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Die schmutzigen Geschäfte in der Verlagsbranche

Alice Stein

Die schmutzigen Geschäfte in der Verlagsbranche





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

                                                                                                                                         

Einleitung

Meine persönlichen Erfahrungen

Woran erkennt man möglichst früh einen unseriösen Verlag?

Wie läuft es bei den seriösen Verlagen?

Stolperfallen in den Verträgen?

Der Vertrag ist zwar in Ordnung - aber was kann danach passieren?

Sollte man einen Agenten nehmen?

Ihre Rechte als Autor/Autorin

Selfpublishing Anbieter

Der Verlag ist zwar seriös, aber das Marketing ist unzureichend - was kann man selbst tun?

Wer bestimmt tatsächlich was auf den Buchmarkt kommt?

Unfaires Konkurrenzverhalten

Abschluss

Literatur und Links zum Thema

Buchempfehlungen und Kontakt

Einleitung

Dieses Buch ist für alle an Büchern und deren Entstehung interessierten Leser, sowie für alle begeisterten Schreiber, die gerne eine Tätigkeit als Autor/in beginnen möchten, egal ob professionell oder als Hobby. Der geeignete Verlag ist dabei überaus wichtig. Doch wie findet man diesen? Vor allem besteht die Schwierigkeit darin, dass man häufig nicht den Verlag bekommt, den man möchte, und stattdessen darauf warten muss, ein gutes Angebot zu bekommen.

Die Verlagssuche kann also ausgesprochen zermürbend sein. Kein Wunder, wenn man als Autor oder Autorin froh darüber ist, wenn endlich ein Angebot kommt, weil man schon nicht mehr wusste, welche Verlage man noch anschreiben soll – und dann prompt den Falschen erwischt.

Ich werde Ihnen auch Alternativen nennen, wenn Sie kein seriöses Angebot bekommen. Mittlerweile gibt es einige Selfpublishing-Verlage, die für Autoren meist eine viel bessere Wahl sind als Zuschussverlage, doch auch da muss man einige Dinge beachten.

Abgesehen davon gebe ich Ihnen noch ein paar Insiderinformationen über die Verlagsbranche sowie über diverse Geschäftspraktiken, die meist üblich sind, dennoch aber nicht fair ablaufen. Das trifft natürlich nicht auf alle Verlage zu, aber es ist hilfreich, darüber Bescheid zu wissen.

Als Autorin mehrerer Werke, die bei verschiedenen Verlagen erschienen sind, möchte ich Ihnen gerne meine Erfahrungen weitergeben. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich dieses Buch unter einem Pseudonym schreibe. Ich habe den Namen Alice Stein gewählt, weil Alice „Wahrheit“ bedeutet und Stein, weil dieser Weg für mich sehr steinig war und ist.

Aus rechtlichen Gründen und zu meinem Schutz werde ich die entsprechenden Verlage, mit denen ich persönliche Erfahrungen gemacht habe, nicht mit Namen nennen, ebenso wenig die Titel meiner bisherigen Bücher. Aber ich werde Ihnen genaueste Hinweise geben, sodass Sie unseriöse Verlage binnen kürzester Zeit erkennen können – noch vor Vertragsabschluss!

Meine persönlichen Erfahrungen

 

Ich habe bisher sechs Publikationen herausgebracht, diese ist meine Siebente, die ich aber leider nicht öffentlich mit meinem richtigen Namen über meine Seite bewerben bzw. erwähnen kann. In diesem Buch gehe ich sehr ins Detail über die schmutzigen Seiten der Bücherbranche. Um Abmahnungen und Klagen zu vermeiden, habe ich beschlossen, dieses Buch unter einem Pseudonym zu schreiben und die Verlage nicht namentlich zu nennen, mit denen ich zu tun hatte. Dennoch möchte ich den Lesern wichtige Informationen nicht vorenthalten, die für jeden der sich für Bücher und die Hintergründe der Buchbranche interessiert, von Bedeutung sein könnten. Insbesondere Autoren und solche, die es werden wollen, sollten auf viele Dinge aufmerksam gemacht werden. Es ist wirklich schade, dass eine Tätigkeit, die so schön ist, wie das Schreiben und Erschaffen eines Buches oftmals mit so viel Schwierigkeiten, Korruption und Schattenseiten verbunden ist. Das betrifft wohl sehr viele Geschäftsbranchen, wo es um Geld, Erfolg und die Erfüllung von Träumen geht. Als Leser und Käufer von Büchern kann man auf die Branche einen wesentlichen Einfluss ausüben, wenn man über gewisse Details informiert ist.
 

