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Didaktik für den Unterrichtsalltag

Herausgeberschaft der Reihe praxis
im hep verlag

Prof. Dr. Esther Kamm
Abteilungsleiterin Sekundarstufe I
Pädagogische Hochschule Zürich (PH Zürich)

Willy Obrist
Vorsteher der Abteilung für Gewerbe-, Dienstleistungs- und Laborberufe (gdl)
Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (gibb)

Dr. phil. Andreas Schubiger
Mitglied der Schulleitung, Leitung Abteilung Berufspädagogik
Zentrum für berufliche Weiterbildung (ZbW), St. Gallen

Prof. Dr. Christoph Städeli
Abteilungsleiter Sekundarstufe II/Berufsbildung
Pädagogische Hochschule Zürich (PH Zürich)

Dr. phil. Thomas Zellweger
Dozent Bildungs- und Sozialwissenschaften, Mentor Berufsbildung
Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ), Luzern

Prof. Claudio Zingg
Prorektor Weiterbildung und Dienstleistungen
Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG)

Inhaltsverzeichnis

Pädagogische Leitgedanken
Vorwort von Hansjörg Neubert

Editorische Vorbemerkung der Autoren

1  Vor dem ersten Unterrichtstag

Sich auf den neuen Auftrag vorbereiten

2  Der erste Unterrichtstag

Den Lernenden einen guten Start ermöglichen

3  Das erste Quartal

Standortbestimmung

4  Das zweite Quartal

Alte Muster ändern

5  Das zweite Semester

Ein erstes Ziel vor Augen

6  Das zweite und jedes weitere Jahr

Nicht Anfang und nicht Ende

7  Das letzte Semester

Einen guten Abschluss finden

Literaturempfehlungen
Verzeichnis der Abbildungen, Tabellen und Instrumente

Register

Instrumente

Pädagogische Leitgedanken

Vorwort von Hansjörg Neubert

Angehende Lehrerinnen und Lehrer befinden sich zu Beginn ihrer Unterrichtstätigkeit in einer fatalen Lage. Auf der einen Seite gibt es eine Flut einschlägiger didaktischer Literatur, die über verschiedene Aspekte unterrichtlichen Handelns informiert und jeden Bereich auf mehr oder weniger hohem theoretischem Niveau beleuchtet. Aber welche Literatur soll man angesichts der unüberblickbaren Fülle verwenden?

Auf der anderen Seite sind praxisnahe Einführungen, die konkrete handlungsleitende Hinweise zur Gestaltung des Unterrichts geben, oftmals verpönt – zumal auf der Wissenschafts- und Ausbildungsebene – und werden gerne als unwissenschaftliche Kompendien- und Rezeptliteratur abgetan.

Wo aber finden angehende Lehrerinnen und Lehrer oder Einsteiger/innen in den Lehrberuf Antwort auf ihre ganz konkreten Fragen: »Wie bereite ich mich auf den Unterricht vor? Wie gestalte ich den ersten Tag? Mit welcher Personen- bzw. Lernendengruppe muss ich rechnen? Wie schaffe ich ein kooperatives und leistungsorientiertes Lernklima? Wie integriere ich Stützund Förderunterricht? Wie wird ein Lernjournal geführt?« u. a. m. Zugegeben: Diese Fragen sind theoretisch nicht sonderlich spektakulär, aber praktisch müssen sie nun einmal geklärt werden, um Unterricht überhaupt durchführen zu können.

Das Führen von Unterricht – ich sage es überspitzt – ist weniger ein theoretisches Problem, das mit spektakulären Denkmodellen und theoretischem Wissen zu lösen ist, als vielmehr ein praktisch-pragmatisches Problem, das pädagogische Erfahrung, didaktisches Können und vor allem »Lust am Klarmachen« (Martin Wagenschein) erfordert. An dieser Umgangspraxis und am Vertrautsein mit dem alltäglichen Unterrichtsgeschehen hat man anzusetzen, wenn man etwas über die Kunst des Unterrichts erfahren will. »Frage nicht einen Gelehrten, frage einen Erfahrenen« – so sagt es eine alte chinesische Spruchweisheit.

