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Das Jahreszeiten-Spielebuch für Krippenkinder

Martina Wagner

Das Jahreszeiten-Spielebuch für Krippenkinder

Geschichten, Fingerspiele, Kreativideen und Spielaktionen für jeden Tag

Illustrationen: Vanessa Paulzen

Ökotopia Verlag, Aachen

Inhalt

Vorwort

Frühling

Frühlingserwachen

Hühner und Hasen

Der Garten

Die Schnecke

Die Raupe und der Schmetterling

Sommer

Marienkäfer

Bienen

Das Leben im und auf dem Wasser

Auf dem Bauernhof

Sonnenblumen

Herbst

Herbstmäuse

Der Apfel

Herbstblätter

Herbstwind

Kürbis- und Laternenzeit

Winter

Sternen- und Weihnachtszeit

Der Schnee

Die Vögel im Winter

Klänge und Geräusche in der dunklen Jahreszeit

Kreative Spiele in der Faschingszeit

Anhang

Register

Zur Autorin

Zur Illustratorin

Vorwort

Krippenkinder lernen mit Kopf, Herz und Hand und mit allen Sinnen

Kinder erobern sich ihre Welt mit all ihren Sinnen. Die Aufgabe der Eltern und Erzieher/-innen bestehen darin, dem Kind Anregungen und Möglichkeiten zu bieten, die seinen Bedürfnissen und seiner Entwicklung entsprechen. Spiel- und Bewegungserfahrungen und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien spielen im täglichen Leben des Kindes eine zentrale Rolle und sollen eine Einheit bilden. Wenn wir uns als Erwachsene auf die Erlebniswelt des Kindes einlassen, erweist sich ihr scheinbar sinnloses Tun als sinnvolle Tätigkeit, um sich mit allen Sinnen die Welt zu erobern. Beim Experimentieren macht das Kind eine Vielzahl von Erfahrungen, die aufeinander aufbauen und für spätere Lernprozesse wichtig sind. Je jünger ein Kind ist, desto mehr lernt es durch Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken, durch das Spüren der Bewegung und das Funktionieren seines Körpers die Umwelt kennen. Alles wird berührt und ausgiebig ertastet. Vieles wird noch in den Mund genommen. Diese Lernerfahrungen, die das Kind im Spiel durch Wahrnehmung und Bewegung in den ersten Lebensjahren macht, sind die Grundlage der Persönlichkeitsentwicklung.

Das Buch bietet eine Vielzahl praktischer Anregungen für die Arbeit mit kleineren Kindern zwischen 1 und 3 Jahren. Es zeigt Ideen auf, den Alltag und Jahreslauf sinnlich zu erleben und ein Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen. Praxiserprobte und leicht zu realisierende Spielideen, Fingerspiele, Spiellieder, Bewegungsspiele, kurze anschauliche Geschichten, Sinneserfahrungen und einfache Kreativangebote werden vorgestellt. Die hier versammelten Kreativ-, Spiel- und Bewegungsangebote begeistern Kinder, lassen erste Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien zu, regen die Experimentierfreude an, wecken Neugierde, ermutigen zu selbstständigem Denken und sensiblem Fühlen. Spielerisch setzen sich die Kinder mit ihrer Umwelt auseinander, sie spüren Freude und haben Erfolgserlebnisse und lernen dabei ganzheitlich.

Aufbau des Buches

Das Buch wurde speziell für die Arbeit mit Krippenkindern konzipiert. Auch Eltern, die sich zu Hause oder in Eltern-Kind-Gruppen intensiv mit ihrem Kind beschäftigen möchten, finden hier viele Anregungen.

Die Inhalte des Buches sind leicht umsetzbar und auf die Bedürfnisse dieser Altersgruppe abgestimmt. Die Angebote lassen sich in Kleingruppen oder in der Gesamtgruppe durchführen.

Es wurden bewusst jahreszeitliche Themen aufgegriffen, da sie eine Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der Kinder ermöglichen.Sie bieten die Möglichkeit, Wissen zu vertiefen und Neues kennenzulernen. Besonders die Kleinen brauchen einen direkten Bezug, um zu lernen und sich zu entwickeln.

Kinder lernen mit Kopf, Herz und Hand und vor allen mit ihren Sinnen. Nur so macht Lernen Freude und ermöglicht Erfolgserlebnisse. Deshalb werden alle Themen auf vielfältige Weise, ganzheitlich und kindgerecht aufgegriffen. Alle Sinne sollen dabei angeregt werden und die Freude am Tun steht im Vordergrund.

