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Dr. Bottleneck, Urologe aus Leidenschaft

Dr. Bottleneck, Urologe aus Leidenschaft 1

Guten Tag,

mein Name ist Bottleneck, Doktor Richard Bottleneck. Ich bin Urologe aus Leidenschaft und ich weiß, woran Männer leiden. Die meisten brauchen einfach mal eine gute Massage. Andere benötigen nur einen kleinen Anstoß – vorzugsweise von mir. Was für mich selbst gut ist, weiß ich natürlich auch: ständig wechselnde Geschlechtspartner, die sich gerne für mich bücken. So hat eben jeder seine Bedürfnisse.

Meine Sprechstundenhilfe Lore ist da ganz anders, sie ist praktisch wunschlos glücklich - seit ihr Mann gestorben ist. Manchmal überlege ich, ob sie dabei nachgeholfen hat... Laut würde ich das natürlich nie sagen, aber das Misstrauen bleibt.

Ich werde nun erzählen, was in meiner Praxis so alles passiert. Ob das interessant ist? Nun, für mich schon. Vielleicht findet ja der eine oder andere Leser Anregungen, sein eigenes Leben abwechslungsreicher zu gestalten?

Ich verbleibe mit den besten Wünschen

Dr. Richard Bottleneck

Max und die Erektionsstörung

Montagmorgen und die Woche nimmt keine Ende. Ich plumpse in meinen Sessel und schaue auf den Bildschirm, den meine Sprechstundehilfe Lore pflichtbewusst bereits für mich angeschaltet hat. Der erste Termin ist ein Max Wunderlich, wie niedlich. Ich grinse in mich rein, lese seine Daten und die kurze Angabe seiner Probleme. Erektionsstörungen.

Aber holla. Der Kerl ist gerade mal fünfundzwanzig, deutlich zu jung, um schon schlapp zu machen. Ich werde ihm schon auf die Beine – beziehungsweise seinem Schwanz in die Höhe – helfen.

„Lore“, brülle ich in die Gegensprechanlage.

Eigentlich brauche ich die nicht, die Praxis ist so klein, dass meine Angestellte mich auch so hören kann, aber es wirkt eben professioneller, und nur darauf kommt es an. Mehr Schein als Sein, mein Motto.

„Lore“, schreie ich, als sie nach zwei Sekunden nicht antwortet.

„Immer mit der Ruhe, Doktörchen.“ Lore stöckelt in mein Zimmer, wie immer auf viel zu hohen Absätzen, die knallroten Krallen um den Henkel eines Bechers geschlossen.

Sie lächelt mir zu, was bei ihr eher einem Zähne fletschen gleicht. Okay, vielleicht hätte ich ihr die tollen Implantate nicht bezahlen sollen, sie sind eh zu groß für ihren kleinen Mund, aber irgendwie macht die Frau mir Angst. Hatte ich schon erwähnt, dass sie verwitwet ist? Ja? Oh, Entschuldigung, ich werde wohl alt. Okay, mit meinen fünfunddreißig habe ich den Zenit der Jugend schon lange hinter mir gelassen.

Lore stellt den Becher vor mir ab, wobei sie mir einen großzügigen Ausblick in ihr Dekolleté gestattet. Wie jeden Morgen ignoriere ich diese stumme Aufforderung und koste den Kaffee. Schlecht wie immer. Hm. Ich sollte was in meinem Leben ändern, die Anschaffung eines neuen Kaffeeautomaten wäre vielleicht ein Anfang.

„Lore.“ Ich räuspere mich und runzle die Stirn, wie es sich für einen ernsthaften Arzt gehört. „Bitte bringen Sie den ersten Patienten gleich zu mir, wenn er kommt. Ich will mit ihm reden, bevor Sie…“

„Aber gerne.“ Lore macht einen Knicks, wie schon damals Ingrid Steeger in der Fernsehsendung ‚Klimbim‘. Sie macht sich keinen Schlitz ins Kleid, ich atme jeden Morgen auf, wenn sie es unterlässt. Dabei ist Lore eine attraktive Fünfzigerin, also eine Frau in den besten Jahren, wenn man denn auf Frauen stehen würde. Ich tu es nicht.

„Das wäre dann alles.“ Ich winke mit der Hand, Lore trippelt davon.