Diese Spruchweisheit kann auch als Motto für das Buch von Christoph Städeli und Andreas Grassi gelten. Hier schreiben zwei Autoren, die aus einer langen Erfahrung und aus einem großen Vertrautsein mit dem alltäglichen Unterricht schöpfen. In praktisch-pragmatischer Absicht und ausgehend von konkreten Handlungs- und Gestaltungsproblemen widmen sie sich jenen Fragen und Details des Unterrichtsalltags, die in den eher generalisierenden Unterrichtstheorien und -modellen nie angesprochen werden, auf welche die Lehrerinnen und Lehrer aber tagtäglich eine Antwort finden müssen.

Grob gesagt, sind es drei Fragenkomplexe, um welche die Ausführungen von Städeli und Grassi kreisen und die, differenziert und zugleich voll stupender Schulweisheit, von den Autoren bedacht und beantwortet werden:

  • Wie wird Unterricht aufrechterhalten, und was muss die Lehrperson dabei beachten?

  • Wie können die Lernenden an ihrem Lernvorgang und darüber hinaus am Unterricht besser beteiligt werden?

  • Wie lässt sich das eigene Unterrichtsverhalten kritisch reflektieren?

In immer neuen Perspektiven und Konkretisierungen werden diese drei Fragenkomplexe thematisch variiert, theoretisch ausgelotet und in behutsamen Handlungsvorschlägen zur Bewältigung des Unterrichts verdichtet. Insofern kann man das Buch als eine »Führungslehre des Unterrichts« (Peter Petersen) bezeichnen, ja, als aktuelle und stufengerechte Version der von Petersen in reformpädagogischer Absicht einmal vorgeschlagenen »Grundregeln der Kunst, sich frei bewegende und arbeitende und sich frei fühlende Kinder zu leiten« (Petersen, Führungslehre des Unterrichts, Berlin/Leipzig 1937).

Liest man das Buch von Städeli und Grassi, dann hat man den Eindruck, an einem Lehrgespräch, ja, an einem »Coaching« zur Unterrichtsführung teilzunehmen: »Bedenke dies«; »Vergiss jenes nicht«; »Berücksichtige dieses«; »Achte auf jenes« … Man fühlt sich in gewisser Weise an der Hand genommen, um, unterstützt mit gutem Rat, einen Weg zu gehen, der von der Vorbereitung des ersten Unterrichtstages über die pädagogische Standortbestimmung in den einzelnen Unterrichtsquartalen bis hin zur Gestaltung des Abschlusses geht. Und was Städeli und Grassi von den Lehrern fordern, darin sind sie selbst Meister: Sie sind »Meister der didaktischen Reduktion«, und man spürt förmlich ihre »Lust am Klarmachen«.

Es ist eine »Didaktik zum Anfassen« (Herbert Gudjons), die hier vorgelegt wird, und diejenigen, die sie als Ratgeber nutzen, werden gut gewappnet, sicherer und wohl auch mutiger in den Unterricht gehen.

Prof. Dr. Hansjörg Neubert
Berlin, im Frühjahr 2012
Freie Universität Berlin

Editorische Vorbemerkung der Autoren

Die Bilder zu diesem Buch stammen von Reto Schlatter (www.retoschlatter.ch). Sie zeigen eine ganz normale Unterrichtslektion in einer Zürcher KV-Klasse: Pause und Ankunft der Lernenden im Klassenraum; informierender Unterrichtseinstieg; Klassengespräch; Lernende bei der Einzel- und Partnerarbeit und bei der Präsentation der Ergebnisse; die Lehrerin beim Frontalunterricht und als Einzel- oder Gruppencoach; Abschluss der Lektion. Der Klasse von Petra Skrobala sei für ihr Gastrecht herzlich gedankt.

In jedes Kapitel haben wir ferner eine oder zwei »Situationen« aus dem Unterrichtsalltag eingestreut und mit ein paar Fragen zur Reflexion versehen. Vielleicht werden Sie sich an eigene Erlebnisse in Ihrer Anfangszeit erinnert fühlen – dies ist durchaus beabsichtigt.

Die »Situationen« sind aufgrund von Rückmeldungen von Praktikumslehrpersonen der Pädagogischen Hochschule Zürich (Abteilung Sekundarstufe II/Berufsbildung) entstanden. Allen Beteiligten danken wir für ihre Beobachtungen und die Erlaubnis, die Feedbacks in unserem Buch zu verwenden.

