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Cholesterin, Triglyceride - Blutfett behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde

Robert Kopf

Cholesterin, Triglyceride - Blutfett behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde

Ein homöopathischer, biochemischer und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Cholesterin, Triglyceride - Blutfett behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde" ISBN 978-3-7309-3584-2

Vorwort

1. Allgemeines
Wissenswertes über unseren Stoffwechsel
Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung eines erhöhten Blutfett- und Cholesterinspiegels
Wissenswertes über Cholesterin
Gute und schlechte Fettsäuren
Gesunde Leber – gesunder Mensch
Gehen ist die beste Medizin

2. Ernährung
Die richtige Ernährung zur Vorbeugung und Behandlung von erhöhten Blutfettwerten
Gut geölt - Wissenswertes über Speise-Öle
Statt Diät intelligent ernähren
Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

3. Naturheilkunde
Erhöhte Blutfettwerte und Cholesterinspiegel behandeln und vermeiden mit Homöopathie
Erhöhte Blutfettwerte behandeln und vermeiden mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Nachwort

Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Cholesterin und Triglyceride gehören zu den Lipiden (Blutfetten). Unter Hypercholesterinämie versteht man einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut. Cholesterin, eine fettähnliche Substanz, ist einerseits lebenswichtig für die Funktion und den Aufbau der Körperzellen, Hormone, Gallensäuren und von Vitamin D. Andererseits kann es sich an den Gefäßinnenwänden ablagern und zu einer Verengung der Blutgefäße führen.

Den Großteil des Cholesterins bildet der Organismus selbst, vor allem in der Leber. In erster Linie wird dieses Cholesterin zu Gallensäuren umgearbeitet. Ein kleinerer Teil gelangt in den Blutkreislauf und wird den Körperzellen zugeführt. Besteht ein Überangebot an Nahrungs-Cholesterin, wird die körpereigene Produktion gedrosselt. Überschüssiges Cholesterin aus dem Blutkreislauf nimmt die Leber wieder auf.

Unterschieden werden unter anderem die Fett-Eiweiß-Verbindungen (Lipoproteine) HDL-Cholesterin (High-Density-Lipoprotein) und LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein, "schlechtes" Cholesterin). Chronisch erhöhte LDL-Cholesterinwerte im Blut erhöhen das Risiko für Arteriosklerose, Demenz, Herzschwäche, Herzinfarkt, Bluthochdruck und Schlaganfall. Die Triglyceride (Neutralfette) machen den Hauptbestandteil der Blutfette aus. Sie stammen zum einen aus der Nahrung, zum anderen wandelt der Körper in der Leber und im Fettgewebe Kohlenhydrate in Triglyceride um.

Häufigste Ursachen für erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte sind Übergewicht, fettreiche Ernährung, Alkohol, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht, Adipositas), hormonelle Störungen und Veränderungen (Wechseljahre, Schilddrüsenstörungen), eine veränderte Darmflora, Stress und nervliche Überlastung, Erkrankungen des Verdauungstraktes, Nahrungsmittelzusatzstoffe (Süß- und Farbstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker verändern unseren Stoffwechsel), Funktionsstörungen von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sowie angeborene Störungen des Fettstoffwechsels.

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt die Immunabwehr. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Erhöhte Blutfettwerte können die Folge sein.

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel und die Gesundheit positiv.

Bei der naturheilkundlichen Behandlung von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung des Stoffwechsels, des Nerven- und Hormonsystems, der körpereigenen Abwehrkraft und Durchblutung. Homöopathische und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen den Magen und Darm, die Leber-Galle-Funktionen, die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten.

Erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte, ein fehlgeleitetes Immun- und Hormonsystem sowie ein mangelhafter Stoffwechsel sind oft die Folge einer Störung der Mineralstoffaufnahme und Mineralstoffverteilung. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an. Mangelzustände an Mineralsalzen schwächen das Immunsystem, können das hormonelle Gleichgewicht stören (eine häufige Ursache von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten), den Stoffwechsel verändern und zu chronischen Erkrankungen führen.

Stress, eine Übersäuerung des Körpers sowie Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran. Genau hier setzt die Wirkung der Homöopathie und Schüßler-Salze an. Sie aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren, fördern die Durchblutung, stärken und reinigen den Organismus von innen. Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus) sowie das Hormon- und Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten erläutern:

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde.

Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden. Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:
1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.
2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden können. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.

Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor zur Behandlung und Vorbeugung von erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich sorgen Sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit und eines intakten Stoffwechsels. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Säuren und Giftstoffe auszuleiten, Heilblockaden aufzulösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie erhöhte Blutfettwerte mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen und den Schüsslersalzen behandeln und vermeiden können. Vorgestellt werden die bewährtesten Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

Die Stoffwechselaktivität entscheidet über unsere Gesundheit und unsere Figur. Sie bestimmt, ob wir schlank und gesund bleiben, obwohl wir nach Lust und Laune essen und trinken, oder ob wir zu Pummeln werden, selbst wenn wir nur ans Essen denken. Als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet man alle lebenswichtigen Vorgänge innerhalb der Körperzellen. Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen unterstützen (katalysieren). Gesteuert wird der Metabolismus durch das Hormon- und Nervensystem. Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Vorbeugung und Behandlung von erhöhten Blutfett- und Cholesterinspiegeln ist neben unseren Nieren die Leber.

Im Magen und im Darm werden die zugeführten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße), Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ihre Bestandteile zerlegt. Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern, Eiweiße zu Aminosäuren, Fette zu Fettsäuren und Glyceriden abgebaut und über das Blut den Zellen zugeführt. Mit Hilfe dieser Energielieferanten findet hier dann die "Verstoffwechselung" statt.

Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers, Gesundheitsstörungen, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit. Man spricht von einer Stoffwechselstörung, wenn die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig funktioniert und die Substanzen nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Die häufigste Stoffwechselkrankheit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, eine Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels und oft die Ursache von erhöhten Blutfett- und Cholesterinspiegeln), gefolgt von Gicht und Fettsucht (Adipositas). Auch der Mineralstoffwechsel kann gestört sein. Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben. Bei der Rachitis (englische Krankheit) ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache. Als Rachitis bezeichnet man eine Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter. Sie führt zu einer Demineralisation der Knochen. Das entsprechende Krankheitsbild bei Erwachsenen ist die Osteomalazie (Knochenerweichung).

Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind erhöhte Blutfett- und Cholesterinspiegel, Abwehrschwäche, leichte Krankheitsanfälligkeit und immer wiederkehrende Erkrankungen, eine langsame Wundheilung, Durchblutungsstörungen, rasche Ermüdbarkeit, depressive Verstimmungszustände, Gewichtsprobleme, ein unangenehmer Körpergeruch, dauerndes Frösteln und Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, geringe Belastbarkeit und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

1) Kohlenhydrate
Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert. Für diese wiederum ist der Traubenzucker sozusagen der Brennstoff. Der nicht benötigte Traubenzucker wird in der Leber gespeichert.

2) Der Eiweißstoffwechsel
Er findet im Magen und Darm statt. Durch die verschiedenen Säfte, Sekrete und Enzyme wird das Eiweiß in seine Bestandteile (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor) zerlegt. Diese sind notwendig, damit der Körper neues Gewebe bilden kann.

3) Der Fettstoffwechsel
Das Fett wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten. Die Hauptarbeit leistet dabei die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit. Fett ist von großer Bedeutung für den Wärmehaushalt unseres Körpers.

Wasser dient als Transportmittel. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind zuständig für den Aufbau der Zellen, stärken unseren Körper und helfen, daß wir uns wohlfühlen.
Ausführliche Informationen über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente finden Sie in meinem eBook:
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - Die Grundlagen des Immunsystems und unserer Gesundheit ISBN 978-3-95500-845-1

Wieviel Kalorien jeder braucht, hängt davon ab, was man tut. Man unterscheidet deshalb zwischen Grundumsatz und Arbeitsumsatz. Der Grundumsatz ist das, was wir an Kalorien bräuchten, wenn wir 24 Stunden nur im Bett liegen würden. In der Regel sind das ca. 1400-1500 Kalorien pro Tag. Der Arbeitsumsatz ist das, was wir verbrennen, wenn wir nicht ruhen. Da sich viele eher wenig bewegen, ist der nicht wirklich hoch. Experten gehen von etwa 500 Kalorien aus. Macht also einen Gesamtbedarf von etwa 2000 Kalorien pro Tag. Das ist natürlich nur eine grobe Richtlinie. Schließlich hängt der exakte Bedarf auch von den Muskeln ab. Je mehr wir haben, desto höher ist der Grundumsatz. Und je mehr wir sie bewegen, desto höher wird der Arbeitsumsatz.

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung eines erhöhten Blutfett- und Cholesterinspiegels

Zur Behandlung und Vorbeugung von erhöhten Blutfett- und Cholesterinspiegeln ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

1) Der Säure-Basen-Haushalt
Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir nehmen zu und der Cholesterinspiegel steigt, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

2) Das Bindegewebe
Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

3) Die Verdauung
Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken und es kommt zu erhöhten Blutfettwerten, Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Körpergewebe), Verstopfung, Blähungen und Magenproblemen.

4) Unser Wasserhaushalt
Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze fehlen.

5) Die Eiweißverdauung
Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für unsere beiden Nieren.

6) Die Fettverdauung
Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind depressive Verstimmungen, Herz-Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen.

