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Atemwegserkrankungen Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen, Pflanzenheilkunde, Akupressur und Naturheilkunde

Robert Kopf

Atemwegserkrankungen Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen, Pflanzenheilkunde, Akupressur und Naturheilkunde

Ein homöopathischer, biochemischer, pflanzlicher und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Atemwegserkrankungen - Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen, Pflanzenheilkunde, Akupressur und Naturheilkunde" ISBN 978-3-86479-805-4

Vorwort

1. Allgemeines

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Gesunde Leber – gesunder Mensch

Gehen ist die beste Medizin

2. Ernährung

Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen der Atemwege

Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

3. Naturheilkunde

Wasserheilkunde zur Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen der Atemwege

Rezepte für selbstgemachte Kräuterweine zur Vorbeugung und Behandlung von Atemwegserkrankungen

Pflanzliche Tinkturen zur Vorbeugung und Behandlung von Husten und Bronchitis

Rezepte für pflanzliche Tinkturen und Extrakte zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Rezepte für Schnupfpulver und Nasentropfen

Äußerliche Anwendungen bei Husten und Bronchitis

Bewährte Hausmittel zur Behandlung und Vorbeugung einer Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

4. Asthma

Asthma bronchiale - Bronchialasthma behandeln und vorbeugen mit Homöopathie

Asthma bronchiale behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Asthma bronchiale behandeln und vorbeugen mit der Heilkraft der Pflanzen

5. Grippaler Infekt, Erkältung

Grippaler Infekt - Erkältungen behandeln und vorbeugen mit Homöopathie

Grippaler Infekt - Erkältungen behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Grippaler Infekt - Erkältungen behandeln und vorbeugen mit der Heilkraft der Pflanzen

Rezepte für Erkältungstees

6. Husten, Bronchitis

Husten - Bronchitis behandeln und vorbeugen mit Homöopathie

Husten - Bronchitis behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Teerezepte zur Behandlung und Vorbeugung von Husten und Bronchitis

7. Mandelentzündung

Mandelentzündung - Tonsillitis behandeln mit Naturheilkunde

8. Sinusitis, Nebenhöhlenentzündung

Sinusitis - Nebenhöhlenentzündungen behandeln und vorbeugen mit Homöopathie

Sinusitis - Nebenhöhlenentzündungen behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Sinusitis - Nebenhöhlenentzündungen behandeln und vorbeugen mit der Heilkraft der Pflanzen

Teerezepte zur Behandlung und Vorbeugung von Nebenhöhlenentzündungen

Bewährte Hausmittel zur Behandlung und Vorbeugung einer Nebenhöhlenentzündung

9. Akupressur bei Atemwegserkrankungen

Akupressur bei Atemwegserkrankungen zur Steigerung der Abwehrkräfte

Akupressur zur Behandlung und Vorbeugung von Husten und Bronchitis

Akupressur bei Atemwegserkrankungen zur Anregung des Stoffwechsels und der Abwehrkräfte

Akupressur bei Atemwegserkrankungen zur Stärkung der Verdauungsorgane

Akupressur bei Atemwegserkrankungen zur Normalisierung der Funktionen von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Nieren

Akupressur zur Behandlung von Atemwegserkrankungen mit allgemeiner Abgeschlagenheit, Nerven- und Kreislaufschwäche

Akupressur zur Behandlung und Vorbeugung von Erkältungen

Nachwort

Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Atemwegserkrankungen dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung der Atemwege, des Stoffwechsels sowie des Immun-, Nerven- und Hormonsystems. Homöopathische, pflanzliche und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen die Leber-Galle-Funktionen, die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen.

Erkrankungen der Atemwege, ein fehlgeleitetes Immun- und Hormonsystem sowie ein mangelhafter Stoffwechsel sind oft die Folge einer Störung der Mineralstoffaufnahme und Mineralstoffverteilung. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an. Mangelzustände an Mineralsalzen schwächen das Immunsystem, können das hormonelle Gleichgewicht stören (eine häufige Ursache von chronischen Atemwegserkrankungen) und zu chronischen Beschwerden führen.

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt das Immunsystem. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Atemwegserkrankungen können die Folge sein.

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Gesundheit positiv.

Stress, eine Übersäuerung des Körpers sowie Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran. Genau hier setzt die Wirkung der Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Schüßler-Salze an. Sie aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren, fördern die Durchblutung des Körpers und reinigen den Organismus von innen. Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus) sowie das Hormon- und Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen erläutern:

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes.

Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde. Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache von immer wiederkehrenden Atemwegserkrankungen auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden. Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:

1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli (Streukügelchen) geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.

2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.

3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch Atemwegserkrankungen) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden. Dadurch kommt es zu Atemwegserkrankungen, einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) angewendet.

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten. Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tee, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.