Christoph Städeli und Andreas Grassi
Sommer 2012

Situation 1

Lehrer A kommt bei normalen Temperaturen in kurzen Hosen und einem leuchtenden T-Shirt mit Aufdruck zum Unterricht. Das sei doch cool, mit den Lernenden auf Augenhöhe zu sein.

  • Warum arbeite ich als Lehrer oder Lehrerin? Was fasziniert mich an diesem Beruf?

  • Welche Lehrpersonen haben mich in meiner eigenen Schulzeit beeindruckt? Was hat mir an ihnen besonders gut gefallen?

  • Was will ich den Lernenden am ersten Schultag – neben den Inhalten – an Werten weitergeben?

   1

 

 

Vor dem ersten Unterrichtstag

Sich auf den neuen Auftrag vorbereiten

Sie verfügen über ein breites Wissen und Können in Ihrem Fachgebiet. Sie haben sich eingehend mit den Lehrplänen und Lehrmitteln beschäftigt und wissen, wo Sie am ersten Tag ansetzen können. Wie können Sie sich nun auf den ersten Schultag vorbereiten?

Auf vier Bereiche gehen wir in diesem ersten Kapitel ein:

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Vor dem Unterricht
Die Lernenden diskutieren miteinander, erzählen und tauschen Erfahrungen aus, (häufig) auch zu Themen, die nichts mit dem Unterricht zu tun haben – gute Beziehungen unter den Lernenden sind von großer Bedeutung für »Klassengeist« und Lernklima.

Die Klassenliste studieren

Von der Schulverwaltung erhalten Sie eine Klassenliste. Ihr entnehmen Sie, wie viele Lernende die Klasse zählt, wie sie sich auf die Geschlechter verteilen, woher sie stammen und wo sie wohnen. Vielleicht wurden bei der Einschreibung Tests durchgeführt und weitere Daten wie Vorbildung und Abschlussnoten erfasst, die Ihnen nun zur Verfügung stehen. Bei der Interpretation solcher Daten ist allerdings Vorsicht geboten, damit nicht bereits vor Unterrichtsbeginn Vorurteile und ablehnende Haltungen gegenüber einzelnen Lernenden entstehen. Durch eine neutrale Erwartungshaltung ermöglichen Sie den Lernenden einen guten Start. Dies wirkt sich positiv auf deren Motivation aus.

Wenn Sie sich schon vor Beginn des Unterrichts von Zwischenberichten und ungenügenden Vornoten beeinflussen lassen, werden Sie die Lernenden auch entsprechend wahrnehmen. Erwartungen neigen dazu, sich zu erfüllen, und vor allem beeinflussen sie unser Verhalten unbewusst, sodass am Ende eintrifft, was wir erwartet haben: Der Kreis der sich selbst erfüllenden Prophezeiung schließt sich. Orientieren Sie sich also nicht an vergangenen Leistungen, sondern daran, wie sich Lernende in den ersten Wochen bei Ihnen im Unterricht zeigen.

Das Klassenzimmer erkunden

Für das Lernen ist die Lernumgebung sehr wichtig. Sie haben erfahren, in welchem Raum der Unterricht stattfinden wird. Es empfiehlt sich, einige Tage vor Beginn des Unterrichts Raum und Einrichtung zu erkunden, damit Sie Ihre Unterrichtsvorbereitungen auf die Gegebenheiten abstimmen können. Klären Sie rechtzeitig ab, welche Medien, Bücher, Arbeitsmittel und Nachschlagewerke Ihnen zur Verfügung stehen und auf welche Verbrauchsmaterialien wie Blätter, Hefte usw. Sie im Unterricht direkt zurückgreifen können.

An der Einrichtung und Gestaltung eines Klassenzimmers lässt sich gut erkennen, welche Unterrichtsformen angewandt werden. Besteht Ihr Unterricht hauptsächlich aus einer Kombination von Frontalunterricht und Einzelarbeit, so werden die Tische und Stühle in Richtung Lehrerpult ausgerichtet sein. Wird häufig in Partnerarbeit oder in Kleingruppen gearbeitet, so können die Tische zu Gruppenarbeitsplätzen zusammengeschoben werden.