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich fünf Bücher und ein Download-Software-Programm bei fünf verschiedenen Verlagen publiziert. Man sollte meinen, dass bei dieser Anzahl nicht so viele Schwierigkeiten auftreten dürften, doch mehr als die Hälfte, nämlich drei von fünf, sind daran beteiligt, dass ich heute dieses Buch schreibe. Hinzu kommen noch die Erfahrungen, die man als Autor/in bei der Suche nach einem Verlag macht, denn da kommt einem ebenfalls allerhand unter.
 

Es lässt sich auch nicht über den Kamm scheren, dass nur kleine Verlage, die oftmals auch Zuschussverlage sind, unseriöse Geschäftspraktiken aufweisen. Eine meiner Publikationen erschien in einem renommierten, großen international erfolgreichen Verlag. Meine Freude war damals dementsprechend groß. Man müsste meinen, die hätten es eigentlich nicht notwendig zu versuchen die Autoren um Bagatellbeträge zu betrügen – doch sie hatten!
 

Vor Zuschussverlagen wird allseits gewarnt und das meiner Meinung nach zu Recht. Aber wenn man denkt, ein Verlag wäre automatisch in Ordnung, nur weil er vom Autor keine finanzielle Beteiligung verlangt, dann kann man mit dieser Schlussfolgerung falsch liegen. Denn die Verlage haben auch andere Mittel und Wege die Autoren zu hintergehen, die nicht so leicht überprüfbar sind.
 

Dann werde ich jetzt beginnen, Ihnen von meinen Erfahrungen zu berichten:
 

Meine erste Buchpublikation lief noch ohne weitere Schwierigkeiten ab. Ich hatte mir zwar wesentlich mehr von der Vermarktung erwartet, aber zumindest hatte ich mit diesem Verlag sonst keine negativen Erfahrungen. Entgegen meinen Erwartungen war es für meine folgenden Publikationen nicht einfacher, einen Verlag zu finden, im Gegenteil - es schien immer schwieriger zu werden. Ich dachte, mit dem ersten Buch wäre der Bann einigermaßen gebrochen, und von da an würde es schneller gehen. Doch es stellte sich heraus, dass die Zeit, die ich für die Verlagssuche brauchte, bei meinem ersten Buch noch am kürzesten war. Das mag auch daran liegen, dass ich häufig das Genre gewechselt habe. Alle meine Bücher bei ein und demselben Verlag zu publizieren, war daher nicht möglich.
 

Zuschussverlage kamen für mich nicht in Frage, denn diesbezüglich hatte ich bereits sehr viele Warnungen gelesen. Diesbezügliche Angebote habe ich sofort abgelehnt. Doch dann unterlief mir ein entscheidender Fehler bei meiner dritten Buchpublikation. Ich ziehe diese nun vor, da es sozusagen der Auftakt der eigentlichen Schwierigkeiten war, und ich in diesem Zusammenhang sehr viel erkennen musste, was in der Verlagsbranche so ablaufen kann. Bald darauf gesellten sich Probleme mit meinem zweiten Buch und meiner Softwarepublikation hinzu, die ich davor abgeschlossen hatte.
 

Aber nun zu meinem dritten Buch und dem Fehler meinerseits bei der Verlagsauswahl, die Probleme in einem Ausmaß nach sich zog, wie ich es nicht erwartet hätte.

 

Aufgrund meines Exposés von meinem dritten Buch (Manuskript), das ich an verschiedene Verlage geschickt hatte, bekam ich von einem Verlag eine Zusage, und sie teilten mir mit, dass sie mir den Vertrag zuschicken. Sie waren äußerst interessiert. Das ist schon einmal sehr ungewöhnlich, denn selbst wenn ein Verlag an einem Thema sehr interessiert ist, so trifft er nie eine endgültige Entscheidung aufgrund eines Exposés, wohlgemerkt noch ohne Leseprobe. Ich hatte es verschickt, da ich vorab ein Interesse am Thema abklären wollte, und gegebenenfalls hätte ich danach mehr geschickt. In dieser Phase bekommt man von einem seriösen Verlag noch kein Vertragsangebot. Das gab mir schon einmal zu denken, und ich hatte den Verdacht, dass es sich um einen Zuschussverlag handeln könnte. Mein Verdacht hatte sich bestätigt, sie wollten 3000 Euro von mir. Dies stand zwar nicht im Vertrag, aber in einem Begleitbrief. Obendrein wollten sie sich vertraglich die Rechte an nachfolgenden Werken zu den gleichen Konditionen sichern, und zwar für die Dauer von sechs Jahren. Das ist natürlich ebenfalls nicht in Ordnung.
 

