riesen oder der Hightech Firma, genauso wie überall in der Natur und der ganzen Evolution. Das verblüffende dabei ist, die Intelligenz, mit der die Abläufe im Inneren eines jeden Systems gesteuert werden. Der Kontakt der Individuen untereinander und die zwangsläufige Beteiligung am Energiefluss, bevorzugt auf Dauer nur Verhalten, das der Gemeinschaft Vorteile bringt. Effiziente Energienutzung heißt immer gegenseitige Unterstützung, das ermöglicht Spezialisierung und die erweitert die Möglichkeiten für die Gemeinschaft. Durch die gestärkte Gemeinschaft geht es in der Folge auch den Einzelnen besser. So ist unsere Erde eine Gemeinschaft, die sich durch Kraft und Gegenkraft der vielen Lebewesen, in einem dynamisch stabilen Zustand hält. Wenn es auch im Alltag wie ein Kampf erscheint, so ist es doch nur zum Wohl des Ganzen. Letztlich ist aber auch, der, in unseren Augen manchmal zu aggressive Wettbewerb der Natur, eine Tatsache die anerkannt werden muss. Das Leben als Ganzes, findet den Weg, der am besten seinen Zielen entspricht.

Alle Lebewesen eines Ökosystems sind zusammen ein funktionierendes System. Jedes Einzelne ist ein spezialisiertes Teil davon, das nur im Zusammenspiel mit anderen überlebensfähig ist. Spezialistentum erfordert Vertrauen, weil die einzelnen lebenswichtige Fähigkeiten aufgeben und sich darauf verlassen, dass andere Spezialisten diese Tätigkeiten für sie übernehmen. Die Vorteile der Spezialisierung nutzen auch die Spieler einer Fußballmannschaft. Sie sind auf eine Position spezialisiert, dadurch werden sie in ihrer Funktion effizienter und dadurch wird die Mannschaft als Ganzes leistungsfähiger.

Die Gemeinschaft verlässt sich auf ein bestimmtes Verhalten ihrer Mitglieder, bei Machtmissbrauch muss die Gemeinschaft Gegenkräfte bereitstellen. Dadurch verursachen Verbrecher Energieverlust, weil ihnen ein Rechtssystem und Polizisten entgegengestellt werden müssen. Das schwächt die Gemeinschaft und verringert die verfügbare Energiemenge für die Mitglieder. Gäbe es eine Gemeinschaft deren Mitglieder auf Machtmissbrauch verzichten könnten, würde den Gegenkräften die Energiequelle entzogen und diese Gemeinschaft damit effizienter. Auf Machtmissbrauch zu verzichten heißt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, deinen Partner, deine Firma, deinen Staat, die Welt, aber auch deine Organe, deine Zellen und alle Lebewesen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist damit ein Satz, der die Effizienz wie kein anderer steigern kann. Wir selbst wollten ja auch nicht, dass unsere Hand mit den Zähnen streitet und die beiden sich gegenseitig verletzen, zumindest aber im gegenseitigen Kampf, Energie vernichten. Nur wo Machtmissbrauch stattfindet, ist eine begrenzende Gegenkraft nötig, allerdings ist es schwierig zu beurteilen, was Machtmissbrauch ist. Wo Mitglieder einer Gemeinschaft Wünsche haben, die nicht mit denen der Gemeinschaft übereinstimmen, bedeutet das Energieverlust und das kann das ganze System in eine gefährliche Situation bringen. Das Ziel ist eine harmonische, gerechte Verteilung von Vorteilen und Belastungen zwischen den Individuen der Gemeinschaft.

Die zu Organen und Körperteilen spezialisierten Zellen des Menschen, können selbst nur überleben, wenn sie den gemeinsamen Körper unterstützen. Ein Arbeiter kann nicht dauerhaft gegen die Wünsche seiner Firma verstoßen. Eine Firma kann nicht dauerhaft gegen die Gesetze (Wünsche) seines Landes verstoßen. Kein Land kann auf Dauer gegen die Wünsche der restlichen Weltbevölkerung verstoßen. Die Gattung Mensch kann langfristig nicht gegen den Wunsch der Natur verstoßen. Die Religionen suchen nach dem Wunsch dessen, was wir Gott nennen. Doch nicht nur die Religionen, auch die restliche Welt ist ein Produkt dieses Wunsches. Religionen, alle Wissenschaften und Berufe sind somit keine Gegensätze. Sie alle schwimmen im gleichen Fluss und sind auf der Suche nach günstigen Strömungen, um von ihnen unterstütz und glücklich zu werden.