Zu den verschiedenen Jahreszeiten werden Themen vorgestellt, wie man den Kindern bestimmte Bereiche des täglichen Lebens und der Natur näherbringen kann.

Alle Geschichten, Reime, Texte und Lieder zum Vorlesen, Vorsprechen und Vorsingen sind in der hier dargestellten Schriftart gekennzeichnet.

Zu Beginn jedes Jahreszeiten-Unterthemas stehen jeweils kurze Geschichten, die dann mit Materialerfahrungen vertieft werden sollen. Wichtig ist, dass die Geschichten möglichst lebendig und anschaulich dargestellt werden. Dazu kommen die aufgelisteten Materialien und Gegenstände zum Einsatz: Sie begeistern nicht nur die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer, sondern ermöglichen ihnen auch, Bezüge zur Alltagswelt herzustellen. Gerade die Kleinsten benötigen diese visuelle Unterstützung, um den Handlungsabläufen besser folgen zu können.Die einfachen Geschichten sind klar strukturiert, so dass sie leicht frei erzählt werden können. Durch das freie Erzählen kann die Spielleitung stets Blickkontakt zu seinem jungen Publikum halten und somit besser auf es eingehen. Besonders freuen sich die Kinder, wenn sie persönlich mit einbezogen werden. In einigen Geschichten sprechen die vorkommenden Figuren sie direkt an: „Hallo, Kinder, ich bin’s, die kleine Maus!“ Die Kleinen können sprachlich und pantomimisch mitwirken und sogar direkten körperlichen Kontakt zu den Figuren aufnehmen.

Kinder lieben anschauliche und lebendige Geschichten. Schon die Jüngsten sehen und hören gespannt zu und freuen sich besonders über Wiederholungen. Eine Geschichte eignet sich als Einstieg, kann aber auch zwischendurch erzählt werden.

Nach einer Geschichte folgt jeweils eine Vertiefung des Themas. Wichtig ist, den Kindern die Zeit und die Möglichkeit zu geben, Naturmaterialien wie Blätter oder Steine genau zu erforschen, mit ihnen frei zu spielen und zu experimentieren. Besonders die Freispielzeit kann hierfür nochmals genutzt werden.

Bei einer Sinneserfahrung lässt sich aus Obst und Gemüse gemeinsam ein leckeres Essen zubereiten.

Ein weiterer fester Bestandteil des Buches sind Fingerspiele und Spiellieder mit Bewegungen. Diese begeistern schon die Kleinsten und sprechen sie auf ihrer kindlichen Ebene an. Lieder mit einfachen Texten und bekannten Melodien laden zum Mitsingen ein, vermitteln durch wiederkehrende Abläufe Vertrautheit und prägen sich schnell ein. Die Kinder freuen sich, auf ihre Weise durch Klatschen, Lallen, Singen oder Bewegungen an diesem Gemeinschaftserlebnis teilzuhaben und gelangen so rasch zu Erfolgserlebnissen. Wegen der bekannten Melodien können sie ohne langes Einüben gleich gesungen werden.

In jedem musikalischen Erlebnis steckt die intensive Auseinandersetzung mit Melodie, Bewegung, Sprache und Emotionen. Wer Musik macht, erlebt sie mit all seinen Sinnen. Ein Lied, ein Vers oder Reim erweitert ganz nebenbei den Wortschatz der Kleinen. Der Einsatz von Instrumenten wie Trommeln, Rasseln oder auch „natürliche Krachmacher“ wie kleine Stöckchen oder Topf und Kochlöffel lässt die Kinder aktiv mitwirken, regt die Sinne an und ist ebenso ein Teil musikalischer Förderung. Geschichten, Singspiele und Fingerspiele wollen die Kinder immer wieder hören und sollten deshalb mehrmals mit ihnen durchgeführt werden.

Kinder lieben Wiederholungen, sie helfen ihnen beim Lernen, verschaffen ihnen Erfolgserlebnisse und Sicherheit. So ist es kein Zufall, dass die Kleinen ganz vernarrt in Lieder und Reime sind, die häufig wiederholt werden. Irgendwann weiß das Kind, was als Nächstes kommt, singt und klatscht mit und hat dabei einen Riesenspaß. Weil es den Ablauf kennt, fühlt es sich sicher und geborgen.

