Logo weiterlesen.de
Ein Kater namens ...

Katzenfieber

„Wir nennen sie Flo wie Florence!“

„Nein, Timm wie Tim mit zwei m!“

„Flo!“

„Timm!“

Familie Schäfer saß beim Abendessen. Vater Schäfer, Mutter Schäfer, die 10-jährige Anna, ihre 8-jährige Schwester Mia und der 5-jährige Bruder Jan. Anna und Mia stritten sich immer heftiger.

„Timm willst du doch bloß, weil du den Tim in deiner Klasse so cool findest!“

„Und Flo klingt so doof, dass man sich gleich kratzen muss!“

Die Mutter schaute die beiden Mädchen fragend an: „Wer soll eigentlich Flo oder Timm heißen?“

Die Mädchen blickten erst sich an und dann die Mutter.

„Die Katze!“, sagte Mia entschlossen. „Meine Katze, die ich zum Geburtstag bekommen werde!“, fügte sie hinzu.

„Ihre Katze, die sie zum Geburtstag bekommt!“, bekräftigte ihre Schwester Anna. „Nächsten Montag.“

Mutter Schäfer schaute ihre beiden Töchter erstaunt an. „Eine Katze!“ Ihr Tonfall war kritisch.

Jan hörte auf, das Essen in sich hineinzuschaufeln. „Prima! Eine Katze! Wie sieht sie denn aus? Ich bin dafür, dass sie Timm heißt.“ Danach schien das Thema für ihn abgeschlossen zu sein. Er begann wieder so große Portionen in seinen Mund zu stopfen, dass er nicht mehr sprechen konnte.

„Soso, eine Katze“, bemerkte jetzt auch noch Vater Schäfer. „Ich hatte auch mal eine Katze ...“ Mutter Schäfer fiel ihm ins Wort. „Du bist doch nicht etwa dafür, dass eine Katze ins Haus kommt? Also, ich bin dagegen. Eine Katze verliert ständig Haare.“ Vor ihrem geistigen Auge tauchte ein mit Katzenhaaren übersätes Sofa auf. Sie schüttelte sich.

„Kurzhaarkatzen haaren nicht so sehr“, kam der Kommentar von Anna.

„Und das Katzenklo stinkt!“ Mutter Schäfer rümpfte die Nase.

„Wir machen es jeden Tag sauber, Ehrenwort!“ Mia war ganz aufgeregt. Immerhin diskutierte ihre Mutter darüber und sagte nicht gleich nein.

Der Vater überlegte. „Wir können eine Katzenklappe in die Verandatür einbauen. Dann kann sie rein und raus und braucht gar kein Katzenklo.“

„Wenn wir sie rauslassen, bringt sie Flöhe mit rein! Oder noch schlimmer tote Mäuse!“ Mutter Schäfer schüttelte sich und verzog das Gesicht. „Brrrr!“

„Sie bekommt Flohmittel und wir räumen die toten Mäuse weg“, versprach Anna.

„Katzen kratzen die Tapeten kaputt!“ Mutter Schäfer gab sich noch nicht geschlagen.

„Nicht wenn sie einen Kratzteppich oder Kratzbaum bekommt.“ Wieder wusste Anna eine Antwort. Nicht umsonst hatte sie zwei Katzenbücher gelesen.

„Ihr seid euch ja schon alle einig! Habt ihr euch etwa abgesprochen?!“ Mutter Schäfer sah vor allem Vater Schäfer böse an. Dieser verteidigte sich: „Nein, ich höre heute das erste Mal davon. Aber damals als Kind habe ich unsere Katze geliebt. Ich finde eine Katze im Haus schön. Man kann sie abends gemütlich streicheln. Sie schnurren so beruhigend.“

Anna und Mia sahen ihren Vater dankbar an. Unterstützung von dieser Seite hatten sie gar nicht erwartet.

„Und Haustiere sind für Kinder sehr wichtig! Für das soziale Verhalten. Fürsorge und so. Das sagt auch unsere Lehrerin“, fügte Anna hinzu.

Mutter Schäfer schüttelte den Kopf. „Wir haben ein Kaninchen, ein Meerschweinchen, drei Wellensittiche, ein Aquarium. Ihr habt genug Haustiere!“

„Und wir kümmern uns prima um alle!“ „Bitte, bitte, Mama! Ich wollte schon immer eine Katze“, bettelte Mia.

Mutter Schäfer runzelte die Stirn. Alle Blicke waren auf sie gerichtet.

„Gebt mir noch ein bisschen Zeit.“ Sie verzog den Mund zu einem Lächeln. „Ich überlege es mir bis morgen.“

Die Kinder schauten sich triumphierend an. Die erste Hürde war genommen.

„Timm!“, sagte Mia bestimmt.

„Flo!“, entgegnete Anna.

Wo ist Timm?

 

Am Samstagnachmittag gab die Mutter nach. Mia durfte sich eine Katze zum Geburtstag wünschen. Auch der Name für die noch unbekannte Katze war entschieden: Sie würde Timm heißen, wenn es ein Kater wäre, und Florence, wenn es ein Weibchen wäre. Und Mia durfte das Kätzchen aussuchen, weil sie ja schließlich Geburtstag hatte.

Schon am Sonntagvormittag zogen Mia und Anna mit dem Fahrrad los. Sie hatten in der Zeitung gelesen: „Junge Kätzchen vom Bauernhof zu verschenken. Zehn Wochen alt. Schon stubenrein.“ Sie hatten angerufen und einen Besichtigungstermin ausgemacht. Sie nahmen einen großen Korb mit.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Ein Kater namens ..." sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen