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Das Gottesgen

Charlotte Hölling

Das Gottesgen

Eine Neuinterpretation des Alten Testamentes

Ancient Booklet – eBook

Der Fall ist klar, zu viele Aspekte sprechen für die Tatsache, dass der Mensch von Göttern gezüchtet wurde. Augenscheinlich wurde er genmanipuliert bzw. geklont.1 Die Bibel sagt es deutlich, aber auch die Mythen aller anderen Völker rund um die Erde. Ob Popol Vuh, ob Gilgamesch-Epos, ob Ramajana oder andere.

Es kamen Götter vom Himmel, mit Maschinen, die Räder hatten, Rauch entwickelten, Feuer spien und Lärm machten.2 Diese Götter schufen einen Menschen „nach ihrem Bilde“,3 sie müssen also ähnlich wie wir ausgesehen haben.

Man lese zu den Mythen Dieter Vogl’s „Der 7. Tag der Schöpfung“4 und beachte vor allen Dingen Dieter Vogl‘s Übersetzung der hebräischen Bezeichnung ZL, welche demnach nichts anderes als Zela bzw. Zelle bedeutet.5 Warum der gute Martin Luther das mit Rippe übersetzt hat, wird wohl immer unklar bleiben. Gott versetzte Adam in Narkose, entnahm ihm eine Zelle und klonte daraus Eva.

Aus Lehm schuf nicht nur der jüdische Gott den Menschen, sondern auch die Götter der Maya gebrauchten Lehm zur Schaffung des ersten Menschen.6 Lehm hat sich inzwischen wissenschaftlich als beste Nährlösung erwiesen.7 Aus vielen Mythen und der Bibel geht ebenfalls hervor, dass die Götter die künstliche Insemination beherrschten. Etliche Überlieferungen beschreiben Jungfrauengeburten.8

Ebenso berichten Mythen, dass es den Göttern jeweils zu viel wurde, wenn die von ihnen geschaffenen Menschen zu gottähnlich wurden, zu intelligent.

„…nun ist der Mensch wie einer von uns geworden, und alles Wissen steht ihm offen. Es darf nicht sein, dass er auch noch vom Baum des Lebens isst …“9

„Vernunft war ihnen gegeben. Sie schauten und sogleich sahen sie in die Ferne; sie erreichten, alles zu sehen, alles zu kennen, was es in der Welt gibt. Wenn sie schauten, sahen sie sogleich alles im Umkreis und ringsherum sahen sie die Kuppel des Himmels und das Innere der Erde…. Groß war ihre Weisheit…. Bald kannten sie alles. Und sie erforschten die vier Windrichtungen und die vier Himmelsrichtungen und das Antlitz der Erde.

Aber der Schöpfer und der Former hörten das nicht gerne. „Es ist nicht gut, was unsere Geschöpfe, unsere Werke sagen. Alles wissen sie … Was sollen wir jetzt mit jenen tun? … Sind sie nicht, wie sie sind, bloß Geschöpfe und Machwerke? Sollen sie gleichfalls Götter sein? … Unterdrücken wir ein wenig ihre Wünsche, denn was wir sehen, ist nicht gut. Sollen sie am Ende uns gleich sein, die wir sie schufen, und die wir in weite Ferne sehen, alles wissen und alles sehen?

Es warf das Herz des Himmels einen Schleier über die Augen … So wurden zerstört die Weisheit und alle Kenntnisse der vier Menschen des Ursprungs und Anfangs. So wurden geschaffen und geformt unsere Ahnen, unsere Väter.“10

„Der Mensch war wissend der höheren Weisheit, mehr als die himmlischen Boten, er konnte in alles Einsicht haben und seinem himmlischen Herrn mehr im Bewusstsein verbunden sein als alle übrigen Wesen der Welt. Als er aber der Schuld verfiel, verschlossen sich ihm die Quellen der Weisheit, wovon es heißt: Es entsandte ihn JHWH Elohim vom Garten Eden, den Erdboden zu bearbeiten.

