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Backen kann man immer...

Hannelore Dittmar-Ilgen

Backen kann man immer...

30 außergewöhnliche Rezepte





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Backen kann man immer...

… und bei diesen Rezepten werden sich auch die entsprechenden Süßschnäbel finden, die das Gebackene nicht nur „verputzen“, sondern auch würdigen.

Hier finden Sie viele meiner Familienrezepte, zum Beispiel für eine „Gedeckte Apfeltorte“, einen „Kalten Hund“ oder auch eine besonders zarte „Quarktorte“ (mit oder ohne "Tränchen").

Starten Sie also einfach durch, 30 außergewöhnliche und dennoch leichte Backideen, die manchmal noch nicht einmal in den Backofen müssen, warten auf Sie.

Die Physikhexe

Noch schnell das „Kleingedruckte“: Alle Rezepte habe ich ausprobiert und sorgfältig aufgeschrieben. Da ich jedoch Ihre Küchenverhältnisse nicht kenne, kann ich keine Haftung übernehmen. Und auch mit passiert einmal ein Patzer, den Sie jedoch bestimmt schnell merken und beheben.

Djöflatorta – Teufelstorte aus Island

Diese leckere Versuchung – eben Teufelstorte – gibt es in zahlreichen Varianten in jedem Café in Island, denn Süßes wird von den Isländern sehr geschätzt. Die meisten Cafés in Island sehen von außen eher unscheinbar aus, oft erkennt man sie sowieso erst auf den zweiten Blick. Innen ist es jedoch – auch an Werktagen – oft proppevoll, so als ob die ganze Insel beim Kaffeetrinken sitzen würde, und das auch noch mit „Kind und Kegel“. Viele kleine Cafés gibt es auch nur mit ein paar Tischen neben der Straße. Dort bieten Anwohner Kaffee und selbst gebackenen Kuchen oder leckere Waffeln in den wärmeren Sommermonaten an. Oft sind diese kleinen Kaffeestationen auch noch liebevoll dekoriert.

Für die (mächtige) isländische Schokoladentorte wird zunächst ein dunkler Tortenboden gebacken, der dann in drei Böden aufgeschnitten und mit leckerer Schokoladen-Buttercreme gefüllt wird.

So stellen Sie den Schokoladenboden her:

Rühren Sie 100 g weiche Butter mit 150 g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und 2 Eiern schaumig.
Vermischen Sie 300 g Mehl mit 2 Teel. Backpulver und 3 Essl. Kakaopulver. Fügen Sie die Mischung nach und nach der Schaummasse zu.

Damit ein streichfähiger Rührteig entsteht, müssen Sie dann noch etwa 125 ml Milch zugeben.

Fetten Sie eine Springform (Durchmesser 26 cm) ein und füllen Sie den Schokoladenteig ein.

Backe Sie den Schokoladenboden bei mittlerer Hitze (180 °C Umluft) und lassen Sie ihn dann in der Form kurz abkühlen.

Löse Sie den Boden aus der Form. Er muss jetzt auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

So bereiten Sie die Schokoladen-Füllung zu:

Kochen Sie zunächst einen Schokoladenpudding aus 500 g Milch, 4 Essl. Zucker und 1 Päckchen Schokoladen-Puddingpulver und lassen Sie ihn abkühlen.

Schmelzen Sie 1 Tafel Nougatschokolade in der Mikrowelle oder im Wasserbad.

Rühre Sie die Schokolade unter den erkalteten Pudding.

Schlagen Sie dann 150 g weiche Butter (oder mehr, wenn Sie es üppig wie die Isländer mögen) in einem Rührgefäß schaumig.

Dann mischen Sie nach und nach den Pudding hinzu.

Die Buttercreme sollte etwas abkühlen, damit sie sich besser verarbeiten lässt.

Eine schnelle Variante sind natürlich Cremepulver, die nur noch mit Milch angerührt werden. Unter die Creme wird dann geschmolzene Schokolade und Butter gemischt.

 So machen Sie die Djöflatorta:

Zunächst schneiden Sie den kalten Schokoladenboden in drei einzelne Böden. Das gelingt am besten mit der Zwirnmethode: Schneiden Sie den Boden zunächst rundherum nur etwa ½ cm tief mit einem Messer ein, und zwar in der Höhe, in der Sie ihn teilen wollen.

Wickeln Sie nun ein entsprechend langes Stück festen Zwirns ab, legen Sie den Zwirn rundherum in die Schnittstelle und nimm die beiden Ende über Kreuz.

Nun ziehen Sie an den Enden, sodass der Zwirnsfaden durch den Boden gezogen wird – fertig!

Für den zweiten Boden die Methode wiederholen.

