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Eine echte Herausforderung

Erstes kennen lernen

Ben Fälzer setzte sich mit seinem Tablett zu seinem Freund und Arbeitskollegen Erik Kanten.

„Da haben sie sich mal endlich etwas Gutes einfallen lassen“, sagte Erik und nahm sich seinen Teller mit dem Mittagessen von seinem Tablett.

„Ja, war ja auch überfällig, bei der Masse an Mitarbeiter die wir hier sind. Wieso hat es das denn nicht schon früher gegeben?“, fragte Ben und stellte auch sein Tablett vom Tisch.

„Angeblich gab es keine Räumlichkeiten dafür. Aber jetzt im Zuge des großen Anbaues, haben sie das mit eingeplant. Nun haben wir ja endlich eine Kantine“, sagte Erik und widmete sich seinem Mittagessen.

„Die Küche ist auch wirklich gut, kann man nicht meckern“, merkte Erik nach einer Weile an und drehte sich in die Richtung, in der Ben immer wieder sah.

„Vergiss sie“, sagte Erik trocken.

Ben sah ihn irritiert an und lachte leicht auf. „Was meinst du?“

„Du siehst doch andauernd zu Frau Niebecker, oder nicht?“, fragte Erik nach und Ben zuckte nur mit den Schultern.

„Ich weiß nicht, was du meinst.“ Ben nahm sein Wasser und schob gleichzeitig den leeren Teller weg.

„Nee, ist klar! Sag mal, wie lange kennen wir uns denn nun schon, dass ich diesen Blick nicht deuten könnte?“ Erik musterte seinen Freund.

„Niebecker?“, fragte Ben nach. „Ist das die Niebecker vom Personalbüro?“

„Ja! Ist sie und da geht gar nichts. Das willst du auch nicht“, sagte Erik sehr bestimmend.

Ben schmunzelte. „Jetzt hast du mich neugierig gemacht. Was ist mit ihr?“

Da sich ein paar Kollegen an den Tisch setzten und sie Erik sogleich in ein Gespräch einwickelten, sprach Ben nicht weiter, sondern sah nur wieder zu ihr herüber.

Seit zwei Wochen gab es nun diese Kantine in der großen Firma Habel und Ben stellte immer wieder neu fest, wie viele Kollegen und Kolleginnen er noch nicht einmal vom Sehen her kannte.

Die Firma Habel war mit ihren fast viertausend Mitarbeitern nicht gerade ein kleines Unternehmen. Mehrere kleine und große Häuser sowie mehrere Werksgebäude befanden sich auf dem gesamten Gelände.

Aber warum war ihm diese Frau Niebecker noch nie über dem Weg gelaufen, oder hatte er sie nur nicht wahrgenommen? Ben musste schmunzeln. Sie saß mit ein paar älteren Kolleginnen an einem Tisch, der weiter hinten in der Kantine stand und unterhielt sich. Hin- und wieder lächelte sie leicht. Sie schien eher ein zurückhaltender Mensch zu sein. Ihre langen, leicht gewellten dunkelblonden Haare legte sie sich immer wieder mal leicht nach hinten.

Das Lachen der Kollegen am Tisch holte ihn aus seinen Gedanken zurück. Erik sah Ben an und schüttelte nur leicht den Kopf. Was wusste er?

Nach einer Weile stand die Frauengruppe auf und gemeinsam verließen sie die Kantine. Als sie den Ausgang erreichten kam Herr Hofer, einer der Geschäftsführer herein. Er grüßte die Gruppe freundlich. Frau Niebecker sprach er offensichtlich direkt an, denn sie blieb kurz stehen, lächelte verlegen, sagte etwas und ging weiter. Ob Erik das meinte? Gehörte sie zu ihm? Das war doch quatsch, den hatte er doch neulich abends noch mit dieser arroganten wasserstoffgefärbten Blondine in der Stadt gesehen.

Ben seufzte, stand auf und brachte sein Tablett weg. „Bis später“, sagte er an alle am Tisch und verließ die Kantine.

Dieser neue Anbau verband nun die beiden großen Verwaltungsgebäude. Hier waren auch Konferenz- und Schulungsräume eingerichtet worden, die allesamt neben der Kantine und im ersten Stock waren. Darüber in die beiden Stockwerke war die Buchhaltung gezogen.