Warum sind Pflanzen bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden. Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel, stärken den Kreislauf und das Immunsystem. Nur ein gut funktionierender Stoffwechsel sowie ein intaktes Hormon-, Nerven- und Immunsystem können Atemwegserkrankungen verhindern.

Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden. Heilkräuter in richtiger Form und Dosis genommen, beeinflussen in unserem Organismus die Körperfunktionen, die Aufnahme von Eisen (wichtig zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen), die Durchblutung sowie das Nerven- und Hormonsystem sehr vorteilhaft. Die Pflanzensalze vermitteln dem Körper die zur Abwehrsteigerung und zum Aufbau der verschiedenen Zellsubstanzen notwendige Energie. Sie lösen Heilblockaden, stärken die Selbstheilungskräfte, bewirken eine Steigerung der Lebenskraft und die Behebung von Schwächezuständen.

Holen Sie Ihre Heilpflanzen in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.

Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilpflanzen beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.

Die Akupressur zur Selbstbehandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Die Akupressur und die Akupunktur stammen aus dem fernen Osten und erfreuen sich nun auch bei uns wegen der großen Heilerfolge zunehmender Beliebtheit und Akzeptanz. Bei der Akupunktur werden Nadeln in bestimmte Punkte gestochen, bei der Akupressur werden diese Punkte gedrückt, massiert oder beklopft. Beide Behandlungsmethoden haben den Vorteil, dass Sie bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen haben.

Etwa 400 Akupressurpunkte werden ständig verwendet, wobei aber wesentlich mehr bekannt sind. Sie liegen auf den 12 Hauptmeridianen und den Sondermeridianen, die man sich als die Energiebahnen des Körpers vorstellen muß. Solange die Energie auf diesen Energiebahnen gleichmäßig verteilt ist, geht es dem Menschen gut. Nach fernöstlichem Verständnis wird der Mensch aber krank, wenn der Energiefluß gestört ist. Durch das Akupressieren bestimmter vom Krankheitsbild abhängiger Punkte wird der Energiehaushalt zwischen den Meridianen ausgeglichen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Kranke hat wieder genügend Kraft, um gesund zu werden.

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen, für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Atemwege, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

Die Wasserheilkunde: Kneipptherapie - Mehr als Wassertreten

Lebenselixier Wasser - kalt belebt es, warm entspannt es. Wasser ist nach Kneipp eine der fünf Säulen der Gesundheit. Wie modern das alte Kneippsche Naturheilverfahren ist, erfährt man jetzt wieder in Kurkliniken und Wellnesshotels. Dort boomen die Therapien mit Wasser, Kräutern, Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannungsübungen. Die Therapien des schwäbischen Pfarrers aus Bad Wörishofen sind aber auch zu Hause möglich.

Der Pionier der Wassertherapie startete mit einem Selbstversuch. Er kurierte seine damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau. Danach wusste er, "dass Gott uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat". Sein ganzheitliches Heilkonzept war eine Revolution.

Wasser bewirkt einen positiven Heilreiz bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Die Hydrotherapie (Wasserheilkunde) beinhaltet Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Packungen, Dämpfe, Wasser- und Tautreten. Kneipp heilte vor allem mit kalten Güssen. Kalte Güsse kräftigen die Atemwege, das Bindegewebe, kurbeln den Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem im Kampf gegen Pilze, Bakterien und Viren. Sie hellen sogar die Stimmung auf. Gegen körperlichen sowie psychischen Stress härten die Anwendungen ebenso ab, denn sie wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem. Bei Kneipp wird übrigens gegossen und nicht geduscht.

Bewegung hält den Stoffwechsel fit

Bewegung erhöht die Lebenslust, stärkt die Atemwege, fördert die Durchblutung und hält gesund. Kneipp hatte aber eher Spaziergänge als Marathonläufe oder andere sportliche Höchstleistungen im Sinn. Um Schäden vorzubeugen, sollte man sich lieber "wenig und oft als viel und selten" bewegen. Ausdauersportarten wie Walken, Radeln und Schwimmen überlasten weder die Gelenke, Herz und Kreislauf noch die Wirbelsäule. Vor allem Gehen und zügiges Laufen sind neben kalorienarmer Kost die wichtigsten Schlankmacher und lösen selbst bei intensiverem Training keine Heißhunger-Attacken aus.

Die Ernährung - vor allem einfach und naturbelassen

Kneipp erkannte, dass viele Erkrankungen von falscher Ernährung herrühren und riet deshalb zu einer einfachen, weitgehend naturbelassenen und schonend zubereiteten Kost. Er empfahl Brot aus vollem Korn, vor allem aus Dinkel, viel Pflanzliches, möglichst wenig Fleisch, Salz und Süßes. Kneipp war seiner Zeit weit voraus, aber er war nicht radikal und gönnte sich auch mal eine Zigarre.