Wenn Ihr Boden nicht hoch genug geworden ist, genügt es, ihn einmal durchzuschneiden. Dann wird die Füllung halt etwas üppiger.

Nun teilen Sie die Buttercreme etwa in drei gleiche Teile.

Je ein Teil der Creme füllen Sie auf die beiden Böden.

Setzen Sie die Torte damit zusammen.

Der letzte Teil der Schokoladencreme wird oben auf die Teufelstorte und an den Rand gestrichen, das muss jedoch gar nicht so ebenmäßig aussehen.

Verzieren Sie die Teufelstorte noch mit Schokostreusel (oder anderen Dekos aus Schokolade).

Manchmal muss es Schwarzwälder Kirschtorte sein


Schwarzwälder Kirschtorte, der Tortenklassiker schlechthin, sollten Sie einmal nach diesem Rezept backen: Die Torte macht zwar etwas Arbeit, gelingt so jedoch auch Backanfängern und macht auf jeder Kaffeetafel was her. Und als Cupcakes sind die kleinen „Schwarzwälder sowieso der absolute Renner.

Schwarzwälder Kirschtorte - nach Großmutters Rezept

Schwarzwälder Kirschtorte ist der Tortenklassiker schlechthin. Dabei braucht man vor dieser leckeren Torte keineswegs großen Respekt zu haben, denn mit etwas Arbeitsaufwand gelingt sie auch geduldigen Hobbybäckern in vereinfachter Form.

Der Aufbau der Torte erfolgt am besten in einem Tortenring oder einer Springform.

Für den Biskuitboden schlagen Sie 4 Eier und 150 g Zucker schaumig.

Sieben Sie dann 150 g Mehl, 1 Messerspitze Backpulver und 2 Essl. Kakaopulver zusammen.

Heben Sie die Mehlmischung behutsam mit einem Kochlöffel unter die Eimasse.

Füllen Sie die Biskuitmasse in die gefettete Springform und backen Sie den Teig bei180 °C etwas 30 Minuten.

Lösen Sie den ausgekühlten Tortenboden aus der Form und schneiden Sie ihn nur einmal (!) durch. Schwarzwälder Kirschtorte besteht - vor allem bei renommierten Konditoreien - oft aus drei Böden. Diese Arbeit können Sie jedoch bei diesem Rezept sparen, zwei Böden genügen durchaus.

Gießen Sie nun 1 Glas Sauerkirschen in ein Sieb und fangen Sie den Saft auf.

Rühren Sie 30 g Speisestärke mit etwas von dem Kirschsaft an.

Den Rest des Saftes kochen Sie auf, rühren die Speisestärke und 50 g Zucker hinein und kühlen das Ganze dann ab.

Nun vermischen Sie die Kirschen mit dem Saftbrei.

Verteilen Sie die Kirschfüllung auf dem unteren Biskuitboden.

Schlagen Sie 700 ml Sahne steif.

Weichen Sie 7 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ein.

Erwärmen Sie in einem kleinen Topf 100 g Zucker und 50 ml Wasser.

Drücken Sie die Gelatine aus und lösen Sie sie in dem warmen Zuckerwasser auf. Die Mischung darf jedoch nicht kochen.

Geben Sie etwas Kirschwasser dazu.

Rühren Sie die nur noch leicht warme Flüssigkeit dann in die geschlagene Sahne ein.

Warten Sie einen Moment, bis die Sahne zu Gelieren beginnt.

Streichen Sie die Hälfte der Sahnemasse auf die Kirschfüllung.

Legen Sie den oberen Biskuitboden auf.

Bestreichen Sie den oberen Boden mit dem Rest der Sahnefüllung und lassen Sie die Schwarzwälder Kirschtorte einige Stunden im Kühlschrank steif werden.

Dann lösen Sie die Torte aus dem Ring bzw. aus der Springform vorsichtig mit einem Messer und setzen sie auf eine Tortenplatte.

Zur Dekoration streichen Sie den Rand der Torte mit der geschlagenen Sahne ein, spritzen 12 (oder 16) Rosetten auf den Rand und belegen diese mit den halbierten Belegkirschen.

Hobeln Sie die Schokolade über die Torte oder verteilen Sie die Flocken darüber. Auch eine Marzipan-Deko, wie ich es ausprobiert habe, macht sich gut auf der Torte.

Stellen Sie die Schwarzwälder Kirschtorte noch einige Zeit kalt, bevor Sie sie anschneiden.

Unsere Großmütter waren meist etwas sparsam mit dem Kirschwasser! Sie können zusätzlich zu dem Kirschwasser in der Sahnefüllung auch den unteren Biskuitboden mit etwas Kirschwasser tränken. Alternativ können Sie natürlich auch die Kirschfüllung mit etwas von dem Kirschwasser ...

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