Die Grundlage von allem ist Energie. Alles Streben, egal ob Firma, Mensch oder Insekt ist von Energiegewinnung bestimmt. Die Lebewesen, besonders der Mensch, hat die Macht diese Energie nach seinen Wünschen einzusetzen. Doch nur wer seine Wünsche auf das Wohl der Gemeinschaften ausrichtet, trägt zu deren Verbesserung und damit zu dauerhaftem Glück von sich selbst bei. Die Menschheit hat besonders viel Macht und kann dadurch in besonderem Maße ein Segen oder eine Plage für alle sein. Kurzfristig kann durch Druck, Übervorteilung, Verbrechen, und Ähnliches, der Energiefluss ins eigene Leben verstärkt werden. Doch das steigert nicht die Effektivität der Weltgemeinschaft, sondern leitet nur den Energiefluss um und bringt letztlich Schaden für alle. Wir sollten unser Verhalten auf das Wohl des Ganzen ausrichten, nicht erst wenn uns Leidensdruck dazu bringt, sondern immer sollten wir das Nötige tun bzw. unterlassen. Denn wer nur auf Druck reagiert, hat bereits Energieverlust und dadurch Leiden erzeugt.

Das höchste Ziel das irdische Lebewesen erreichen können, ist gesund (körperlich) und glücklich (geistig) zu sein. Das setzt ausreichende Energieversorgung voraus, was Anpassung an die Umwelt bedeutet, das bedeutet Optimierung von Information. Jedoch, für Anpassung gibt es keinen Endzustand. Weil jedes Lebewesen Teil des Ganzen ist, hat sich das Ganze mit der Anpassung einer Art oder auch nur eines Individuums, wieder etwas verändert. Wie in der Entwicklung des Lebens als Ganzes, ist auch das glücklich sein in uns kein statischer Zustand. Denn die schönste Situation wird zur Qual, wenn sie nur lange genug anhält. Nur die Veränderung, der Wechsel der Gefühle führt zu einer ausgewogenen Gefühlswelt. Körper und Gefühl des Menschen sind noch immer an die Lebensweise der Jäger/ Sammlergesellschaft angepasst. Die bestritten ihren Lebensunterhalt mit wenig Zeitaufwand, allerdings schwankte die Nahrungsversorgung vom Überfluss zur Hungersnot. Wetter, Jahreszeiten, Feinde und Anstrengung waren hautnah zu spüren. Überfluss konnte man nur sofort genießen, weil es wenig Möglichkeiten zur Nahrungsspeicherung, außerhalb des eigenen Körpers, gab. So unangenehm die schlechten Gefühle auch sein mögen, nur durch sie sind die Schönen erkennbar. Da wir heute vor vielen unangenehmen Gefühlen verschont bleiben, werden die angenehmen nur durch Steigerung oder Änderung wahrgenommen. Das, und der Wettbewerb um Statussymbole sowie überhöhtes Sicherheitsbedürfnis, treiben uns in einen Fortschritt der viel Energie verbraucht. Trotz der vielen Energie, die durch unser Leben fließt und der Überwindung energievernichtender Kriege und Krankheiten, sind wir nicht eher in der Lage glückliche Menschen zu sein, als „primitive“ Naturvölker.