Ben überlegte und sah in den langen Flur des rechten Verwaltungstraktes, wo vorher die Buchhaltung untergebracht war. Die Personalverwaltung war im vierten Stock. Er wusste nicht, ob die auch umgezogen waren, oder ob die dort geblieben waren.

„Hey, hast du dich verlaufen?“, rief Erik ihm hinterher. Ben lachte, drehte sich kopfschüttelnd um und ging zu ihm. Gemeinsam betraten sie ihr Großraumbüro, das im dritten Stock des linken Verwaltungstrakts lag. Ben war Einkäufer und Teamleiter der Abteilung.

Etwas später suchte er das Firmenintranet nach Niebecker durch. Es wurden drei Namen aufgelistet: Arne, Thorsten und Emilia. Emilia, dachte Ben, ein ungewöhnlicher Name. Bei Arne war nichts hinterlegt, was meist bedeutete, dass Derjenige aus dem Unternehmen geschieden war. Bei Thorsten war ein Firmennachruf hinterlegt, woraus hervorging, dass er vor gut zwei Jahren verstorben war.

Das willst du nicht, fiel ihm Erik ein. Ob das ihr Mann war? Ben seufzte auf. So schnell sollte er das wohl nicht erfahren. Abgesehen davon, dass Erik im Großraumbüro saß und er in einem kleinen separaten Büro, dass an dem Großraumbüro angeschlossen war, war Erik andauernd unterwegs.

Er klickte auf Emilia Niebecker. Ihr Bild war hinterlegt mit der Angabe, dass sie Personalsachbearbeiterin mit entsprechender Durchwahl war. Das nützte jetzt alles nichts, musste er wohl warten, dachte Ben und schloss das Intranet wieder.

Den ganzen Nachmittag hatte er dann noch kaum Zeit an etwas zu denken, weil in einer Tour, das Telefon schellte oder irgendjemand mit Problemen zu ihm ins Büro kam.

Als er mal wieder ans klingelnde Telefon ging, meldete er sich recht harsch und genervt. „Fälzer!“

„Niebecker, guten Tag Herr Fälzer. Es tut mir leid, wenn ich Sie störe.“

Ben schluckte. Mit allem hätte er gerechnet, aber nicht damit. „Tun Sie nicht“, sagte er etwas freundlicher.

„Ich bearbeite im Moment die Spesenabrechnungen vertretungsweise, da Frau Gutsch im Urlaub ist und Frau Freitag, die sie eigentlich vertritt krank ist. Ich sehe mir gerade Ihre Spesenabrechnung an. Sie waren vor zwei Wochen in Darmstadt. Hier ist kein Grund für Ihre Reise angegeben. Kein genauer Zielort, keine Dauer, quasi nur die blanke Hotelrechnung.“

Ben lächelte leicht. „Entschuldigen Sie. Ich reise nicht so oft für die Firma und schreibe daher sonst keine Spesenabrechnung“, sagte er ruhig.

„Also grundsätzlich könnte ich hinten drauf schreiben was Sie dort gemacht haben, aber Sie haben ja eigentlich auch eigene Ansprüche, wenn Sie außer Haus waren.“

Sie seufzte leicht. „Ich habe mir mal vor einiger Zeit einen Fragebogen aufgebaut, der für die Abrechnung wichtig ist. Von wann bis wann waren Sie unterwegs und am Arbeiten. Hatten Sie einen Dienstwagen, nahmen Sie die Bahn oder ihren eigenen Wagen und so weiter. Ich maile Ihnen den mal hinüber, füllen Sie den, wenn Sie wollen, aus und mailen mir das in der nächsten Stunde rüber, dann rechne ich Ihnen das ab und maile Ihnen den Spesenantrag zurück. Sie müssen den dann ausdrucken und unterschreiben. Ich muss den jedoch in dreifacher Ausfertigung morgen bis zwölf Uhr auf meinen Schreibtisch haben, solange kann ich die Hotelrechnung liegen lassen. Dann hefte ich die daran und rechne das zusammen ab. Wenn Sie das natürlich nicht möchten, rechne ich nur die Hotelrechnung ab.“

Ben sah auf den Computer, er hatte eine Email bekommen. Er öffnete diese, fand ihre Vorlage und las sich diese durch. „Okay, mache ich gerne. Aber das ist doch nicht Ihr Job oder?“, fragte er vorsichtig.