So funktionieren wir seit Jahren, trotzdem sie kategorisch meine Homosexualität ignoriert, so wie ich mein Misstrauen verberge. Ich schnüffle an dem Kaffee, nein, kein Arsen. Allerdings riecht er leicht nach Urin. Es soll ja Sekretärinnen geben, die ihrem Chef in den Kaffee spucken, bevor sie ihn servieren, aber reinpinkeln…?

„Doktörchen, der Patient ist da“, säuselt Lore durch die Gegensprechanlage.

„Dann …“ Ich räuspere mich. „… dann bringen Sie ihn mal rein.“

Ich rücke mein Stethoskop zurecht, streiche mir die Haare glatt und lehne mich in meinem Sessel zurück, so, wie es sich für einen seriösen Arzt gehört.

Lore führt einen schlanken, kleinen Kerl in mein Zimmer und wackelt hinter seinem Rücken bedeutungsvoll mit ihren aufgemalten Augenbrauen. Ich blinzle nur kurz, alles andere wäre unprofessionell. Sie nickt und verschwindet lächelnd, zieht die Tür hinter sich zu. Max Wunderlich steht unsicher da, sieht sich um und versucht, meinen stylischen Praxisraum irgendwie mit seiner sicher armseligen Studentenbude in Verbindung zu bringen. Das tun sie alle, aber es klappt natürlich nie. Hier gibt es weder Bananenkartons noch schwedischen Möbelhausschick.

„Setzen Sie sich!“ Ich weise höflich auf den unbequemen Stuhl vor meinem Schreibtisch.

Auch das ist strategisch wichtig: Der Patient soll sich bewusst sein, in welch prekärer Situation er sich befindet. Während ich ihn einlulle und Mitgefühl demonstriere, weiß er genau, dass ich hier der Chef bin. Gut so.

Max Wunderlich plumpst auf den Plastikstuhl und verzieht schmerzlich das Gesicht. Oje, haben wir etwa noch mehr Probleme als nur einen – he, he, Schlappschwanz? Na, Prostata und Hoden werde ich mir ohnehin anschauen. Okay, die letzteren gehören Lore, das ist so vereinbart, bleibt mir der Darm. Ist mir ohnehin lieber.

„Herr…Wunderlich.“ Ich gucke angestrengt auf meinen Monitor. „Hier steht, Sie haben Erektionsprobleme?“

Ich hebe die Augenbrauen – eine gut einstudierte Mimik – und sehe zu ihm rüber, als könnte ich es nicht glauben. Max errötet. Nein, wie süß.

„Ja“, flüstert er und senkt die Wimpern – schöne Wimpern, lang und seidig. „Ich weiß auch nicht, aber er will einfach nicht stehen, wenn er soll.“

„Aha“, sage ich und ziehe die Stirn kraus, als würde ich überlegen. „Er? Hat er bei Ihnen einen Namen, oder warum sprechen Sie von ‚ihm‘ als dritte Person?“

„Nein, nein!“ Der arme Max errötet noch tiefer. „Ich dachte nur … äh, also, ich meine, mein Penis wird nicht mehr steif, wenn meine Freundin…“

Seine Stimme erstirbt, ich grinse innerlich.

„Tja, die Frauen“, seufze ich verständnisvoll und lehne mich zurück, wobei ich Max fixiere. „Sie sind der Anfang vom Ende.“

„Das würde ich so nicht sagen.“ Max lächelt leicht. „Anja kann ja nichts dafür, dass ich einfach nicht…“

Wieder beendet er den Satz nicht. Ich seufze tief und drücke den Knopf der Gegensprechanlage.

„Lore?“, brülle ich.

„Ja, Herr Doktor?“, säuselt sie.

„Bereiten Sie U1 vor, Verdacht auf Hodenkrampfadern.“

Max springt hoch, er wirkt nervös. Ich spiele mit meinem Stethoskop und betrachte ihn dabei eindringlich.

„Das ist nichts Schlimmes“, raune ich. „Keine Sorge. Lore wird Sie gleich abtasten, kleiner Ultraschall, das war‘s dann auch schon.“

„Abtasten?“, murmelt Max schwach.