7) Die Kohlenhydratverdauung
Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Der Cholesterinspiegel steigt. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzucker rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie im Kapitel "Erhöhte Blutfettwerte und Cholesterinspiegel behandeln und vermeiden mit Schüsslersalzen (Biochemie)".

Wissenswertes über Cholesterin

Cholesterin oder Cholesterol, eine farblose und wachsartige körpereigene Substanz, ist einer der wichtigsten Bausteine des Organismus und kommt in jeder Zelle vor. Es gehört zu den Sterolen oder Sterinen aus der Gruppe der Steroide und ist eine Vorstufe für die Bio-Synthese (Aufbau) von Steroid-Hormonen und Gallensäuren.

Es unterstützt die Herstellung von körpereigenen Hormonen, Vitamin D, Gallensäure und ist am Aufbau der Zellmembrane beteiligt. Cholesterin wird in jede Körperzelle eingebaut und ist nötig, um die Zell-Membran abzudichten. Um Cholesterin im Blut transportieren zu können, bindet es der Organismus an Lipo-Proteine.

Das Lipoprotein A ist eine weitere Transportform des Cholesterins. Etwa 10 Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung haben ungünstige Lipoprotein-A-Spiegel (über 30 mg/dl), die oft genetisch (erblich) bedingt und nicht durch Diäten oder Sport beeinflussbar sind.

Ein großer Teil des Cholesterins wird vom Körper selber hergestellt. Orte der Cholesterin-Synthese sind Leber und Darmschleimhaut. Das Gehirn stellt das von ihm benötigte Cholesterin selber her, da Cholesterin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann.

Heute wird eher von einer cholesterinbewussten als von einer cholesterinfreien Ernährung gesprochen. Diese senkt nicht nur einen zu hohen Cholesterinspiegel, sondern normalisiert den Blutdruck, das Gewicht und die Blutzuckerwerte. Die Grundregeln sind sehr einfach: Weniger Cholesterin, weniger Fett, weniger Zucker und mehr Ballaststoffe. Obwohl sich eine erhöhte Cholesterinzufuhr mit der Nahrung von Mensch zu Mensch verschieden auswirkt, sollte man nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin pro Tag aufnehmen.

Vor allem in tierischen Fetten wie Fleisch, Innereien, Wurstwaren, Kaviar, Eiern und Meeresfrüchten kommen reichlich gesättigte Fette vor. Aber auch pflanzliche Fette können viel davon enthalten. Hier spielen vor allem sogenannte Transfettsäuren eine Rolle, die bei der industriellen Härtung von Fetten entstehen. Transfette sind zum Beispiel in Pommes frites, Crackern, Chips und Backwaren enthalten.

Prinzipiell gilt: Je weniger tierische Fette Sie essen, desto weniger Cholesterin und gesättigte Fettsäuren nehmen Sie zu sich. Gar kein Cholesterin enthalten zum Beispiel Obst, Gemüse, Salat, Reis und Kartoffeln.

Ungesättigte Fettsäuren, die unter anderem in Fisch, Nüssen, Samen und pflanzlichen Ölen wie Olivenöl vorkommen, können helfen, den Blutdruck und Cholesterinspiegel zu senken. Achten Sie darauf, diese Fette statt der gesättigten zu verwenden.

Gutes und "schlechtes" Cholesterin

Da Cholesterin nicht wasserlöslich ist, findet der Transport zu den verschiedenen Wirkungsorten mit Hilfe von Lipoproteinen statt. Es gibt zwei Arten dieser aus Fetten (Lipiden) und Eiweißen (Proteinen) bestehenden Verbindungen:

1) Das LDL (Low density lipoproteins) enthält bis zu 50 Prozent Cholesterin und hat eine geringe Dichte. Es transportiert Cholesterin von der Leber zu den Körperzellen. Dort wird es zum Beispiel für die Hormonproduktion benötigt. Es kann aber auch im Blut schon Cholesterin abgeben, das sich dann an den Gefäßwänden, besonders an den Herzkranzgefäßen, ablagert. Das geschieht, wenn mehr Cholesterin vorhanden ist, als der Körper braucht.

2) Das dicht gepackte HDL (High density lipoproteins) kann überschüssiges Cholesterin zum Teil abfangen und Ablagerungen von den Gefäßwänden lösen. Das funktioniert aber nur, wenn nicht zu viel Cholesterin im Blut ist. Aus diesem Grund werden die Transportformen als "gutes" (HDL) und "schlechtes" (LDL) Cholesterin bezeichnet.