Die Wurzeln der Zivilisation

Der Mensch bezieht seine Energie üblicherweise aus Nahrung. Diese Energie kann zur weiteren Nahrungsbeschaffung verwendet werden. Irgendwann begannen die Menschen, mehr als unmittelbar nötig in den Vorgang der Nahrungssuche zu investieren, angetrieben vom Wunsch ihn zu vereinfachen, sicherer oder effektiver zu machen. Sie hatten Erfolg damit, es entstanden Speer, Netz und erste Werkzeuge. Damit ausgerüstet konnte ein einzelner Mensch fünf, zehn oder noch mehr Menschen mit Nahrung versorgen. Die freigewordene Arbeitskraft der anderen, konnte zur Herstellung von weiteren hilfreichen Gütern genutzt werden. Sie konnten die Methoden zur Nahrungsbeschaffung weiter verbessern und Kleidung und Häuser als Wetterschutz (Energieeinsparung) bauen. Das Spezialistentum war geboren. Ein Mensch, der sich selbst um Nahrung, Kleidung, Hausbau, Werkzeuge, usw. kümmern muss, wird nie die Fähigkeiten erreichen, wie jemand, der sich auf nur eine dieser Arbeiten konzentrieren kann. Wer sich spezialisiert, kann auf seinem Fachgebiet mehr Wissen und Können erreichen. Auch lohnt sich die Anschaffung oder Herstellung von speziellen Werkzeugen. Spezialisierung bzw. Arbeitsteilung erfordert Wirtschaftsgemeinschaften. Jeder arbeitet für die anderen mit, im Vertrauen auch von diesen versorgt zu werden. Wenn die Gemeinschaft groß genug ist, können Waren auf Vorrat hergestellt werden, da immer jemand da ist, mit dem man das hergestellte Gut gegen Lebensmittel oder sonstiges eintauschen kann. Tauschhandel hat aber gewisse Nachteile. Wer beim Schmied eine Axt haben will, muss etwas zum Tausch anbieten können, das der haben möchte. Ist das nicht der Fall, wird man die Axt nicht bekommen. Deshalb kamen irgendwann universelle Tauschmittel in Gebrauch, beispielsweise Gold. Wer dieses schöne Metall besitzt, weiß dass er immer jemanden findet, mit dem er es gegen Güter jeder Art eintauschen kann. Da genug Menschen auf seinen Wert vertrauen, wird dieses, ansonsten nicht besonders nützliche Metall, kostbar. Hätte ein König im Mittelalter von bunten Papierscheinen behauptet, sie hätten einen bestimmten Wert, so hätte er wahrscheinlich keinen Bauern dazu bewegen können, seine Kuh gegen einen solchen Papierschein einzutauschen. Hätte es sich dann aber herumgesprochen, dass man beim König diesen Papierschein wieder gegen einen vergleichbaren Wert zurücktauschen kann, so wäre wohl nach einiger Zeit das Vertrauen in die Scheine gewachsen und sie hätten damit einen Wert erhalten. Der Geldwert ist der Kredit vom Tauschenden, der sein Vertrauen zeigt, indem er seine Arbeit und sein Gut gegen den Schein tauscht.

Woher kommt der Wert des Geldes

In jedem kaufbaren Produkt ist Arbeitskraft enthalten. Geld ist gespeicherte Arbeitskraft und somit ist ein Kauf/Verkauf, ein Energietausch. Bedingt durch den Wunsch vom Käufer, etwas zu kaufen/besitzen und vom Verkäufer Geld zu bekommen. Wahrscheinlich möchte der Verkäufer das Geld, weil er damit etwas kaufen kann, das er selbst nur mit höherem Energieaufwand herstellen könnte. Geld ist somit eine Art Energieträger, aber nur ein virtueller, denn es enthält keine Energie, sondern nur das Vertrauen, dass man sich damit einen Vorteil ertauschen kann. Wie jeder Energieträger, so hat auch Geld bestimmte Eigenschaften und diese Eigenschaften tragen in zunehmendem Anteil, zu den unnatürlichen menschlichen Entwicklungen bei. Je größer der Käufer den Vorteil eines Produktes für sich einschätzt, desto höher der Preis, den er zu zahlen bereit ist. Der Ursprung der Energie ist die Sonne. Ihre Wärme und Licht ermöglichen das Wachstum von Pflanzen und die darin gespeicherte Energie dient uns als Nahrung. Diese Nahrung wird durch unser Verdauungssystem verwertbar gemacht und ermöglicht es eine gewisse Menge Energie und damit Arbeitskraft zur Verfügung zu haben. Aus dieser Arbeitskraft entstehen Dienstleistungen und Produkte die gegen Geld erworben werden können, um Bedürfnisse und Gefühle des Käufers zu befriedigen. Die Kette, in deren Verlauf Geld als Tauschmittel seinen Wert bekommt, beginnt damit bei der Sonne und endet in Gefühlen des Käufers.

