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Das Geheimnis der Lobinoklinik

Katharina Thurner

Das Geheimnis der Lobinoklinik


Es kann jeden treffen und in so eine speziele Klinik kommen. Also immer aufpassen, liebe Leser!


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Das Geheimnis der Lobino- Klinik 

 

Es war ein warmer sonniger Sommertag. Elina hatte Feierabend. Genau richtig für eine gute Tasse Kaffee auf der Terrasse. Elina saß drausen und genoss, wie jeden Tag, ihren Nachmittagskaffee. Und solange es so herrlich sommerlich warm war, trank sie ihn gerne an der frischen Luft. Für ihren Beruf als Krankenschwester war das eine wunderbare Entspannung. Wieder einmal dachte sie über eine berufliche Veränderung nach. Ihr gefiel der Beruf der Krankenschwester sehr gut. Aber irgendwie war es noch nicht ganz dass, was sie wollte Es fehlte der ultimative Kick. Sie war in München im Klinikum rechts der Isar beschäftigt. Dort war sie in der chirurgischen Abteilung. Mit den Kollegen kam sie super aus. Sie hatten ein gutes Kollegenteam. Aber das war es nicht, was ihr fehlte.

Sicherlich spielte es auch eine große Rolle, dass sie sich von Klaus getrennt hatte. Er war ihre große Liebe. Ohne Klaus lief gar nichts in Ihrem Leben. Klaus und sie waren verlobt, sie hatten sogar schon den Hochzeitstermin festgelegt. Seit einem halben Jahr wohnten sie auch schon zusammen. Gott sei Dank war es die Wohnung von Elina. Sie war blind vor Liebe, obwohl sie von einigen schon gewarnt wurde. Aber Elina hatte kein Ohr dafür. Ihr Klaus tat so was nicht, er würde neben ihr keine anderen Frauen haben. Das glaubte sie bis zu dem Tag, als sie ihn mit der Anderen sah. Es war der Tag, an dem sie solche schlimmen Zahnschmerzen hatte. Und weil es immer schlimmer wurde, machte sie früher mit ihrer Arbeit Schluss, um zum Zahnarzt zu gehen. Danach wollte sie Klaus, er war selbständiger Architekt, überraschen und vom Büro abholen. Damit sie gemeinsam in einen urigen Biergarten gehen konnten. Das taten sie oft und gerne. Was trinken, dazu eine zünftige Brotzeit.

Sein Büro befand sich in der gleichen Straße wie ihr Zahnarzt, mitten in der Innenstadt, in der Nähe vom Viktualienmarkt. Beim Zahnarzt hatte sie Glück und kam gleich an die Reihe. Der Arzt stellte ein Loch im Zahn fest. Länger hätte sie nicht warten dürfen, erklärte ihr der Zahnarzt. Sonst wäre der Zahn nicht mehr zu retten gewesen. Mit einer Betäubung konnte er den Zahn aufbohren und mit einer Porzellanfüllung füllen. Elina fühlte sich sehr geschwächt und dennoch erleichtert, dass es noch ohne ziehen abging. Es war zwar der linke hintere Backenzahn, man würde es nicht sehen wenn der fehlte, es musste aber nicht sein.

Als sie kurz vor dem Büro von Klaus war, sah sie gerade noch wie er mit einer platin blonden Frau, deren Haare über die Schulter fielen, händchenhaltend und turtelnd zu seinem Auto lief. Sie hatte ein knappes violettes Top und einen schwarzen sehr knappen Minirock an. Was sie allerdings nicht verstand war, daß die Frau fast zehn Jahre älter war wie er. Sie war eine Mandantin von ihm. Das Auto, ein BMW 3er Coupé, stand auf seinem Privatparkplatz. Eine Welt brach für sie zusammen. Blind vor Tränen ging sie nach Hause. Gut war das sie in München immer die U-Bahn benutzte. Auto fahren hätte sie in diesem Zustand nicht mehr können. Zuhause angelangt, schlug ihr Schmerz in Wut um. Wutentbrannt packte sie alles was Klaus gehörte zusammen und stellte es vor ihre Wohnungstür. Klaus wusste sofort was los war, als er seine gepackten Koffer und Kartons sah. Wortlos, ohne sich überhaupt bei Elina zu rechtfertigen, verließ er das Haus mit seinen persönlichen Dingen. Er wusste, dass es keinen Sinn mehr hatte.