„Nein, dass stimmt und am Montag ist vermutlich auch Frau Freitag wieder da, dann möchte ich alles weg haben. Abgeben können Sie das natürlich auch bei ihr, aber dann müssen Sie mir wenigstens bescheid geben, dass ich ihr die Hotelrechnung mit einem Vermerk hinüberlege.“

„Nein, nein, kein Problem. Ich fülle das aus und schicke es Ihnen. Sie haben morgen früh die Abrechnung auf Ihrem Schreibtisch“, sagte er schnell.

„Gut, bis dahin“, sagte sie und legte auf.

Ben zog die Stirn kraus. „Wow“, sagte er nur leise und nahm sich das Formular vor, füllte es aus und mailte es ihr ausgefüllt zurück.

Nach einer halben Stunde bekam er von ihr die vorbereitete Spesenabrechnung. Er druckte sich die aus und sah auf die Uhr. Es war kurz vor fünf. Gleich Feierabend. Er wollte dann lieber morgen früh direkt zu ihr gehen. Er legte sich den Ausdruck auf Seite und schrieb ihr einen Zweizeiler zurück, indem er sich bedankte.

Ben lehnte sich zurück und sah aus dem Fenster. Zufälle gibt es manchmal!

„Machst du wieder Überstunden?“, fragte Erik, der zur Tür hereinschaute.

„Nein, ich komme“, lachte Ben und ging zu ihm hinaus.

Mia Niebecker fuhr den Computer runter, nahm ihre Sachen und ging gedankenverloren zum Auto.

Langsam fuhr sie auf ihren Hof. War klar, dachte sie lachend, warum sollten sich heute auch mal nicht alle bei uns treffen!

Sie parkte ihr Auto und sah über den Platz. Sieben Mofas zählte sie. Das würden auch immer mehr. Das Auto von ihrem Vater stand etwas abseits. Sie lächelte. Vermutlich hatte er Angst, dass sein schönes Auto eine Schramme abbekäme.

Die Haustür stand offen und Feli kam ihr sogleich entgegen gerannt und stürmte sie fast um. „Da bist du ja endlich“, sagte die fünfjährige und zog sie ins Haus.

„Schau mal. Die Oma und ich haben Maikäferplätzchen gebacken“, stolz zeigte Feli die Plätzchen.

„Hallo Mama“, begrüßte Mia ihre Mutter und drückte sie leicht.

„Hallo mein Kind“, antwortete ihre Mutter.

Mia begutachtete die Plätzchen und lobte Feli, wie toll sie die gemacht und auch verziert hatte.

„Lukas ist noch mit Tobi unterwegs. Sie sind draußen am Fahrradfahren. Ich habe ihnen gesagt, dass sie nach Hause fahren sollen, wenn sie die Kirchturmuhr hören. Die sehen ja eh nie auf die Uhr. Ich weiß gar nicht, warum du dem Jungen die Uhr überhaupt gekauft hast.“

Mia lächelte ihre Mutter an. Sie war immer so pingelig und überkorrekt.

„Ach Mia, das ist gut, dass du da bist. Kannst du gleich mal hochkommen und mir etwas in Erdkunde helfen?“

Mia drehte sich zur Küchentür. „Hallo Sofia. Ja, kann ich machen.“

Mias Vater tauchte hinter der vierzehnjährigen Sofia auf. „Schön, dass du da bist, dann können wir ja fahren! Mark hat wieder einen Haufen Leute mitgebracht“, sagte er streng und ging gar nicht erst weiter. Ihm war das stets zu viel Getümmel.

„Ja, danke, dass ihr da ward“, sagte sie leiser.

