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Die Schmahamas-Verschwörung

Moin, Leute!

Herzlich Willkommen zurück in der Welt von Minecraft Freedom! Ich wünsche euch jetzt viel Spaß bei meinem Versuch, die Welt von Freedom in ein kleines Buch zu verwandeln.

Euer Pdizzle aka Palle aka Patrick :)

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Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Anhang

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Es war ein herrlicher Tag in der Welt von Freedom.1 Ein paar Sonnenstrahlen kitzelten Paluten an der Nase und draußen krächzten die Chocobos um die Wette. Genüsslich streckte er sich in seinem Bett. Erst den rechten Arm und das linke Bein, dann andersherum, ehe er mit Schwung die Decke zurückschlug und aus den Federn hüpfte. Ja, eindeutig ein schmackhafter Tag.

Paluten schlenderte zum Fenster hinüber. Auf dem Platz vor seinem Haus wuselte wie immer das Leben. Früher hatte er sich gefragt, wo all die Leute eigentlich so plötzlich hergekommen waren, die sich hier niedergelassen hatten. Aber mittlerweile war ihm das nicht mehr wichtig. Jeder war hier willkommen und das machte diesen Ort so besonders. Im Dorfd2 fand jeder sein Zuhause.

Es machte Paluten stolz, wie friedlich hier alle miteinander leben konnten. Er und seine Freunde, der Freedom Squad, hatten hart dafür gekämpft – und es hatte sich gelohnt.

Einst war die Welt von Freedom ein Reich des Chaos gewesen. Der böse König Xaroth hatte die Herrschaft an sich gerissen und versklavte Land und Leute, wie es ihm passte. Alle hatten in Angst und Schrecken gelebt. Das Dorfd wurde in dieser Zeit zur Basis des Widerstandes. Es tobte ein langer, unerbittlicher Krieg. Doch mit vereinten Kräften war es dem Freedom Squad gelungen, Xaroth zu stürzen. Seither war Ruhe eingekehrt.

Paluten dachte gern an den Tag zurück, an dem sie die letzte, alles entscheidende Schlacht geschlagen hatten. Doch nach all der Aufregung war es jetzt auch schön, einfach ausschlafen und dann die Sonne genießen zu können.

Ein Farbklecks zog Palutens Aufmerksamkeit auf sich. Auf dem Platz unten erspähte er eine merkwürdige Gestalt. Obwohl so viele Menschen unterwegs waren, stach diese Person ganz eindeutig aus der Masse hervor. Es war ein Mann in Umhang und albernen Pluderhosen, der einen großen, lilafarbenen Hut trug, an dem eine buschige Feder wippte. Ein Spitzbärtchen zierte sein Gesicht. So jemanden hatte Paluten hier noch nie gesehen. Und er kam auch noch zielstrebig auf sein Haus zugelaufen! Was er wohl wollte?

Noch bevor der Mann bei Paluten anklopfen konnte, war der schon im Flur angelangt und riss neugierig die Tür auf. »Guten Tag, Sir!«, begrüßte er den Fremden freundlich.

Verdutzt hielt der Mann inne, die Hand noch zum Klopfen erhoben. Sein Blick wanderte zu seiner Faust empor, als würde er sich fragen, was er gerade noch damit vorgehabt hatte, dann ließ er den Arm wieder sinken. »Guten Tag.«

Erwartungsvoll stand Paluten da und sah ihn mit großen Augen an. Es vergingen drei Sekunden, dann fünf, dann sieben. Langsam wurde das Schweigen unangenehm. Wieso sagte der Fremde denn nichts?

»Ähm, wollten Sie … zu mir?«, versuchte Paluten es vorsichtig.

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»Das kann schon sein«, antwortete Pluderhose und kramte einen Umschlag aus den Tiefen seines Umhangs hervor. Er hielt ihn sich vors Gesicht, kniff die Augen zusammen, starrte konzentriert auf die Vorderseite des Umschlags, dann auf Paluten, Umschlag, Paluten, Umschlag, Paluten. Schließlich nickte er und drehte den Umschlag um, damit Paluten sehen konnte, worauf er da die ganze Zeit geguckt hatte. Es war eine Zeichnung.