Der Mensch hat im Laufe der Evolution gelernt, durch vergleichsweise wenig Energieaufwand in Form von Nachdenken eine Menge andere Energie zu sparen. Durch Nutzung vorhandener Energien (Sonnenenergie, Nutztiere, Erdöl, usw.), sowie durch Spezialisierung und damit wirkungsvollerem Energieeinsatz, konnte die frei verfügbare Energiemenge erweitert werden. Spezialistentum ist aber nur in Zusammenarbeit mit anderen möglich, d. h. es muss Handel betrieben werden. Der Tauschhandel mit Geld, ist wesentlich energiesparender als reiner Warentausch und brachte wiederum einen Energievorteil. In der Geschichte der Zahlungsmittel war und ist das Energiesparen ein wichtiges Argument. Über verschiedene Materialien und Formen sind wir heute beim leicht herzustellenden und zu transportierenden Papiergeld, bei Scheckkarten und E-Geld angelangt, die einigermaßen fälschungssicher, genug Vertrauen in ihre Werthaltigkeit genießen.

Der Wert des Geldes

Neu eingeführtes Geld hat eigentlich gar keinen Wert. Wenn die Bürger des Landes, in dem das Geld eingeführt wird, Güter herstellen wie Hämmer, Autos, Gedichte oder Gesundheitsbehandlung und bereit sind diese Güter gegen das neue Geld zu tauschen, so geben sie diesem Geld damit einen Wert. Je mehr Menschen Waren oder Dienstleistungen gegen das neue Geld anbieten und daran glauben, dass mit dem neuen Geld gute und günstige Waren zu bekommen sind, desto größer wird das Vertrauen, die Nachfrage und damit auch der Wert des Geldes sein. Das Geld bekommt seinen Wert erst durch die Produkte, die man damit kaufen kann. Ähnlich einem Gutschein von einem Warenhaus, in dem es mehr oder weniger gute Waren gibt. Gibt es tausend Scheine der Währung und zu kaufen gibt es nur einen einzigen Speer, so wird ein einzelner Schein sehr wenig Wert haben. Denn wer viele Geldscheine hat, wird sie gerne für den Speer geben, da er sonst nichts dafür bekommt. Wenn es andersherum nur wenige Scheine gibt, aber eine Menge begehrter Waren, wird der Wert der einzelnen Scheine schnell steigen. Das Verhältnis der angebotenen Waren (und deren Qualität) zur Geldmenge ist also entscheidend für den Wert des einzelnen Scheines. Wenn es nur ein einziges schönes Bild für das neue Geld zu kaufen gibt, so repräsentiert dieses eine Bild fast den gesamten Wert aller Scheine. Aber nur fast, denn auch die Erwartung, der Maler könnte weitere Bilder malen, gibt den Scheinen einen gewissen Wert. Wer weitere eventuelle Bilder kaufen möchte, braucht wieder diese Scheine. In der Praxis werden jeden Tag unzählige Produkte hergestellt und verbraucht, die eine Währung mit Wert füllen und entladen. Die Summe des Geldes steht für den Wert, der sich im Umlauf befindenden Produkte und Dienstleistungen. Letzten Endes sind es aber nicht die Produkte die dem Geld seinen Wert verleihen, sondern die Gefühle, die diese Produkte auslösen. Nur der Wunsch nach angenehmen Gefühlen, setzt die Energiekette von Handlung, Produkt und Geld in Gang.

Angebot und Nachfrage

Wie teuer ein Gegenstand ist, hängt von Angebot und Nachfrage ab. Beides hängt davon ab, was für die Herstellung geleistet werden muss und welchen Vorteil sich der Käufer von diesem Gegenstand verspricht. Der Preis wird davon bestimmt, wie groß der Wunsch ist, das Produkt zu besitzen. Ist das Angebot gering, ist es offenbar sehr aufwändig diesen Gegenstand bereitzustellen, vielleicht ist er schwierig zu finden/ transportieren. Oder es ist besonderes Wissen oder Werkzeug nötig, das man sich erst mit Energieaufwand aneignen muss, um diesen Gegenstand bereitstellen zu können. Das Angebot wird bestimmt von der Möglichkeit der Herstellung und dem zu erwartenden Lohn.