Überall das, dachte sie nach, während sie ihren Kaffee trank. Nach dem Kaffeetrinken räumte sie schnell ihr Geschirr ab. Spülte es sorgfältig und räumte es auch gleich in den Küchenschrank. Danach setzte sie sich an ihren Computer, um nach den Stellenangeboten zu sehen ob was für sie interessant wäre. Aber halt stopp! Da war was. Sie las:

Ab 1.11. 2008 suchen wir eine Krankenschwester mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung. Unsere Klinik liegt außerhalb von Rottweil am Waldrand. Sie sollten unabhängig sein. "Unabhängig bin ich und eine psychotherapeutische Ausbildung habe ich auch." Sie hatte zu ihrer Ausbildung noch eine Zusatzausbildung gemacht - mit Diplom. Also würde sie alle Voraussetzungen erfüllen. Ohne weiter groß nach zudenken, schrieb sie per Mail eine Bewerbung. "Es ist mitten im August, das würde mit der Kündigungszeit genau übereinstimmen. Zudem habe ich noch jede Menge Resturlaub", überlegte sie.

Am anderen Tag nach Schichtende, ging sie sofort nach Hause um dort ihre Mails zu checken. Diesmal tat sie es vor dem Kaffee trinken. Mit klopfendem Herzen öffnete sie ihre Mail- Post. "Eigentlich bin ich ja blöd, so schnell kann ja gar keine Antwort da sein“, dachte Elina während sie ihre Mails durchsah. "Wie immer, Werbung, Werbung, Werbung.“ "Oh“, rief sie erstaunt aus. "Eine Mail von der Lubinoklinik. Sicher eine Absage“, dachte sie aufgeregt. Neugierig öffnete sie die E-Mail - darin stand:

Sehr geehrte Frau Menke,

erfreut haben wir Ihre Email mit Ihrer Bewerbung gelesen. Das ganze Team war davon überzeugt, dass genau Sie zu uns passen würden. Wir würden Sie gerne am 23.08. 2008 um 10:00 Uhr zum Vorstellungsgespräch einladen. Bitte geben Sie uns Bescheid, ob sie kommen können. Bitte bringen Sie ihre Zeugnisse sowie ein ärztliches Attest, sowie ein polizeiliches Führungszeugnis mit.

Mit freundlichen Grüßen

Irene Jakobi

Elina konnte es kaum glauben. So schnell das ist ja Wahnsinn. Gutgelaunt beantwortete sie die  Mail sofort:

Sehr geehrte Frau Jakobi,

vielen Dank für ihre rasche Antwort. Der 23.08.2008 kommt mir sehr entgegen, da es auf meinen freien Tag fällt. Deshalb werde ich auch um 10.00 Uhr bei ihnen sein.

Mit freundlichen Grüßen

Elina Menke

 

„Hallo Gabi“, schrie Elina aufgeregt ins Telefon. „Hallo Elina was ist denn los, du bist ja ganz aufgelöst."Gabi, so wie es aussieht werde ich München wieder verlassen", erzählte Elina.

Gabi Krämer wohnte in Lindenberg im Allgäu. Sie war die beste Freundin von Elina. Ursprünglich kam sie aus Rottweil, hier lebte früher ihre Großmutter. Gabi war bei ihrer Großmutter aufgewachsen, da ihre Mutter bei der Geburt gestorben war. Ihren Vater kannte sie nicht. Gabis Großmutter war seit einem halben Jahr verstorben. Nun stand das Haus welches Gabi geerbt hatte seitdem Tod der Großmutter leer.