Ansprechende Bewegungsimpulse werden ebenfalls im Buch vorgestellt. Wenn ein Bewegungsraum vorhanden ist, kann dieser hierfür genutzt werden, ansonsten ist im Gruppenraum dafür genügend Platz zu schaffen. Beim Material wird bewusst auf Alltagsgegenstände wie Stühle, Decken oder Tische zurückgegriffen, die in jeder Einrichtung vorhanden sind. Die Angebote regen zur Bewegung an und ermöglichen differenzierte Materialerfahrungen. Kinder wollen verschiedenste Materialien immer wieder ausprobieren, damit experimentieren, sie anfassen und sich damit, darin, darauf bewegen. Sie wollen die Welt um sich herum mit allen Sinnen wahrnehmen und alle Bewegungsmöglichkeiten mit ihrem Körper ausprobieren. Spielerisch verbessern sie so ihre Koordination und ihr Körpergefühl.

Bei den Bewegungsangeboten sollte die Gruppengröße nicht zu groß sein. Um ausreichend auf das Spiel der Kinder eingehen zu können, sollte die Spielleitung je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder sowie Anzahl der Betreuungspersonen eine geeignete Gruppenstärke wählen.

Schon kleine Kinder wollen mit Materialien gestalten. Im Buch werden Ideen aufgezeigt, wie sie mit den einfachsten Materialien kreativ werden und sie im Spiel einsetzen können. So sammeln sie erste Kreativerfahrungen mit Fingerfarben, Papier und unterschiedlichen anderen Materialien. Sie sind stolz auf ihr Werk und haben Freude daran.

Einfache Bastelarbeiten und verschiedene Gestaltungstechniken werden Schritt für Schritt erklärt. Je nach Alter und Entwicklungsstand benötigen die Kinder hierbei die Unterstützung der Spielleitung. Der Erwachsene gibt aber nur so viel Hilfestellung wie nötig. Die Kreativangebote sollten so vorbereitet werden, dass die Kinder möglichst viel daran gestalten und selbstständig arbeiten können. Dabei kommt es nicht auf das Ergebnis an, sondern die Freude am eigenen Tun steht im Vordergrund. Kreativangebote sollten nur in Kleingruppen von ca. zwei bis vier Kindern stattfinden, damit die Spielleitung einen guten Überblick hat und die Kinder bei Bedarf unterstützen kann. Zusätzlich gibt es Altersangaben zur Orientierung.

Die verschiedenen im Buch verwendeten Materialien (Alltagsgegenstände, Blätter, Kastanien, Steine, Knete, Papier usw.) sollte die Spielleitung den Kindern auch im Freispiel anbieten. Dies kann in der freien Natur oder auch in der Krippe sein. Fertigkeiten und Erfahrungen, die bei gemeinsamen Aktionen und Bewegungsspielen ausprobiert wurden, werden somit im Freispiel aufgenommen und erweitert. Der Erwachsene sollte den Kindern genügend Zeit dafür geben und so wenig wie möglich ins Spiel eingreifen. Denn nur so kann das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt und die Freude am selbstständigen Erreichen des Zieles geweckt werden.

Gehen Sie mit den Kindern nach draußen und geben Sie ihnen möglichst viele Gelegenheiten, die Jahreszeiten hautnah und bewusst zu erleben. Denn wo lernen die Kinder besser und unmittelbarer etwas über den Wechsel der Jahreszeiten als draußen? Sich mit der Natur auseinanderzusetzen, macht den Kindern sehr viel Freude und erfordert ganz eigene Fähigkeiten, vermittelt ganz eigene Erfahrungen. Lassen Sie genügend Freiraum und Zeit zum Entdecken und Erleben. Teilen Sie mit den Kindern die Freude über die kleinen Dinge und gestalten Sie ein ganzheitliches Spielumfeld. Geräusche, Bilder, Gerüche und Empfindungen prägen sich tief ins kindliche Bewusstsein. Bei den Beschäftigungen mit einer anschaulichen Geschichte, einem Fingerspiel oder einem Spiellied zum Thema werden kindliche Erlebnisse aufgegriffen und erweitert.

Schön wäre es, wenn Sie gemeinsam mit den Kindern die Naturmaterialien für die vorgestellten Spiele sammeln und somit erste Erfahrungen damit ermöglichen.

Viel Freude mit den Kleinsten!