Ich kann ihn verstehen. Der Gedanke, dass Lore mit ihren roten Krallen an meinen Kronjuwelen – Nein, unvorstellbar, eher trinke ich die Plörre, in die sie wahrscheinlich morgens…

„Herr Doktor, ich wäre dann soweit“, schnurrt sie durchs Mikrophon.

Mir stellen sich die Nackenhaare auf, Max offenbar auch. Er sieht mich hilfesuchend an, und ich erhebe mich endlich schwerfällig. Nicht, das ich das müsste. Ich bin ein durchtrainierter Kerl auf der Höhe seiner männlichen Schaffenskraft, aber es wirkt einfach besser.

„Keine Sorge“, sage ich jovial, umrunde den Schreibtisch, lege eine Hand zwischen seine schmalen Schulterblätter und dirigiere ihn aus dem Raum. Untersuchungsraum eins, kurz U1 genannt, obwohl ich nur einen habe, liegt gleich gegenüber. Lore zieht sich gerade die Latexhandschuhe über und sieht dabei konzentriert aus. Okay, ihr knallroter Lippenstift, die Wasserstoffperoxidfrisur und ihre unvermeidlichen Highheels – es gibt Sprechstundenhilfen, die professioneller aussehen. Aber mir gefällt ihre Art – irgendwie. Wahrscheinlich bin ich allmählich ein Fall für den Seelenklempner.

„Hinlegen“, kommandiert Lore, und lässt die Gummihandschuhe klacken.

Ich zucke bei dem Geräusch zusammen, Max auch.

„Hosen runter“, murmele ich ihm zu.

Das tut der arme Kerl dann und legt sich gottergeben auf die Liege. Lore grinst, ihre latexumhüllten Krallen greifen … ich muss den Blick abwenden, habe aber noch den Monitor, wo ich alles in Nahaufnahme sehen kann. Erfahren grabbeln Lores Finger über den – zugegeben – gut gefüllten Hodensack des Herrn – äh, Wunderlich, der sein Gesicht angewidert verzieht. Okay, mir wird auch ganz anders, während ich Lores unsensible Krallen beobachte, aber der Deal ist nun mal…

„Alles okay, Chef“, verkündet meine Sprechstundenhilfe, dabei zieht sie sich die Latexummantelungen aus.

Ich atme auf. Jetzt kommt der gute Teil.

„Herr Wunderlich, Sie können aufstehen“, sage ich, und gehe in mein Zimmer.

Schweißtropfen stehen auf meiner Stirn. Irgendwie vertrage auch ich Lores Behandlung nicht, und ich bin nur der Zuschauer. Oh Mann, was hatte ihr Gatte bloß zu Lebzeiten zu erdulden.

„Doktor?“

Max steht vor mir, er wirkt gefasst.

„Ah, Herr Wunderlich. Also: Die Krampfadern können wir ausschließen. Bitte machen Sie sich frei und legen sich auf den Untersuchungsstuhl, ich werde ihre Prostata abtasten.“ Ich lächle verbindlich.

Mein Patient geht zu dem Paravent, der als provisorischer Sichtschutz dient, es raschelt leise. Ich liebe dieses Geräusch und kann nicht verhindern, dass ich einen Ständer bekomme. Wahrscheinlich wird es Zeit, dass ich mir mal wieder einen guten Fick gönne. Max Wunderlich kommt hinter der Faltwand hervor, sein großes Glied schwingt vor seinen Schenkeln, während er zum Stuhl geht und umständlich darauf Platz nimmt. Unauffällig bewundere ich sein Prachtexemplar, greife nach einem Paar Einmalhandschuhen und streife sie über. Die Vorfreude kribbelt in mir, hoffentlich spiegelt sie sich nicht auf meinem Gesicht.

„Dann legen wir mal brav die Beine in diese Stützen“, brumme ich, wobei ich mit Schwung die straffen Gliedmaßen meines Patienten nach oben befördere.

Max fällt mit einem erschrockenen Laut auf den Rücken, spreizt aber willig seine Schenkel. Nun habe ich ihn da, wo ich solch geile Kerle am liebsten habe. Ich lege meine Hand auf seinen flachen Bauch und nicke anerkennend.

„Sport?“

Mein Patient entspannt sich, er lächelt.