Aufgrund dessen war das Thema für mich erledigt, und ich erteilte diesem Verlag per Mail eine höfliche aber deutliche Absage. Damit gaben sie sich jedoch nicht zufrieden, sie wollten dieses Buch unbedingt. Ich muss dazu sagen, dass die Thematik dieses Buches zu dem Zeitpunkt sehr aktuell war, gleichzeitig aber noch so gut wie keine Konkurrenzbücher der gleichen Art auf dem Markt waren. Letzteres macht es für die Verlage oft schwierig das Verkaufspotenzial einzuschätzen, weil keine Vergleichswerte vorliegen. Aber das Buch hätte durchaus Potenzial gehabt, das sah wohl auch dieser Verlag so. Telefonisch gingen sie mit mir die einzelnen Punkte im Vertrag durch, mit denen ich nicht einverstanden war, und versuchten mit mir zu verhandeln.
 

Doch ich blieb unnachgiebig auf meinem Standpunkt. Ich hatte ja nichts zu verlieren, denn ich hatte diesen Verlag bereits abgehakt. Nach kurzer Rücksprache mit der Verlagsleiterin gaben sie mir in allen Punkten nach, sicherten mir zu, die Finanzierung alleine zu tragen, und stellten mir eine schnellst mögliche Veröffentlichung in Aussicht. Der Vertrag wurde dementsprechend geändert. Die rasche Veröffentlichung war übrigens der einzige Punkt, den sie tatsächlich eingehalten haben, wenngleich auch mit einer kleinen Verzögerung. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin und ohnehin bereits fast ein Jahr wieder auf Verlagssuche war, war ich damit leicht zu ködern. Obwohl ich eigentlich stolz darauf hätte sein können, dass ich gut verhandelt habe, war ich es nicht. Mein erster Gedanke war: „Jetzt habe ich keinen Grund mehr abzulehnen“ – aber ich hatte irgendwie ein ungutes Gefühl. Eigentlich hätte ich immer noch gerne „Nein“ gesagt, doch ich hatte keinen rationalen Grund mehr. Hätte ich bloß auf mein Gefühl gehört. Aber das tat ich nicht, denn ich wollte mein Buch so bald wie möglich veröffentlichen, also redete ich mir meine Entscheidung schön und verdrängte das negative Gefühl.
 

Zunächst einmal war das fertige Buch qualitativ nicht gut bearbeitet, insbesondere ein Lektorat wurde hier wohl nicht vorgenommen. Man hat stattdessen die neue Rechtschreibung in die alte transformiert, wodurch meinem Eindruck nach mehr Fehler entstanden sind, als jene, die ich selbst versehentlich übrig gelassen hatte. Ich habe den Verlag vor der Veröffentlichung darauf hingewiesen und ihm eine Liste der von mir entdeckten Fehler geschickt. Ich hätte das Ergebnis dieser stundenlangen Arbeit allerdings genauso gut gleich in den Mülleimer werfen können.
 

Dementsprechend groß war meine Enttäuschung nach der Veröffentlichung, und ich musste mir gelegentlich einen Vorwurf in Bezug auf die orthographische Qualität leider gefallen lassen.
Doch ich wollte zuversichtlich bleiben! Ungefähr ein halbes Jahr ist mir das ganz gut gelungen. Der Verkaufsrang auf Amazon war für eine unbekannte Autorin und ein Buch, das kaum extra vermarktet wurde, wirklich recht gut. Ich wartete also schon gespannt auf die Abrechnung.
 