Wollen oder sollen Sie Ihren Cholesterin-Spiegel senken (z. B. bei Angina pectoris oder Bluthochdruck), so nehmen Sie natürliches (nicht synthetisiertes!) Vitamin E ein. Bitte achten Sie aber unbedingt darauf, den kompletten Komplex mit allen vier (α-, β-, γ-, δ-) Tocopherolen und allen vier (α-, β-, γ-, δ-) Tocotrienolen einzunehmen. Das ist gewährleistet bei dem rotem Öl aus dem Fruchtfleisch (nicht aus den Kernen oder Samen!) der Öl-Palme Elaeis Guineensis.

Komplettes und natürliches Vitamin E senkt den Cholesterin-Spiegel, indem es die Geschwindigkeit, mit der das Cholesterin-Synthese-Enzym HMG-CoA-Reduktase abgebaut wird, deutlich erhöht – aber ohne die Chemie zu stören. Dieses Enzym ist wie ein „Schlüssel“, der genau in ein bestimmtes „Schloß“, nämlich in einen Rezeptor der Zell-Membran, paßt. Je mehr Rezeptoren von diesem Enzym besetzt sind, desto mehr Cholesterin wird produziert.

Allopathische Lipid-Senker wie Statine hingegen besetzen selber die zelleigenen Rezeptoren und verdrängen so die körpereigene HMG-CoA-Reduktase. Doch so wird das chemische Gleichgewicht gestört: Das Enzym befindet sich weiterhin im Blut und sammelt sich dort an. Statin-Medikamente verursachen einen sog. „Rückstau-Effekt“, bei dem der Spiegel der HMG-CoA-Reduktase auf das Vielfache des natürlichen Wertes ansteigt.

Genau das ist eine der Hauptursachen für die Nebenwirkungen des Statins: Statine (Lipidsenker) erzeugen Kopfschmerzen, Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Gelenkschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schlafstörungen, Erektionsstörungen, Ekzeme, Haarausfall, Blutarmut (Anämie, Eisenmangel), Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Osteoporose (Knochen-Brüchigkeit), Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen und vieles mehr ....
Lesen Sie mal den Beipackzettel oder noch besser: Recherchieren Sie selbst!

Cholesterin ist notwendig für die Bildung von Vitamin D, das wiederum für den Einbau von Kalzium in die Knochen notwendig ist. Das ist der Grund für den vermuteten Zusammenhang zwischen allopathischen Lipid-Senkern und Osteoporose!

Der einzige Weg, über den Cholesterin aus dem Körper geschleust werden kann, verläuft über die Gallenwege der Leber. Und genau so, wie ein Gully im Herbst durch Blätter verstopft werden kann, so können Eiweiß-Ablagerungen aus falscher (meist tierischer) Ernährung die Kanäle zur Gallenblase versperren. Dadurch erhöht sich zwangsläufig der Cholesterin-Spiegel im Blut.

Die Blutfettwerte müssen sehr individuell beurteilt werden. Nachstehend allgemeine Richtlinien:
Bei den Blut-Triglyceridwerten gilt als allgemeine Richtlinie, dass sie möglichst unter 200 mg/dl, besser noch unter 150 mg/dl (Milligramm pro Deziliter = 100 Milliliter Blut) liegen sollten.
Für das Gesamtcholesterin wird ein Wert bis 200 mg/dl als Obergrenze angesehen.
Beim HDL (High-Density-Lipoprotein) sollte der Wert bei Frauen möglichst nicht unter 45 mg/dl liegen und bei Männern nicht unter 40 mg/dl.

Bei niedrigem Herzkreislauf-Gesamtrisiko sollte das LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein, "schlechtes Cholesterin") 160 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) nicht übersteigen.
Besteht ein moderates Herzkreislauf-Gesamtrisiko, sollte das LDL-Cholesterin nicht höher als 115 mg/dl sein.
Bei einem hohen Gesamtrisiko, zum Beispiel bei hohem Blutdruck, sollte der LDL-Cholesterinwert 100 mg/dl nicht übersteigen.
Besteht ein sehr hohes Risiko, etwa bei einer koronaren Herzkrankheit, bei Typ-2-Diabetes oder wenn der Patient bereits einen Herzinfarkt hatte, gilt ein Wert von unter 70 mg/dl als erstrebenswert. Lässt sich dieser Wert nicht erreichen, sollte die LDL-Konzentration zumindest um 50 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert gesenkt werden.

"Schlechtes" Cholesterin (LDL-Cholesterin) lagert sich an den Arterienwänden ab. Sogenannte Plaques entstehen. Im nächsten Stadium entwickeln sich entzündliche Herde, in denen sich Blutbestandteile, Fettstoffe, Stoffwechselschlacken und Kalksalze festsetzen. Wird dieser schleichende Prozess nicht gestoppt, verengen und verhärten sich die Blutgefäße weiter. Der Blutfluss vom Herzen in das Körpergewebe kann verstopfen.

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