Ist die Nachfrage groß, so sind die Herstellungskosten höher als der Kaufpreis. Oder anders ausgedrückt: Der Kaufpreis beinhaltet weniger Energie, als das selber Herstellen oder Besorgen. Da wir alle Energiesparer sind, werden wir nur eine möglichst geringe Menge Geld (gespeicherter Arbeitskraft) abgeben, um z. B. eine Flasche Wasser einzutauschen. Wird die geforderte Menge Geld zu hoch, ist es einfacher, das Wasser selbst zu schöpfen. Produkte und Dienstleistungen werden (normalerweise) nur gekauft und verkauft, wenn dadurch ein Energiegewinn bei beiden Partnern entsteht. Dieser Energiegewinn ist es, auf den sich unser Reichtum gründet.

Kaufen heißt Geld gegen Vorteil tauschen

Dem Käufer wird Arbeit abgenommen, also ein persönlicher Vorteil geboten und dafür zahlt er eine gewisse Menge Geld. Wer viel Geld bekommen möchte, muss einen entsprechenden hohen Vorteil anbieten. Er muss einen Vorsprung in Wissen und/oder Können bieten den andere (noch) nicht bieten können, beispielsweise einen besonders guten Speer zur Jagd oder ein extra schönes Auto. Da er einen besonders hohen Lohn dafür bekommt, werden andere versuchen sein Produkt nachzuahmen, um einen ähnlich hohen Lohn einzustreichen. Das vergrößert das Angebot, also den Wettbewerb unter den Anbietern und lässt den Preis sinken. Dadurch verringert sich die Gewinnspanne für den einzelnen Anbieter, außer es wurden rechtzeitig Technik und Wissen so erweitert, dass er wiederum ein vorteilhafteres Produkt anbieten kann.

Was ist Geld?

Geldscheine sind eigentlich Gutscheine für Nettigkeiten. Der Besitzer von Geld hat damit den Nachweis, dass er jemandem einen Vorteil erbracht hat, dass er dessen Wünsche erfüllt hat, dass er nett zu ihm war (so sollte es zumindest sein). Und da er Nettigkeiten gegeben hat, soll er auch wieder welche bekommen. Er kann seinen Schein gegen Nettigkeiten von Anderen tauschen. Die Anderen fördern im Tausch Bodenschätze und verarbeiten sie zu einem Auto. Das ist doch mal nett von denen. Da ist man doch auch gern wieder nett, um so einen Nettigkeitsnachweißschein zu bekommen. Ein paar Minister überlegen was man noch verbessern könnte, z. B. Straßen bauen und wo es Unklarheiten gibt, da stellen sie Regeln auf. Das hilft allen. Da zahlt man gern ein paar Nettigkeitsscheine als Steuern dafür. So nett könnte die Welt des Geldes sein. Wenn sie nicht durch Raffgier verunstaltet wäre bzw. wenn das System so funktionieren würde, dass es nur Nettigkeiten belohnt und alles andere unattraktiv macht. Der reichste Mensch sollte deshalb reich sein, weil er am meisten Glück verbreitet. Dazu gehören die Fähigkeit und der Wunsch andere glücklich zu machen. Geld ist das Blut des gesellschaftlichen Kreislaufes, es verbindet die Menschen untereinander. Durch Geld tauschen wir Arbeit und Gefühle miteinander aus. Es ist ein Transportmedium. Geld ist ein wenig wie Gefühl und Liebe. Durch geben von Geld kauft man Zuwendung und Zuwendung ist eine Art von Reichtum. Reichtum heißt, vom Energiestrom durchflossen werden. Der Energiestrom kommt von der Sonne, wird von den Pflanzen in eine für uns nutzbare Form umgewandelt und durchfließt uns. Dabei hält er uns am Leben. Er ermöglicht gewisse Freiheiten und angenehme Gefühle. Der Energiestrom sucht und findet die besten Energieleiter. Reichtum ist geben und nehmen von Gefühlen. Voraussetzung sind möglichst effektive Verbindungen, die Energie mit geringen Reibungsverlusten fließen lassen. Verbindungen und Energiefluss sind das Wichtigste für den Reichtum, egal ob Firma, Natur, Staat, Gehirn oder Stoffwechsel.