„Sit-ups, jeden Morgen.“

„Sehr löblich!“ Ich tunke einen Finger in den Topf mit dem Gleitmittel, schaue ihm freundlich in die Augen. Sein Muskel ist eng, aber ich bin ein guter Urologe und Spezialist in Sachen Rektum. Unbarmherzig drücke ich meinen Latexfinger immer tiefer, bis ich Herrn Wunderlich ein unfreiwilliges Stöhnen entlocke. Meine andere Hand liegt immer noch auf seiner Bauchdecke, die unter meiner Behandlung erzittert. Auch sein Penis profitiert von meiner Erfahrung, langsam wird er dicker, wie ich mit einem prüfenden Blick aus rein wissenschaftlichem Interesse feststelle.

„Wie heißt noch ihre Freundin?“, lenke ich Max professionell ab.

„Äh – Anja“, wispert mein Patient mit geschlossenen Augen.

„Schöner Name.“ Mein Finger bewegt sich rhythmisch und inzwischen hat Herr Wunderlich eine prächtige Latte, die zuckt, wenn ich zustoße.

Mein Schwanz ist auch hart, aber der wird bis heute Abend warten müssen. Oder bis zur Mittagspause. Ich kenne da so ein kleines Lokal, in dem sich immer ein paar notgeile Typen herumtreiben.

„Und welche Augenfarbe hat diese Anja?“ Neugierig mustere ich Max’ Gesicht, das sich leicht verzerrt hat.

Kein Wunder, sein Schwanz steht kurz vorm Abschuss. Ich löse meine Hand von seinem Bauch und ziehe vorausschauend ein Papiertuch aus einem Spender.

„Ich – glaube – blau“, stammelt Herr Wunderlich, dabei ruckelt er mit seinem Arsch herum wie verrückt.

„Wie schön“, sage ich und packe gerade rechtzeitig zu, als sich eine Ladung Sperma aus seiner Gliedspitze löst.

Mein Patient stöhnt erleichtert, entspannt sich endlich und ich kann meine Untersuchung beenden. Mit seiner Prostata ist alles in Ordnung, das Problem liegt woanders. Ich rolle die Latexhandschuhe von den Händen, werfe sie in den Mülleimer, klopfe Herrn Wunderlich aufmunternd auf den Schenkel und gehe zu meinem Schreibtisch.

„Sie können sich wieder anziehen“, sage ich fröhlich, wobei ich mich in meinen Sessel fallen lass. „Körperlich sind Sie ein gesunder Mann.“

Max regt sich, ich sehe unterdessen auf meinen Monitor. Der arme Kerl darf wenigstens zu Atem kommen, soviel Zeit muss sein. Wie gesagt, ich bin ein guter Arzt. Aus dem Augenwinkel beobachte ich, wie er sich den Bauch abwischt und mühsam vom Stuhl klettert. Sein kleiner Knackarsch verschwindet hinter dem Paravent und ich seufze leise. Meine Patienten sind tabu, wenigstens dann, wenn sie in meiner Praxis sind.

„Woran liegt es denn nun?“

Max schließt seinen Gürtel, setzt sich, diesmal vorsichtig, auf den Plastikstuhl und schaut mich treuherzig an. Ich überlege, wie ich ihm die gute und die schlechte Nachricht am besten beibringe. Obwohl ich als kaltschnäuzig gelte, führe ich diese Art von Gesprächen ungern. Ich lehne mich vor, die Unterarme auf die Schreibfläche gelegt, die Hände gefaltet und das Gesicht zu einer besorgten Miene verzogen.

„Tja, ich würde mal sagen, Herr Wunderlich, Sie brauchen eine andere Art der Stimulation als die, die Ihre Partnerin Ihnen bietet“, sage ich vorsichtig.

Max guckt mich mit großen Augen an, sein Gehirn arbeitet, ich kann es förmlich sehen. Ich lass ihm ein wenig Zeit, schaue ihn dabei mit meinem ‚ich-kann-dir-bis-auf-den-Grund-deines-Dickdarms-sehen’ Blick an. Das wirkt immer. Sein Gesicht zeigt jetzt ungläubiges Staunen.

„Ich … brauche einen Finger in meinem Po?“, flüstert er entsetzt.