Gott hatte es aber verborgen in Voraussicht der drei sündigen Geschlechter, die erstehen sollten.“11

Vorausgesetzt, der alttestamentarische Gott wollte nur Gutes schaffen – wie ist es dann zu verstehen, dass er die Menschen aus dem Paradies warf, weil sie vom Baum der Erkenntnis aßen?12

Hat man je von einem Künstler gehört, dem sein Werk zu gut gelang? Dass er das Bild nach draußen warf, weil es zu vollkommen war, die Skulptur zertrümmerte, weil zu vollendet?

Oder nehmen wir Eltern, gute Eltern. Sind sie etwa unzufrieden, weil ihre Kinder großartig werden und intelligent sind? Sind gute Eltern nicht sogar stolz darauf, wenn ihre Kinder es weiter bringen als sie selbst?

Gott oder die Götter sahen und empfanden es anders.

So veränderten die Götter der Maya den endlich zufriedenstellenden Menschen doch wieder so, dass er nicht allzu viel intelligente Weitsicht hatte. Der biblische Gott vertrieb gar seine Produkte aus dem Garten Eden und begrenzte ihr Lebensalter auf höchstens einhundertundzwanzig Jahre.13 Der Mensch sollte zwar ähnlich wie Gott sein, aber doch nicht so weise. Eine merkwürdige Sache, wenn man sich vor Augen hält, dass es das Bestreben der meisten Eltern und Lehrer ist, Kinder und Schüler in der Weise zu fördern, dass sie mehr werden, mehr erreichen als ihre Erzeuger und Erzieher. Das war also offensichtlich nicht die Absicht der Götter. Die Frage ist, was war ihr Anliegen? Warum schufen die Götter den Menschen, den sie in der Folge planmäßig züchteten und selektierten?

Die Menschen meinen, Gott – denn gemäß vieler Religionen soll es nur noch einer sein14 – Gott wolle sie zu ihrem Besten anspornen, wolle, dass sie besser würden in moralischer Hinsicht. Dagegen sprechen aber die tatsächlichen Überlieferungen; und an erster Stelle – weil wohl am ausführlichsten – die Bibel. Die Regeln, die der biblische Gott aufstellte, sollten seinen absoluten Besitz- und Machtanspruch über das „Auserwählte Volk“ sicherstellen und betreffen darüber hinaus nur die saubere Selektion. Alles, was seine alleinige Vormachtstellung in Frage stellte, wurde rigoros geahndet. Das betraf vor allem die Nichtbeachtung seiner Anweisungen – also eine eventuelle Emanzipation der Menschen – oder die Hinwendung zu anderen Göttern bzw. das Erstellen von Götzenbildern. Warum nur war es so schlimm, wenn jemand ein goldenes Kalb anbetete? Wäre das nicht in unseren Augen eine vergleichsweise harmlose Marotte? Es wurde mit grausamem Tod bestraft. Darüber hinaus verbot er alles, was seine Züchtung negativ beeinflussen konnte.15 Die Einrichtung der Ehe sollte beispielsweise sicherstellen, dass die Zuchtprodukte sich nicht wahllos kreuzen. Sie sollten keinen Selbstmord begehen – wo käme er hin, wenn sich womöglich die besten Züchtungen ins Jenseits katapultierten. Aus dem gleichen Grund sollten die Frauen um Gottes Willen ihre Frucht nicht abtöten oder etwas gegen die Fruchtbarkeit tun – aber diverse Bibelstellen bezeugen, dass Gott vielfach unfruchtbar machte.16

Jahwe hatte den Mutterschoß von Hanna verschlossen.

Abimelech und seine Frau und seine Sklavinnen waren von Gott unfruchtbar gemacht worden.

Sie sollten sich gegenseitig nur töten, wenn Gott es forderte. Er forderte es übrigens so häufig, dass sich die zahlreichen Bibelstellen nicht in einer Fußnote zusammenfassen lassen.

„… Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde. Die Leviten führten den Befehl aus und töteten an jenem Tag dreitausend Mann.“17

Gewöhnlich wurde gesteinigt, mitunter auch verbrannt. Homosexuelle mussten beispielsweise hingerichtet werden. Falls die Tochter eines Priesters Prostituierte wurde, musste sie verbrannt werden. Wer Gott lästerte, musste gesteinigt werden.

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