Investition

Will sich ein Selbstversorger spezialisieren, so geht das nur langsam. Nötige Kenntnisse, Ausrüstung und Bekanntheitsgrad bei Kunden müssen erst erworben werden, das heißt, er muss erst einmal Energie investieren. Hat er diese Energie nicht auf Vorrat (in Form von Lebensmitteln oder Geld), so kann er sich jemanden suchen der ihm das Geld, als Leihgabe überlässt. Nun kann er wesentlich schneller an sein Ziel kommen. Es besteht das Risiko für den Verleiher dass er das Geld nicht zurückbekommt, selbst wenn Sicherheiten vorhanden sind, außerdem ist Verwaltungsaufwand nötig. Eventuell hat das Geld nach einer Zeit, durch Inflation an Wert verloren, also wird er für den gebotenen Vorteil einen Zins verlangen. Der Zins ist das Argument, das den Verleiher dazu bringt, sein Geld wegzugeben und nicht selbst damit zu arbeiten. Zins führt dazu, dass die gespeicherte Energie, in Form von Geld, seinen effektivsten Verwender findet. Der Verleiher gibt sein Geld an andere, wenn er die Zinseinnahmen höher einschätzt, als den möglichen Gewinn seiner eigenen Ideen.

Eine andere Möglichkeit ist es den Verleiher zu beteiligen. Je nach Höhe seiner Investition gehört ihm ein gewisser Anteil der Ausrüstung und des Ertrages. Der Verleiher ist Aktionär geworden. Falls er sich an einer aussichtsreichen Tätigkeit beteiligt, so wird es andere geben, die ihm seine Anteile abkaufen möchten und er kann sich über Spekulationsgewinne freuen. Erweist sich die Arbeit aber als Flop, muss er um seine Einlagen bangen und kann sie, wenn überhaupt, nur mit Verlust verkaufen. Der Preis für eine Aktie richtet sich nach der Höhe des erwarteten Gewinns.

Reichtum

In manchen Kulturen gilt es als schön, dick zu sein. Es signalisiert Reichtum in einer ursprünglichen Form. Bei uns ist es eher ein dickes Bankkonto oder dessen Auswirkungen wie Autos oder Luxusgüter. Es zeigt, dass der Besitzer einen Energieüberschuss erwirtschaften kann. Er ist anscheinend durch Klugheit, Geschick oder Kraft in der Lage mehr „Beute“ zu machen als er verbraucht. Wer ihn zum Freund oder Partner hat, wird mehr davon profitieren, als von einem „Hungerleider“. Eine Gruppe in der viele „gute Beutemacher“ sind, wird einen hohen Energieüberschuss haben. Wenn dieser Energieüberschuss klug eingesetzt wird, kann er weiter vergrößert werden. Einerseits kann Energie gespart werden (z. B. durch ein wärmendes Fell), andererseits können neue Energiequellen zugänglich gemacht werden, z. B. durch Jagdwaffen, Werkzeuge, Nutztierhaltung oder Wasserkraft. Dadurch kann sich der Energieüberschuss immer weiter aufschaukeln. Der Mensch muss selbst nur rel. wenig Energie einbringen. Er kann Sonnenenergie und die Kraft der Natur nutzen, um eine große Menge verwertbarer Energie in Form von z. B. Getreide zu erzeugen, das zudem noch gelagert werden kann. In einem Land in dem hohe Effektivität erreicht wird, sind die Energieüberschüsse der einzelnen Menschen und Gruppen hoch. Hohe Energieüberschüsse erzeugen über kurz oder lang neue Angebote und Wünsche, was Vielfalt, Menge und Qualität der Produkte erhöht. Im Nachbarland wo das alles weniger ausgeprägt ist, sind die Waren wahrscheinlich weniger gut und einige Dinge gibt es gar nicht. Will jemand aus dem Nachbarland die besseren Waren kaufen, wird er sein Geld umtauschen müssen. Nach dem Geld des spezialisierten Landes steigt die Nachfrage, dadurch steigt sein Wechselkurs. Weil mit diesen Tauschgutscheinen bessere oder besondere Waren gekauft werden können.