Mias Mutter nahm sie in den Arm und drückte sie fest. „Nimm ihn bloß nicht zu herzen. Die meiste Zeit ist er eh nicht da. Mach dir also keine Sorgen! Ich mache das gerne und außerdem sind wir ja nun einmal eine Familie. Wir haben dir zugesagt, dass wir dich unterstützen und dann machen wir das auch. Wir sind ja froh, dass wir diese Lösung haben! Also mein Kind. Wir telefonieren, ja?“

Mia nickte erschöpft. Die Donnerstage waren immer besonders lang und anstrengend und der Tag hatte ja noch ein paar Stunden vor sich. Die anderen Tage arbeitete sie immer nur sechs Stunden und machte gegen vierzehn Uhr Feierabend.

Mia und Feli brachten die Beiden noch heraus. Dann sah Mia, mit Feli an der Hand, in die Scheune und winkte Mark kurz zu. Die kleine Scheune war separat und stand ein paar Meter vom Haus entfernt. Ursprünglich hatte sie damals, als sie das Haus kaufte, die alten Möbel nur für den Sperrmüll dort zwischengelagert.

Dann kam das große Unglück mit ihrem Bruder. Er und seine Frau starben bei einem Autounfall. Als die Kinder nach einigem hin und her bei ihr einzogen nahm Mark direkt die Scheune in Beschlag. Er hatte zwar auch sein Zimmer im Haus, aber das benutzte er fast nur zum Schlafen.

Es kam dann nur noch die Hälfte zum Sperrmüll. Die alten Möbel, wie Sessel, Sofa, Stühle, Tische und sogar ein Schrank, wurden integriert. Immer öfter kamen seine Freunde hierhin und in letzter Zeit wurden es auch immer mehr. Aber das empfand sie nicht so schlimm. Dort störten sie ja keinen und sie hatte sie wenigstens ein wenig unter Kontrolle. Mark winkte ihr fröhlich zurück. Mia und Feli gingen dann wieder ins Haus zurück.

Der Abend wurde dann auch wieder lang. Bis alle gegessen und Sofia ihre Erdkundehausaufgaben fertig hatte. Feli und Lukas wollten mal wieder nicht ins Bett und ein wenig Hausarbeit stand ja auch noch an. Um halb elf ging sie ins Bett und schlief sofort ein.

Ben machte sich am nächsten Morgen als erstes direkt auf den Weg zur Personalabteilung. Hier waren viele kleine Büros nebeneinander, die jedoch alle mit Glastüren miteinander verbunden waren, welche alle offen standen.

Am Flur waren, wie überall in der Firma, Namensschilder und so suchte Ben nach der richtigen Tür, die auch aus Glas waren, jedoch war die untere Hälfte aus Milchglas.

Durch die Scheibe sah er Frau Niebecker an ihrem Schreibtisch sitzen. Sie trug eine Brille, die hatte sie in der Kantine nicht auf gehabt. Aber es stand ihr gut. Er musste automatisch lächeln, als er sie sah. Sein Herz schlug gleich schneller, als er klopfte und sie den Kopf hob.

„Guten Morgen“, sagte er, als er eintrat.

Mit einem fragenden Blick lächelte sie ihn an. „Guten Morgen!“

„Ich wollte Ihnen die Spesenabrechnung bringen“, sagte er freundlich.

„Ach, Herr Fälzer, nicht?“, fragte sie nach und nahm die Spesenabrechnung entgegen. Er nickte nur.

„Mia ich brauche die Persoliste 586 B“, sagte Henning Hofer und stand plötzlich in der offenen Zwischentür. „Ach, Tag Herr Fälzer. Ich habe Sie gar nicht hereinkommen gehört.“

„Guten Tag Herr Hofer“, sagte Ben artig und war leicht irritiert. Die Geschäftsleitung untereinander duzte sich, aber darunter duzten die eigentlich keinen. Und dann auch noch Mia? Mia war doch wohl eher ein Kosename.

Sie seufzte laut auf, stand dabei auf, ging zu ihm ins Büro der Kollegin rüber und sagte: „Mein lieber Henning. Nur weil ich hier im Moment die Einzige bin, die regelmäßig da ist, bin ich noch lange nicht euer Hansdanf in allen Gassen!“

Sie zog einen Ordner heraus, legte ihm den Ordner auf den dortigen Schreibtisch und ging zurück.

Henning Hofer folgte ihr. „Bitte Mia, ich brauche die selber. Es tut mir auch leid, dass ich dich damit auch noch belasten muss.“ Er stellte sich neben Ben und sah sie bittend an.