„Na ja, man kann auch andere Gegenstände oder …“ Ich lüpfe meine Augenbrauen, und mein Blick wandert zu seinem Schritt. „… Körperteile benutzen.“

Herr Wunderlich kommt hoch und schwankt leicht. Sofort bin ich an seiner Seite und begleite ihn fürsorglich in die Anmeldung, wo Lore von ihrer Nagelpfeile aufschaut, als wir den Tresen erreichen.

„Lore, rufen Sie Herrn Wunderlich ein Taxi“, befehle ich mit sanfter Stimme und lehne den blassen Kerl gegen die Wand.

„Ach, und geben Sie ihm einen Schnaps, ich glaube, den kann er jetzt gebrauchen.“ Mit diesen Worten drehe ich mich um und gehe fröhlich pfeifend zu meinem Zimmer. Die Welt ist wieder in Ordnung, Max Wunderlichs Manneskraft völlig intakt. Also, der Tag fängt gut an.

Lore berichtet mir später, dass Herr Wunderlich auf dem Weg zum Taxi irre gekichert haben soll. Hm, wahrscheinlich hat sie es mit dem Schnaps ein wenig übertrieben, ich kenne die Frau wie meine Westentasche. Okay, dort finde ich schon gelegentlich Sachen, von denen ich nicht glauben möchte, dass sie mir gehören. So wie neulich das gefüllte Kondom. Ich hatte kurz überlegt, ob ich es ins Labor schicken sollte, um die DNA mit meiner abgleichen zu lassen, war dann aber irgendwie davon abgekommen.

Die restlichen Patienten des heutigen Morgens möchte ich dem geneigten Leser lieber ersparen. Erschlaffte Hängebäuche über geschrumpften Geschlechtsteilen – kein schöner Anblick. Auch die Blasenspiegelung ist nicht geeignet, bei der Lektüre ein erregendes Kribbeln auszulösen. Trotzdem – ich liebe meinen Beruf, er ist mir zugleich Berufung.

So, die Mittagspause ruft und damit dieses kleine Lokal. Vielleicht treffe ich dort Max, der sich hoffentlich inzwischen von der Wahrheit erholt hat. Ich würde ihn gern noch einmal behandeln…

Mittagstisch im ‚Goldenen Hirsch’

Nachts ist der ‚Goldene Hirsch’ Disco, Kneipe und Aufreißschuppen. Tagsüber gibt es dort einen anständigen Mittagstisch und haufenweise Typen, die es nötig haben. Ich schlendere zwischen den Stühlen hindurch und betrachte das Angebot. Von Max Wunderlich keine Spur, aber das hätte mich auch gewundert. Vor einem kleinen Blonden bleibe ich stehen.

„Ist hier noch frei?“

Der Bursche schaut auf und nickt. Interessiert sehe ich auf die Zeitschrift, in der er gerade liest.

„Ist das nicht ein Frauenblatt?“, sage ich höflich, während ich mich ihm gegenüber setze.

„Hm, kann sein. Aber es sind geile Bilder drin“, murmelt Blondschöpfchen.

Genau meine Kragenweite, dieses Herzchen. Es wird gleich sehr geil aussehen, wenn sich seine weichen Lippen um meinen Schwanz schließen. Mein gutes Stück reckt sich schon und scheint zustimmend zu nicken.

„Bottleneck“, ertönt die Stimme von Manuel, dem Besitzer des Lokals, hinter mir.

Wir sind befreundet, so wie eben erfolgreiche Männer befreundet sein können. Man schätzt sich, fickt sich aber nicht gegenseitig. Das ist einfach so.

„Hallo Manuel“, sage ich ohne den Kopf zu drehen.

Auch so ein Spielchen. Soll er doch um mich herumtanzen, ich bin Gast und somit König. Schließlich darf er sich in meiner Praxis auch hinlegen und bedienen lassen. Wobei, Manuel war noch nie bei mir. Warum eigentlich?

„Was darf ich dir bringen?“

Manuel steht jetzt vor mir und lächelt mich dienstbeflissen an. Ich sehe rüber zu der Tafel, auf der die Mittagsgerichte angepriesen werden.