Der Reichtum einer Gemeinschaft ist hauptsächlich das, was die Menschen dieser Gemeinschaft herstellen. Diese Gemeinschaft erzeugt mehr, deshalb hat sie mehr. Ein durchschnittlicher Verbraucher, kann nur so viel Waren und Dienstleistungen aus dem Warenkreislauf entnehmen, wie durchschnittlich ein Einwohner in den Warenkreislauf einbringt. Da wir in einer arbeitsteiligen Welt leben, produziert jeder nur eine oder wenige der benötigten Waren selbst. Durch den Austausch kann er aber von allen Waren etwas bekommen, um das zu erleichtern, wird das Produzierte mit Geld bewertet. Bekommt also jemand aus dem gemeinsamen Topf ein Produkt wie Computer oder Kleidung, dann muss er Produkte mit gleichem Wert einbringen, sonst sinkt der durchschnittliche Reichtum. Niemand darf mehr bekommen als er herstellt bzw. als Vorteil einbringt, sonst ist er überbezahlt und schmälert den Reichtum der restlichen Gemeinschaft. Wir haben nur das, was wir uns gegenseitig geben. Wenn wir mehr Waren konsumieren wollen, dann geht das nur, wenn wir auch mehr herstellen. Wenn wir mehr herstellen und damit Geld verdienen wollen, dann geht das nur, wenn auch mehr konsumiert wird. Beides, Herstellung und Konsum, kann nur gegenseitig gesteigert werden, entweder durch bessere Energienutzung oder durch verstärkten Energiezufluss. Es kann nur mehr getauscht werden, wenn mehr Energie in Form von Arbeitskraft eingebracht oder durch bessere Technik und Organisation wirkungsvoller genutzt wird. Wir tauschen Arbeitszeit, weil der andere für die gleiche Arbeit weniger Zeit braucht, dadurch entsteht bei jedem Tausch ein Zeitgewinn. Aus diesem vielfachen Zeitgewinn entsteht unser Reichtum. Die Zahl der hergestellten Produkte je Arbeitsstunde kann erhöht werden, indem mehr oder besser organisierte Energie eingesetzt wird. Wenn unsere Gesellschaft mehr herstellen möchten, so geht das, wenn wir effektiver werden und das geht am besten wenn wir uns gegenseitig mehr unterstützen und alles vermeiden was die Herstellung behindert. Betrug, Egoismus, Machtmissbrauch, Manipulation usw. erhöhen die Summe der hergestellten Produkte und damit unseren Reichtum nicht im Geringsten, auch wenn Einzelne davon profitieren und als erfolgreich gelten.

Wenn ein Gebäude zerstört wird und hundert Arbeitskräfte für den Wiederaufbau gebunden werden, dann sinkt der Reichtum des Landes um die Arbeitskraft der hundert Menschen. Auch wenn das Bruttosozialprodukt dadurch steigt. Wenn ein Gesetz 99 Arbeitskräfte bindet, dann sinkt ebenfalls der Reichtum des Landes. Wenn aber dieses Gesetz die Zerstörung des Gebäudes verhindert, dann bringt es einen Energievorteil. Wenn ein Mensch im Lotto gewinnt und nichts mehr arbeitet, dann sinkt der Reichtum des Landes. Wenn aber das Lottospiel den Menschen so viel Freude macht und sie die Aussicht auf Reichtum so motiviert, dass sie erst deswegen arbeiten gehen, dann steigert das den Reichtum.

Wir haben eine begrenzte Menge Energie zur Verfügung, welche Produkte wir zu welchem Preis erzeugen hängt von unseren Wünschen ab. Wird ein Produkt mehr gewünscht, wird es mehr produziert, eventuell steigt sein Preis wegen hoher Nachfrage. Langfristig aber sinkt der Preis dieses Produktes, weil mehr Energie in seine Entwicklung fließt und dadurch der Fortschritt bei ihm schneller abläuft. Durch unsere Wünsche steuern wir wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt. Unsere Wünsche lenken, in was am meisten Energie investiert wird und damit welche Produkte wie günstig erzeugt werden können.