"Aha und warum“, stoppte Gabi den Ausbruch Elinas. „Ganz einfach Gabi, ich werde wenn alles gut läuft ab 1.November in Rottweil arbeiten. In einer psychosomatischen Klinik."

In kurzen Worten erzählte Elina ihrer Freundin alles.

„Elina, ganz ehrlich, mir gefällt das nicht. Für meine Begriffe geht das zu schnell. So schnell bekommt man keine Stelle. Nur an Hand einer Mail", meinte Gabi, die sowieso immer etwas kritisch war.

„Ach was Gabi, ich habe ein gutes Gefühl“. “Und wo genau in Rottweil ist das meine Liebe“, fragte Gabi. Elina nannte ihr die Adresse. Es liegt außerhalb der Gemeinde Deißlingen. Die Klinik steht alleine an einem Waldrand in der Nähe einer Bergkuppe. So wird es in der Adresse beschrieben."

„Na das ist ja was“. "Was meinst du damit“, fragte Elina nun schon etwas genervt. Weil sie diesen Tonfall von Gabi überhaupt nicht mochte.

„Ganz einfach Süße, das ist dort wo ich aufgewachsen bin. Dort war aber vorher eine orthopädische Klinik“, erwähnte Gabi. Das ist das Gebäude, das man vom Einsiedlerhof meiner Großmama sehen kann. Aber stimmt, Oma hat mal was erzählt von einem Klinikwechsel. Und das es da nun etwas seltsam wäre. Aber vergiss nicht, dass ich immer für dich da sein werde. Vielleicht sehe ich auch schon wieder schwarz. Dich davon abbringen schaffe ich eh nicht. Dafür kenne ich dich zu gut. Übrigens, wenn das alles klappt und du da tatsächlich hin gehst und die Stelle bekommst, kannst du in das Haus meiner Großmutter ziehen, wenn du das möchtest. Von dort kannst du sogar zur Arbeit laufen. „Gabi, das wäre ja super, gerne nehme ich dein Angebot an, sollte es zu diesem Arbeitsvertrag kommen", bedankte sich Elina. „Ja dann kann ich dir nur noch viel Glück wünsche, meine Süße." Damit verabschiedeten sich die die beiden Freundinnen voneinander.

Voller Erwartung und auch großer Neugier, fuhr Elina am 23.08. los. Mit ihrem türkisfarbenen Opel Corsa machte das Autofahren richtig Spaß. Autofahren liebte sie sowieso sehr. Dazu hörte sie schöne Oldiemusik im Radio, laut aufgedreht.Laut trällerte sie alle Schlager mit. Bayern Antenne bringt öfter mal Oldies im Radio, sowie Verkehrsmeldungen. Gott sei Dank verlief die Fahrt ohne Stau so dass sie pünktlich in Rottweil ankam. Die Lubinoklinik lag etwas außerhalb von Rottweil im Landkreis Deißlingen. Mitten in einer hügeligen Waldlandschaft. Von Weitem sah sie die Klinik schon, welche aussah wie ein verwunschenes Schloss. Dem Einsiedlerhof von Gabis Großmutter sah sie ebenfalls.

Einen Parkplatz fand sie sofort da nicht sehr viele Autos parkten. „Seltsam", dachte Elina. „So ein großes Haus und so wenig Autos."

Sie griff nach ihrer Handtasche und ihren Papieren sah noch rasch in Spiegel ob auch alles mit ihrem Outfit in Ordnug war und stieg aus.

Es war sehr heiß an diesem Tag. Elina hatte ein luftiges, orangefarbenes Sommerkleid an, das knielang war. Mit ihrer zierlichen Figur konnte sie solche Kleider gut tragen. Ihr naturbraunes schulterlang gelocktes Haar passte hervorragend zum Kleid. Die Haare trug sie offen so das sie  locker und anmutig auf ihre Schultern fielen

Mit gemischten Gefühlen lief sie auf das Gebäude zu.

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