Martina Wagner

Frühling

I m Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. Die Kleinen können diese besondere Zeit mit allen Sinnen erleben. Jetzt gibt es draußen viele Veränderungen, die mit großem Staunen entdeckt werden. Dort, wo im Winter alles kahl oder mit Schnee bedeckt war, beginnt es zu sprießen. Es wird wieder grün und fängt an zu blühen. Schon die Kleinen nehmen diese Veränderungen in der Natur aufmerksam wahr. Zunehmend wird es wärmer, die Bäume sind mit Blüten übersät und es gibt immer mehr Blumen. Erst blühen Schneeglöckchen und Krokusse, dann Gänseblümchen und Löwenzahn.

Jetzt können die Kinder wieder mehr nach draußen gehen und sich im Freien länger aufhalten. Sie können auf den Wiesen herumtollen, die ein gigantisches Erlebnisfeld für die Kinder bieten. Blumen, Gräser und unendlich viele Tiere haben dort ihr Zuhause. Tiere, welche die Wiesen über und unter der Erde bevölkern, sind bereits für unter Dreijährige spannend und interessant. Regenwürmer können in der feuchten Erde entdeckt werden. Hier und da sind Maulwurfshügel. Spinnen, die kunstvolle Netze zwischen Grashalmen bauen, und Schnecken, die ihre Fühler ausstrecken, können bestaunt werden. Kleine Insekten, krabbelnde Käfer, flatternde Schmetterlinge und Vogelgezwitscher erfüllen die Natur mit neuem Leben. Fast alle Kinder mögen Tiere. Jedes Tier bewegt sich unterschiedlich fort und ist für sich etwas Einzigartiges.

Im Frühling beginnt auch die Pflanzzeit. Nun kann gesät und im Garten gearbeitet werden. Pflanzen beim Keimen beobachten, mit den Händen in der Erde wühlen und leckere Früchte pflücken – Gärtnern macht schon den Kleinsten Spaß. Nicht nur im Garten, auch auf der Fensterbank oder in kleinen Kisten können kleine Gartenzwerge sähen, pflanzen und ernten.

Mit die schönste und farbenfrohste Zeit im Frühling ist Ostern. Die Kinder freuen sich auf den Osterhasen. Schon die Kleinsten haben großen Spaß daran, Ostereier zu suchen.

Frühlingserwachen

Der Frühling ist da

(Spielgeschichte)

Material: Wiese (grünes Tuch), Sonne aus Papier, Blumen (Vase oder Blumentopf mit Frühlingsblumen), Käfer (Figur oder bemalte Nussschale), Schmetterling, Vogel und Hase (Spielfiguren / Plüsch- / Papiertiere)

Anleitung: Die Spielleitung legt ein grünes Tuch in die Mitte, erzählt den Kindern die Geschichte und bringt dabei die Frühlingsboten zum Einsatz.

Es ist Frühling geworden. Der Schnee ist geschmolzen und die Sonne scheint wieder wärmer. Auf den Wiesen blühen die ersten Blumen: Schneeglöckchen, Krokusse und Gänseblümchen. Endlich, ja, endlich ist der Frühling da!

Die Vögel kommen von ihrer langen Winterreise zurück und singen die schönsten Lieder (pfeifen). Sie bauen sich ein neues Nest. Fröhlich fliegen sie über die blühenden Wiesen.

Jetzt finden sie wieder genügend Futter, Insekten, Würmer und Kräuter. Wie schön, der Frühling ist da!

Auf der Wiese tummeln sich kleine Käfer. Sie haben den ganzen Winter über geschlafen, jetzt sind sie wieder da. Vergnügt krabbeln sie an den Gräsern und Blumen hoch, kribbel, krabbel, kribbel, krabbel. Sie freuen sich: Hurra, hurra, der Frühling ist da!

Schmetterlinge werden von dem Duft der süßen Blumen angelockt. Vergnügt flattern sie über die Wiese. Sie freuen sich: Hurra, hurra, der Frühling ist da!

Die Hasen kommen aus ihrem Versteck. Sie haben fast den ganzen Winter über in ihrem Bau verbracht. Vergnügt hüpfen sie über die grüne Wiese und freuen sich: Endlich, ja, endlich ist der Frühling da!

Vertiefung: Es bietet sich an, mit den Kleinen einen Spaziergang in den Garten oder auf eine nahegelegene Wiese zu unternehmen. Die Geschichte kann als Einstieg dienen, sich auf die Suche nach dem Frühling zu machen. Die Kinder werden unzählige interessante Dinge entdecken, die zum gemeinsamen Gespräch anregen und betrachtet oder beobachtet werden können.