Die Lehrerkolleginnen und -kollegen kennenlernen

Von der Verwaltung oder Ihren Vorgesetzten erfahren Sie, mit welchen anderen Lehrpersonen Sie die einzelnen Klassen unterrichten. Es ist empfehlenswert, sich mit den Kollegen und Kolleginnen vor Beginn des Quartals zu einer Besprechung zu treffen. Dabei können Sie Folgendes erfahren:

  • Was ist meiner Kollegin, meinem Kollegen im Unterricht wichtig?

  • Welche Unterrichtsformen bevorzugt sie oder er?

  • Können und wollen wir den Unterrichtseinstieg, die ersten Lektionen, den ersten Schultag gemeinsam gestalten?

  • Zeigen wir den Lernenden, dass wir ein Team sind oder dass wir eher eigene Wege gehen wollen?

  • Wollen oder müssen wir in absehbarer Zeit zusammen einen gemeinsamen Anlass organisieren, zum Beispiel einen Elternabend?

Eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen im Schulhaus ist sehr wichtig: Erfahrungen können ausgetauscht, neue Unterrichtsformen und -materialien zur Diskussion gestellt werden. Die Lernenden schätzen es, wenn die Lehrpersonen gut zusammenarbeiten und sich gegenseitig als Fachleute respektieren.

Den Unterricht planen

Der erste Unterrichtstag muss sorgfältig vorbereitet und geplant werden. Es ist vorteilhaft, wenn Sie sich zu Beginn mithilfe einer Sachstrukturanalyse klarmachen, welche Inhalte es zu vermitteln gilt und welche Bedingungen dabei berücksichtigt werden müssen. Mit zunehmender Erfahrung werden Sie allmählich die für Sie am besten geeignete Form finden, die Sachstruktur darzustellen (Mindmap, selbst erstelltes oder vorgegebenes Raster u. a. m.). Auch mit viel Unterrichtserfahrung ist es aber notwendig, sich die einzelnen Schritte schriftlich und chronologisch auf einem Blatt zu notieren.

Zur Unterrichtsvorbereitung gehört auch das Bereitstellen der Unterrichtsmedien und das Reservieren von Apparaten. An vielen Schulen gibt es Checklisten für den ersten Unterrichtstag, die Ihnen helfen, den administrativen Aufwand in Grenzen zu halten. Für die Unterrichtsplanung sind folgende Fragen hilfreich:

  • Was wird durch den Lehrplan vorgegeben (Ziele, Inhalte …)?

  • Welche Materialien stehen mir zur Verfügung (Lehrmittel, Nachschlagewerke …)?

  • Wie ist das erste Thema strukturiert? Was ist daran besonders wichtig?

  • Über welches Vorwissen verfügen die Lernenden wahrscheinlich?

  • Wie werde ich meinen Unterricht gliedern? Einleitung, Hauptteil, Schluss?

  • Mit welchen Arbeitsaufträgen kann ich die Lernenden dazu anregen, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen ( Kapitel 2, »Anforderungen stellen«, Seite 23, und Instrument 2.1, »Einen Arbeitsauftrag formulieren«, Seite 113)?

  • Wie kontrolliere ich die Lernfortschritte und gebe den Lernenden dazu eine Rückmeldung?

Denken Sie jetzt schon daran, dass nicht alle Lernenden für das Erarbeiten der Inhalte gleich viel Zeit und Unterstützung benötigen. Seien Sie deshalb zu Beginn achtsam, dass Sie die Lernenden nicht über-, aber auch nicht unterfordern. Wichtig ist ebenso, dass Sie Neues anhand konkreter Beispiele aus dem Erfahrungs- und Lebensfeld der Lernenden einführen, damit diese erkennen können, warum die Inhalte für sie bedeutsam sind.

Instrumente zu Kapitel 1

1.1  Unterrichtsplanung

Vor der eigentlichen Unterrichtsplanung werden Sie zunächst die Lehrpläne studieren. Auf vielen Schulstufen existiert ein übergeordneter Lehrplan (Bildungsplan), in dem Sie die allgemeinen Vorgaben finden. Wie diese umgesetzt werden sollen, ist meist in Schullehrplänen ausgeführt. Alle diese Vorgaben sind für Sie verbindlich. In den Lehrmitteln finden Sie schließlich konkrete Beispiele für den Unterrichtsalltag.

Buch, Seite 109

1.2  Eine eigene Klassenliste erstellen

Ein wichtiger Grundsatz beim Erstellen der Klassenliste ist Transparenz. Gestalten Sie die Liste so, dass Sie sie auch den Lernenden zur Verfügung stellen können, und erheben Sie nur Daten, die Sie wirklich benötigen. Wir haben dazu ein Instrument gestaltet.

