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Dakota

Dakota

Ich habe mal versprochen, die Geschichte von Dakota aufzuschreiben. Bis jetzt habe ich den Mut dazu nicht aufgebracht.

Und Mut brauche ich dazu!

Alles noch einmal zu durchleben, wird nicht leicht sein. Erinnerungen sind mitunter bösartig und können wie schlimme Stacheln schmerzen.

Wunden werden aufgerissen, die noch nicht einmal ganz verheilt sind.

Aber wann soll ich damit anfangen? Ich glaube, manche Dinge heilen nie richtig.

Und vielleicht ist es besser, das eine oder andere ruhen zu lassen.

Aber ich habe es versprochen!

Wenn ich es schaffe, das zu Ende zu bringen, aufzuschreiben, was Dakota und mir widerfahren ist, wird es besser sein, oder aber noch viel schlimmer?

Habe ich auch wirklich alles versucht?

Alles „richtig“ gemacht?

Habe ich mich genug angestrengt, oder wird das Aufschreiben aufdecken, dass ich vieles hätte anders machen müssen?.

Ich habe Angst, Angst vor alten Wunden, Angst, alles noch einmal, wenn auch nur im Kopf, durchleben zu müssen.

Muss ich das wirklich tun?

Aber…

Ich habe es versprochen!!

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Das ist die Geschichte von meiner Dakota, geboren, um mir meine Grenzen aufzuzeigen.

Geboren, um Stärke und Macht zu demonstrieren,: die Macht der Liebe und die der Freiheit und vor allem ..

die der OHNMACHT

Dakota wurde als fünfte von zehn Welpen geboren. Sie war schwarz, wie ihre Geschwister, und zunächst wuchs sie völlig unauffällig inmitten ihrer Schwestern und Brüder auf.

Ihre Welpenzeit war geprägt von den hündischen Rudelmitgliedern: Mutter, Onkel und Tanten, die vor allem für einen Welpen Sicherheit und Liebe bedeuteten.

Menschen, die kleine Leckereien mitbrachten, waren ebenso ein fester Bestandteil des Tages, wie die Tatsache, dass es immerzu etwas Neues zu entdecken gab.

Es wurden Spiele gespielt, es gab so viel Frohsinn, und vor allem konnten Menschen gute Sachen verstecken, die kleine Hunde im hohen Gras und hinter Büschen suchen und finden konnten.