„Ich nehme dann den kleinen Blonden hier mit Salat, roh bitte.“

Der Kopf meines Tischnachbarn ruckt hoch, er mustert mich. Ein Lächeln stiehlt sich auf sein Gesicht, er schlägt die Zeitschrift zu und steht auf.

„Das wäre dann erstmal alles, Manuel“, sage ich über die Schulter.

Blondschopf ist schon auf dem Weg nach hinten, ich bewundere seinen Knackarsch und folge ihm. Tagsüber ist der Darkroom noch dunkler als Nachts, ein Mysterium, über das ich irgendwann mal nachdenken sollte. Blondie sieht mir erwartungsvoll entgegen, er leckt sich über die Lippen und fixiert meine Körpermitte.

Mein kleiner Freund hat inzwischen fast Betriebstemperatur erreicht. Ich öffne meine Hose, hole ihn hervor, massiere ihn mit zwei geübten Strichen und biete ihn mit seiner königlichen Größe von zweiundzwanzig Zentimetern meinem Wahlbläser an, nachdem ich ein Kondom übergestreift habe. Pfirsichgeschmack, es wird ihm gefallen. Die Augen des Kleinen werden Untertassengroß, er sinkt auf die Knie und stimmt einen Choral an, um mein Geschlechtsteil zu preisen. Ha-ha, das tut er natürlich nicht, aber er stöhnt und macht sich gleich an die Arbeit.

Während nun also unten Blondchen zu Sache kommt, gehe ich in Gedanken schon mal die Nachmittagstermine durch. Eine Blasenspiegelung, drei Krebsvorsorgen. Gut, damit kann ich leben und Lore auch. Sie schimpft immer, wenn zu viele Patienten anrufen, ich kann sie verstehen. Überhaupt sind Lore und ich…

„Saugen, nicht pusten“, murmele ich abwesend und greife in Goldlöckchens Haare.

Ich hab schließlich nicht ewig Zeit. Mit geübten Bewegungen pumpe ich meinen Schwanz in Goldies Mund. Er hält zum Glück still und lässt mich machen. Gerade habe ich gedanklich meine Buchhaltung auf Vordermann gebracht, als es mir auch schon kommt. Mit einem ‚na endlich’ spritze ich erleichtert ab und lass Blondchen noch ein wenig spielen, bevor ich ihm mein Prachtstück wegnehme. Mit Triefaugen sieht das Kerlchen zu, wie ich seinen Spielgefährten in meiner Jeans verstaue.

„Hier!“ Ich fummle eine Visitenkarte aus meiner Brusttasche und reiche sie ihm. „Für den Fall, dass ich dir einen Tripper angehängt habe.“

Lachend verlasse ich den dunklen Raum. Humor kommt immer gut an, finde ich. Manuel erwartet mich am Tresen, mit vor der Brust verschränkten Armen.

„Sag mal, Richard, wirst du es denn nie leid, diese kleinen Bubis zu vögeln?“

Erstaunt zucken meine Augenbrauen hoch. Ich mustere Manuel und überlege, ob er sich vielleicht doch für mich bücken würde. Gefallen tut er mir schon, wäre da nur nicht dieser Kodex, aber vielleicht ist der ihm unbekannt.

„Darf ich das als Angebot verstehen?“, frage ich unschuldig.

Manuel schüttelt den Kopf und lässt mich stehen. Servicewüste Deutschland, ich sag’s ja immer wieder. Ich gehe zurück zu dem Tisch, auf dem noch immer die Zeitschrift von Blondie liegt, und setze mich. Nach kurzer Zeit kommt ein junger Kerl, der sich als ‚Manfred, was kann ich Ihnen bringen?’ vorstellt. Ich bestelle die Wachtelsuppe und einen großen Salat, muss doch auf meine Figur achten.

 

Lore probiert gerade einen neuen Lippenstift, als ich nach zwei Stunden aus der Mittagspause komme. Ihr demonstrativer Blick auf die Uhr macht mir kein schlechtes Gewissen, schließlich bin ich der Chef, oder?

„Metallicrosa steht Ihnen“, murmele ich, und husche an ihr vorbei wie ein ertappter Schüler.

Ihr Blick folgt mir, ich spüre ihn in meinem Rücken. Schnell schließe ich die Tür zu meinem Zimmer und lehne mich von Innen dagegen, da höre ich ...

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