Buch, Seite 110

1.3  Eine Checkliste für den ersten Schultag entwickeln

Viele Schulen haben eigene Checklisten für den ersten Schultag. Einerseits sollen die Lernenden die neue Lernumgebung kennenlernen, andererseits sollen sie bereits erste Inhalte erarbeiten können. Es gilt, beide Anliegen in einer guten Balance zu halten. Wir haben dazu eine Hilfestellung entwickelt.

Buch, Seite 111

Situation 2

Lehrerin B ist stolz auf ihre minutiös erarbeitete Unterrichtsvorbereitung: ein dicht beschriebenes Blatt; Vorlagen und Arbeitsblätter hat sie in mehreren Varianten ausgedruckt und in Zeigetaschen abgelegt; die Zeitplanung ist äußerst präzise, jeder Schritt im Minutentakt notiert. C stürzt drei Minuten vor Unterrichtsbeginn ins Klassenzimmer. Ein Arbeitsblatt sollte noch kopiert, eine rudimentäre Powerpoint-Präsentation auf den Schulcomputer übertragen werden. Ein spontaner Unterrichtseinstieg, und los geht’s …

  • Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Schultag als Schüler/in? Welche Eindrücke sind Ihnen geblieben?

  • Was ist Ihnen als Pädagoge oder Pädagogin besonders wichtig in dieser Startphase?

  • Mit welchen Erwartungshaltungen an die Lehrperson und die Schule werden die Lernenden zu Ihnen in den Unterricht kommen?

  • Wie bereiten Sie sich als Lehrperson mental auf den ersten Schultag vor? Welchen Eindruck möchten Sie den Lernenden vermitteln?

   2

 

 

Der erste Unterrichtstag

Den Lernenden einen guten Start ermöglichen

Als Lehrperson können Sie durch Freundlichkeit, verständliche Sprache, Klarheit und Transparenz dazu beitragen, dass die Lernenden den Einstieg gut meistern.

Zu den folgenden Fragen in diesem Zusammenhang mehr im zweiten Kapitel:

Detailvorbereitung

Der Ablauf der ersten Lektionen muss besonders gut strukturiert sein. Für die Lernenden ist es hilfreich, wenn Sie die Struktur der Einstiegslektionen für sie sichtbar machen, zum Beispiel an der Tafel. So können die Lernenden sich zu Beginn orientieren und erfahren, welche Arbeiten und Lernschritte auf sie warten. Sie selbst drücken sich knapp, klar und verständlich aus und schreiben nicht zu viele Punkte auf. Dann legen Sie alle Materialien bereit und prägen sich mithilfe der Klassenliste bereits einige Namen ein.

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Abbildung 2-1 Informierender Unterrichtseinstieg

Die Lernenden freundlich begrüßen

Vor Beginn des Unterrichts warten Sie im Klassenzimmer auf die Lernenden und begrüßen sie freundlich. Vielleicht ergeben sich mit Einzelnen bereits kurze Gespräche. Eigene Fragen halten Sie noch zurück, Sie sollen nicht in die Rolle des Ausfragenden kommen. Dafür hören Sie zu und interessieren sich für die Anliegen der Lernenden.

Der erste Eindruck ist entscheidend. Die Lernenden nehmen wahr, wie die Lehrperson mit ihnen umgeht. Ein respektvoller Umgang in diesen ersten gemeinsamen Stunden ist wegweisend für ein gutes Unterrichtsklima. Die Lernenden werden auch die Lernumgebung kritisch mustern. Eine angenehme Lernumgebung mit einer klaren Ordnung und eine funktionale Einrichtung des Klassenzimmers wirken sich positiv auf Arbeits- und Lernhaltung aus.

Übergänge von einer Schulstufe in eine andere sind zwar spannend. Aber sie verlangen von den Lernenden immer auch ein besonderes Maß an Anpassungsleistungen: Es besteht Gefahr, dass man sich am neuen Ort zunächst nur schlecht zurechtfindet. Weisen Sie als Lehrperson zu Beginn kurz auf die Besonderheiten der neuen Schulstufe hin und zeigen Sie sich zuversichtlich, dass die Lernenden die Veränderungen meistern werden.

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