Der schöne Frühling

(Singspiel)

Material: evtl. Orffinstrumente oder klingende Gegenstände (Rasseln, Trommeln, Schellen)

Die Spielleitung stimmt die Kinder auf den Frühling ein. Sie singt mit den Kleinen das Lied und stellt die Szenen pantomimisch dar. Besonders die Kleinen neigen bei Kinderliedern dazu, in Rollen zu schlüpfen und die vom Lied vorgegebenen Handlungen mit dem ganzen Körper zum Ausdruck zu bringen. So können sie zum Lied als Vögel fliegen, als Käfer krabbeln usw. Mit Orffinstrumenten kann die Spielleitung die Freude über den Frühling zum Ausdruck bringen. Sobald das Lied für die Kinder bekannt ist, können die Kleinen es mit Rasseln, Schellen oder Trommeln begleiten. So können sich auch die Kinder, die die Sprache noch nicht beherrschen, musikalisch einbringen.

Melodie: Brüderchen, komm tanz mit mir

Es wird Frühling in der Welt,

die Sonne scheint auf Wald und Feld.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Die vielen Blumen wieder blühn,

und überall wird’s wieder grün.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Käffer krabbeln hin und her,

den Frühling mögen sie so sehr.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Die Vögel sind nun wieder hier,

baun sich ein Nest, sind froh wie wir.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Schnecken kommen nun heraus,

strecken ihre Fühler aus.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Schmetterlinge flattern wieder,

setzen sich auf Blumen nieder.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Hasen hoppeln übers Feld,

weil es ihnen gut gefällt.

Ei, wie schön, ei, wie schön,

ist die Welt jetzt anzusehn.

Der Frühling ist ’ne schöne Zeit

und wir rufen laut juchei.

Trallali, trallala,

endlich ist der Frühling da!

Das Schneeglöckchen

(Fingerspiel)

Die Spielleitung betrachtet im Vorfeld mit den Kindern Schneeglöckchen. Sie erzählt den Kindern, dass sie zu den ersten Blumen gehören, die im Frühling blühen. Sie gibt den Kindern ausreichend Zeit, die Blume genau zu betrachten und benennt Blüte, Blätter, Stiel, Zwiebel und Wurzeln.

Achtung: Wenn die Kinder die Blume anfassen, müssen die Hände danach gewaschen werden.

Tief in der Erde von Schnee bedeckt
hat sich ein Schneeglöckchen versteckt.

(Beide Handflächen übereinander legen.)

Da weckt es die warme Sonne auf

(Mit beiden Händen eine Sonne andeuten.)

und Regentropfen fallen drauf.

(Finger als Regen von oben nach unten bewegen.)

Es reckt sich und schaut aus der Erde,
damit es endlich Frühling werde.

(Eine Hand waagrecht mit dem Handrücken nach oben halten, um die Erde anzudeuten. Von der anderen Hand den Zeigefinger ein kleines Stück zwischen den Fingern der waagrechten Hand hindurch stecken, um ein Knospe anzudeuten.)

Seine Blätter öffnet’s dann
und fröhlich fängt’s zu blühen an.

(Mit beiden Händen eine Blüte andeuten.)

Seht ihr das Blümelein, das zarte da?
Schaut, schaut: Schneeglöckchen, da bist du ja!

Vergnügte Tiere im Frühling

(Bewegungsimpulse)

Endlich ist der Frühling da! Die Wiesen sind wieder grün und die Blumen blühen. Ja, endlich, denken jetzt auch die Tiere, die im Winter lange versteckt waren. Sie trauen sich nun wieder heraus und sind ganz vergnügt. Denn endlich, ja, endlich ist der Frühling da!

Der Igel erwacht aus seinem Winterschlaf

Material: viele Chiffontücher /Tücher

Die Kinder häufen viele Chiffontücher zu einem Haufen (Blätterhaufen). Die Kleinen dürfen sich nun darin als Igel verstecken, darin schlafen und wieder hervorkommen. Die Spielleitung unterstützt das Rollenspiel, indem sie den Kindern hilft, sich mit den Tüchern zuzudecken.

Der Igel hat den ganzen Winter über geschlafen. Er hat sich in einem Blätterhaufen versteckt und mit den vielen Blättern warm zugedeckt.

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