Statt der fälligen Abrechnung bekam ich jedoch einen Brief, in dem man mir mitteilte, dass mein Buch ein Ladenhüter sei und daher verramscht werden müsse. Wohlgemerkt knapp acht Monate nach dem Erscheinungstermin und noch vor dem Weihnachtsgeschäft. Ich konnte mir das nicht erklären, denn ich bekam gerade bei diesem Buch häufiger als bei meinen anderen persönliche Mails von Lesern, die mir ein sehr gutes Feedback zu dem Buch gaben. Ich schrieb das auch dem Verlag und erinnerte an die fällige Abrechnung, die ich natürlich sehen wollte. Doch es kam keine Antwort. Als die Frist vorüber war und noch immer keine Abrechnung kam, forderte ich diese erneut ein, diesmal auch mit dem Hinweis auf meine Rechte als Autorin. Obendrein erwähnte ich nochmals, dass ich persönlich von einigen Lesern kontaktiert worden war, sowie den zeitweise guten Verkaufsrang bei Amazon und schrieb, dass sie mir bitte nicht die Zahl „0“ bei den verkauften Exemplaren angeben sollen, da ich wüsste, dass das nicht stimmen könne. Plötzlich kam am nächsten Tag ein versöhnlicher Anruf mit der Information, dass das Buch vorerst nicht verramscht werde und die Abrechnung verschickt wurde.

 

Interessanterweise war die Anzahl der verkauften Exemplare gar nicht so schlecht, jedenfalls bei weitem nicht so, dass eine Verramschung wenige Monate nach Erscheinen des Buches auch nur annähernd gerechtfertigt wäre. In einigen Verträgen ist eine Verramschung derart geregelt, dass ab einer Anzahl von weniger als 50 verkauften Büchern im Zeitraum von zwei Jahren eine Verramschung durchgeführt werden dürfe. Dieser Verlag hatte dies im Vertrag nur allgemein mit einem Verkaufsrückgang, der nicht mehr wirtschaftlich sei, geregelt, ohne Zahlenangabe. Das kann man sich dann natürlich zurechtbiegen. Es hatten sich jedenfalls weitaus mehr als nur 50 Bücher in einem halben Jahr verkauft. Dennoch habe ich es nicht ausgeschlossen, dass diese Zahlen nicht ganz korrekt sind. Offenbar war der Verlag verunsichert durch meine Erwähnung der persönlichen Kontaktaufnahme der Leser. Ich habe ihnen nicht geschrieben wie viele Mails ich diesbezüglich bekommen habe, insofern haben sie es wohl nicht gewagt eine zu geringe Zahl anzugeben. 
 

Auch die Auszahlung des Honorars erfolgte nicht fristgerecht, und ich musste erneut mehrmals nachfragen. Ich merkte also bereits, hier war der Wurm drin. Die Auswirkungen meiner falschen Entscheidung wurden immer offensichtlicher. Hinzu kamen Artikel, die ich als Werbemaßnahme für mein Buch schreiben sollte, die aber nie gedruckt wurden. Geschweige denn, dass ich auf mein Nachfragen diesbezüglich eine Antwort bekommen hätte. Ein Jahr nach Erscheinen dieses Buches war mir klar, dass dies eine denkbar schlechte Zusammenarbeit war und der absolut falsche Verlag für mein Buch. 
 

Als dann auch die zweite Abrechnung ausblieb, musste ich mir einerseits überlegen, wie ich diesem Verlag am besten klarmache, dass ich mich so nicht behandeln lasse, und dies auch keine professionelle Geschäftsgebarung sei. Andererseits wollte ich am liebsten so schnell wie möglich raus aus diesem Vertragsverhältnis, was natürlich absolut nicht leicht ist. Gleichzeitig vermutete ich sehr stark, dass der Verlag, selbst wenn er einmal die Abrechnung schickt, keine 100%ig korrekten Angaben macht. Wenn ich das beweisen könnte, wäre der Verlag des Betrugs überführt, und ich käme aus dem Vertragsverhältnis heraus. Ich nahm mir daraufhin einen Anwalt. Über diesen forderte ich die ausständige Abrechnung ein und außerdem Detailangaben zu den verkauften Exemplaren. Diese Detailangaben beinhalten die Angabe der Verkaufszahlen bei den jeweiligen Grossisten und Buchhandlungen mit Datumsangabe des Verkaufs. Darauf hat jeder Autor ein Recht, egal ob es im Vertrag steht oder nicht! Danach kam zwar die Abrechnung, die Detailangaben fehlten jedoch; außerdem hatte der Verlag wohl als eine Art Racheakt mein Honorar um 30% gekürzt, ohne Angabe von Gründen, versteht sich. 
 

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