Irgendwie ist es seltsam dass der Energiefluss stockt, obwohl es immer offene Wünsche gibt und auch genug Menschen, die gern arbeiten würden. Es könnten also durchaus mehr Produkte und Dienstleistungen bereitgestellt werden. Es fehlt weder die nötige Arbeitskraft noch der Wunsch nach Waren und Dienstleistungen. Was fehlt, sind die passenden Verbindungen durch die der Energiefluss zustande kommt oder aber diese Verbindungen verbrauchen zu viel Energie. Wenn die Waren nicht getauscht werden, dann ist entweder der Wunsch des Käufers nicht groß genug oder der vom Verkäufer geforderte Preis zu hoch. Vielleicht ist aber auch die Verbindung von beiden das Problem. Vielleicht geht auf dem Weg dazwischen zu viel verloren, wie in einer schlecht leitenden Stromverbindung. Die vorhandene (Arbeits-) Energie könnte besser fließen, wenn die Gesellschaft ihre inneren Blockaden, die gesellschaftlichen Energievernichter abbauen könnte. Früher waren es die weiten Wege und die schlechten Transportmöglichkeiten, die den Warentausch teuer machten. Das verbraucht heute immer weniger Energie, auch Verbrechen und Handelsbeschränkungen konnten vermindert werden. Heute sind es eher Gier und Machtmissbrauch der Menschen, falsche Verteilungsmechanismen, sowie die Zwangsabgaben. Nicht dass Steuern, Sozialabgaben, usw. schlecht oder dumm wären, doch wenn das Kräftegleichgewicht nicht stimmt, dann pendeln sie sich nicht auf den optimalen Preis ein. Das heißt, wenn wir einen Rennwagen wollen, dann muss jedes Teil optimiert werden. Nur so bekommt man einen Staat, der das Leben leicht macht. Weil Zwangsabgaben nicht, wie jedes andere Produkt möglichst vorteilhaft sein müssen um „gekauft“ zu werden, entziehen sie übermäßig viel Energie. Außerdem fehlt ihnen mangels Wettbewerb der gesunde Druck zu Weiterentwicklung.

Gibt es auf dem Markt eines Landes oder der Welt ein Produkt besser oder billiger, dann fließen die Waren wie in einem Gefälle zu den Menschen die von diesem Produkt erfahren und es wünschen. Im Austausch fließt Energie in Form von Geld zurück. Dieses Fließen geht so lange, bis die einen keine Waren mehr möchten oder die anderen das Geld nicht mehr wünschen. Das wird aber wohl nicht der Fall sein, denn für das Geld können sie in Zukunft wieder Waren oder Dienstleistungen zurückfordern. Die Verkäufer wollen höchstens mehr Geld für ihre Waren, das verringert das Gefälle.

In manchen Ländern tauschen die Menschen mehr Produkte und Dienstleistungen als in anderen, diese Länder werden dann als reich bezeichnet. Die Umrechnung von Produkten in Geld, erfolgt nach den Wünschen der Menschen. So kann ein Lied mehr wert bekommen als eine große Menge Nahrungsmittel, je nachdem wie sehr etwas gewünscht, bzw. vermisst wird. Geld bekommt seinen Wert durch das Vertrauen und die unbefriedigten Wünsche der Menschen. Wären mit einemmal alle Wünsche dauerhaft befriedigt, hätte Geld keinen Wert mehr. Der Preis zeigt die Größe und Anzahl der offenen Wünsche einer Gesellschaft.

Um die ursprünglichen Produkte herum, wachsen immer neue. Wie etwa technische Unterstützung, aber auch Verwaltung, das Rechtssystem, Forschung und andere Unterstützende. Alles was dazu beiträgt, dass sich Anzahl und Qualität gewünschter Produkte erhöht, trägt zur Erhöhung des Reichtums bei.

Unser Reichtum entspricht genau der eingehenden Energiemenge, die in unsere Wünsche umgewandelt wird, abzüglich der Verluste beim Umwandlungsprozess. In der belebten Natur ist Reichtum, die Anzahl der Lebewesen. Diese Anzahl strebt ein Gleichgewicht mit der eingehenden (Sonnen-) Energie an. Oft kann aber nur ein Teil der Energie genutzt werden, weil im Umwandlungsprozess wichtige Zutaten fehlen, beispielsweise Wasser oder Humus. Das Leben selbst, bzw. die Summe aller lebenden Wesen, versucht ständig sich auszubreiten und zu wachsen.

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