»Sind Sie das?«

Paluten betrachtete die Zeichnung genauer, legte den Kürbiskopf schief, änderte noch mal den Blickwinkel, kratzte sich am Kopf. Ja, möglich war es. Nicht besonders gut getroffen, und die Linien wirkten merkwürdig krakelig, als hätte jemand den Stift mit den Füßen oder der Zunge gehalten, aber eine gewisse Ähnlichkeit war da.

»Das kann schon sein. Sind Sie der Briefträger?«

Pluderhose riss entsetzt die Augen auf. »Briefträger?!«

Bei ihm klang das Wort wie eine Beleidigung. Paluten verstand nicht ganz, was er falsch gemacht hatte.

»Ich bin Botschafter!«

»Ach, echt?« Paluten bezweifelte das. Wieso sollte jemand mit einem so wichtigen Amt ihm Briefe bringen? Noch dazu in so komischen Klamotten? Einen Botschafter konnte doch sicher niemand dazu zwingen, so einen Hut zu tragen.

»Natürlich!« Der Mann hob den Zeigefinger und reckte die Nase in die Luft, sodass die Feder an seinem Hut wackelte. »Ich überbringe Botschaften. Was sollte ich also sonst sein?«

»Äh …«, begann Paluten, ließ es dann aber doch lieber bleiben. Der Briefträger, der keiner sein wollte, hatte immerhin noch seinen Brief, und den wollte er haben. »Ja, ergibt Sinn. Kann ich den Brief denn dann …?«

»Die Botschaft!«

»Ja, klar, also, kann ich die Botschaft dann bitte haben?«

»Selbstverständlich. Bitte bestätigen Sie den Erhalt der Botschaft hier, hier und hier.«

Pluderhose entrollte ein langes Dokument vor Paluten und deutete auf drei Stellen, an denen dünne Linien Platz für eine Unterschrift ließen. Ansonsten war das Papier über und über mit winzigen Buchstaben übersät, die Paluten unmöglich entziffern konnte. Doch das hatte bestimmt alles seine Richtigkeit. Paluten zuckte nur mit den Schultern und kritzelte sein »Palle« auf die Linien. Immerhin wollte er endlich diesen Brief haben! Briefe waren immer etwas Besonderes.

»Danke«, näselte der angebliche Botschafter, rollte das Schriftstück wieder zusammen und ließ es in seinem Umhang verschwinden, ehe er Paluten den Umschlag übergab.

Der riss ihn sofort auf und begann zu lesen.

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Pluderhose räusperte sich vernehmlich. Irritiert blickte Paluten von seinem Brief auf. Er fand es ganz schön unhöflich, dass der Briefträger, oder was immer er war, ihn beim Lesen beobachtete. Aber der Mann bewegte sich nicht vom Fleck. Er schien auf irgendwas zu warten …

Dazu passend streckte er jetzt einen Arm aus – und Paluten verstand. Natürlich, die Bezahlung! Hastig durchwühlte er seine Taschen und fand dort eine Karotte, die er Pluderhose strahlend in die Hand drückte.

»Aber nicht alles auf einmal futtern«, mahnte Paluten. »Das mache ich nämlich immer, aber es endet nie gut.«

Pluderhose betrachtete die Möhre, als hätte er so etwas noch nie zuvor gesehen. Armer Kerl. Vielleicht gab es dort, wo er herkam, keine Karotten? Paluten hatte Mitleid mit ihm und klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. Dann widmete er sich wieder dem Brief. Nur aus den Augenwinkeln sah er, wie der Bote mit stockenden Schritten davonging, den Blick noch immer wie gebannt auf die Karotte gerichtet. Paluten freute sich darüber, dass er ihm so eine tolle Belohnung gegeben hatte. Doch der Brief war jetzt wichtiger. Also noch mal, was hatte da gestanden?