„Halbe Stunde?“, fragte sie.

Er nickte. „Ich schicke dir Jemanden rüber, der die holen soll.“

„Ist gut“, sagte sie.

Henning Hofer sah sie an, dann Ben und ging dann zur Flurtür. „Danke“, sagte er im Rausgehen.

Mia verzog leicht das Gesicht, nahm die Abrechnung von Ben wieder auf, legte die Hotelrechnung dazu und stand auf. Sie kopierte ihm beides, machte ihr Zeichen drauf und gab ihm den abgezeichneten Kopiesatz.

„Es hätte aber auch mit der Hauspost gereicht“, sagte sie freundlich.

„Wenn Sie sich schon die Mühe machen, für mich die Abrechnung schreiben, kann ich sie doch wenigstens direkt vorbei bringen und mich gleich bedanken!“

Mia setzte sich wieder und buchte die Abrechnung ein.

„Kein Problem. Sagen Sie es nur nicht weiter, sonst kommen in Zukunft auch noch andere.“ Sie sah auf und lächelte ihn an.

„Wieso ich?“, fragte Ben nach.

Mia sah ihn an und zuckte die Schultern. „Weiß ich nicht, war mir nach.“

„Da habe ich ja Glück gehabt. Noch einmal danke!“

„Gerne! Und wenn das nächste Mal etwas ist, rufen Sie doch einfach an oder schicken Sie eine Mail. Wir haben zwar einen bissigen Ruf hier im Persobereich, aber so schlimm sind wir eigentlich alle nicht.“

Ben lachte auf. „Der bissige Ruf ist bei mir noch nicht angekommen. Das habe ich echt noch nicht gehört.“

Mia sah verlegen auf ihren Schreibtisch. „Viele Mitarbeiter haben außergewöhnliche Probleme oder Forderungen und die lassen sich nicht immer umsetzten.“

Mia stand auf, ging wieder in das Nebenzimmer und holte sich den Ordner rüber, den sie Henning Hofer soeben noch hingelegt hatte. „Es tut mir leid, aber ich habe viel zu tun“, sagte sie freundlich.

Ben trat zur Tür. „Ich wollte Sie auch nicht aufhalten, sondern nur ‚Danke’ sagen! Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!“

Sie nickte. „Danke, das wünsche ich Ihnen auch.“ Dabei löste sie bereits einige Seiten aus dem Ordner und legte sie in den Kopierer, der im Nebenraum auf der anderen Türseite war.

Ben ging wieder die Treppe herunter in Richtung seines Büros.

Im Treppenhaus kam aus dem drittem Stock Herr Hofer mit dem Manager Bernd Büser. Sie gingen hinter ihm die Treppe herunter und unterhielten sich.

„Wir können doch Frau Niebecker schicken“, sagte Bernd Büser.

„Nein“, sagte Henning Hofer nur bestimmend.

„Wieso denn nicht? Eine aus der Abteilung muss die Schulung auch machen und sie ist nicht nur die Jüngste dort, sondern ihr traue ich das auch am ehesten zu.“

„Ich habe nein gesagt“, sagte Henning Hofer streng.

„Du kannst sie nicht in Watte packen“, brummte Bernd Büser.

„Mach ich überhaupt nicht. Aber sie kann nicht die ganze Woche weg und dann auch noch zwei hintereinander.“

„Das weißt du doch gar nicht“, widersprach Bernd Büser.

„Ich habe nein gesagt“, sagte Henning Hofer lauter.

„Ich spreche mit ihr und wenn sie sagt, dass sie das nicht kann oder nicht möchte, meinetwegen, aber andere Mitarbeiter müssen das auch hinbekommen“, Bernd Büser war hörbar sauer.

Henning Hofer eilte nun an Ben vorbei. „Mach was du willst“, knurrte er trotzig. „Aber wenn sie nein sagt, sagt sie nein!“ Dann bog er im zweiten Stock in den Flur.

„Ja, ja“, sagte Bernd Büser nur, trottete weiter hinter Ben her und bog dann in der ersten Etage hinter ihm ab. Ben schüttelte den Kopf und trat in sein Büro.

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