Leben im Gleichgewicht

Überlastung und Stress führen auf Dauer zu Immunschwäche, Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen, die sich organisch niederschlagen können. Den Körper kann man nicht heilen, solange die Seele nicht in Ordnung ist. "Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft", forderte Kneipp. Wer sich also regelmäßig Zeit nimmt um abzuschalten, tankt damit Energie für Körper und Seele.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie Erkrankungen der Atemwege mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen, Pflanzenheilkunde, Akupressur, Wasserheilkunde und den Schüsslersalzen behandeln und vermeiden können. Vorgestellt werden alte Rezepte für äußerliche Anwendungen, die bewährtesten Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung, Heilpflanzen, Teerezepte, Extrakte, Rezepte für Tinkturen und Kräuterweine zum Selbermachen, Akupressurpunkte und Wasseranwendungen. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Zur Behandlung und Vorbeugung von immer wiederkehrenden Atemwegserkrankungen ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

1. Der Säure-Basen-Haushalt

Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir haben Erkrankungen der Atemwege und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

2. Das Bindegewebe

Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Atemwegserkrankungen und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

3. Die Verdauung

Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Es kommt zu chronischen Atemwegserkrankungen, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

4. Unser Wasserhaushalt

Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Die Folge sind Atemwegserkrankungen.

5. Die Eiweißverdauung

Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren, was wiederum chronische Erkrankungen der Atemwege fördert.

6. Die Fettverdauung

Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind immer wiederkehrende Atemwegserkrankungen und Kopfschmerzen.

7. Die Kohlenhydratverdauung

Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden behandeln und vermeiden können, lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

Gesunde Leber – gesunder Mensch

Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen der Atemwege ist neben den beiden Nieren die Leber. Unser moderner und meist ungesunder Lebensstil gefährdet die Gesundheit der Leber, was wiederum zu chronischen Atemwegserkrankungen führen kann. Sie erfüllt zentrale Aufgaben bei der Aufnahme und Verwertung von Nahrungsbestandteilen, sorgt für die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe und greift regulierend in das Hormon- und Immunsystem ein. Die Leber filtert Giftstoffe aus dem Blut und sorgt für deren Abbau. Erkrankungen der Leber (Hepatopathien) nehmen immer mehr zu.

Pro Minute durchströmen unsere "Entgiftungsstation" ca. 1,5 Liter Blut. Dieses wird fortwährend von Giftstoffen, abgestorbenen Zellen und Fett gereinigt, bevor es seinen Weg weiter in Richtung Herz fortsetzt. Außerdem bildet die Leber Gallenflüssigkeit, die als Verdauungssaft im Darm zur Verwendung kommt. Sie produziert auch eine Vielzahl von wichtigen Eiweißen, die wir u. a. für gesunde Gelenke und Muskeln, die Blutgerinnung und die Abwehrkraft benötigen. Unsere Leber ist geduldig und gefährdet. Ein moderner Lebensstil mit fettreichem Fast Food, Alkohol und Stress bekommt ihr nicht.

Eine Fettleber entsteht, wenn der Leber mehr Schadstoffe (z.B. Alkohol, Umweltgifte) zugeführt werden, als sie verarbeiten kann. Das Fett wird dann in der Leber gespeichert, sie vergrößert sich. Die Symptome einer beginnenden Lebererkrankung sind Verdauungsstörungen, eine unreine Haut, Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwäche, depressive Verstimmungszustände, ein Druckgefühl im rechten Oberbauch und Übelkeit.

Bei einer Leberentzündung (Hepatitis) kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen), Verdauungsstörungen und Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Später kommen Gelbsucht, dunkler Urin, lehmfarbener und blasser Stuhl hinzu. Eine Hepatitis kann sehr leicht chronisch werden.

Zu einer Leberzirrhose (Leberverhärtung) kommt es, wenn Lebergewebe in Bindegewebe umgebaut wird. Dabei treten zusätzliche Beschwerden auf wie Blutarmut (Anämie), Hormonstörungen, Blutungen der Speiseröhre, Bauchwassersucht (Ascites) und Hämorrhoiden. Oft kommen schmerzende Gelenke und Juckreiz dazu. Im späten Stadium kann die Leber ihre Funktion vollständig verlieren.

Die Ursachen von Lebererkrankungen sind Gallensteine, Störungen der Darmflora, Übergewicht, Umweltgifte, chronische Verstopfung, Alkohol- Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Fehlernährung, Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht, Adipositas) und eine Übersäuerung des Körpers.

Der Gesichtsausdruck des lebergeschädigten Menschen neigt zur Freudlosigkeit. Der Blick ist traurig, müde und leer. Der Patient ist arbeitsunlustig, unzufrieden, oft launisch und schnell verärgert. Die Haut hat einen fahl-gelblichen oder grauen Grundton. Sie juckt, ist runzelig und hat tiefe Falten. Die Augenbindehaut ist häufig schleimig verklebt. Auf der Zunge finden wir einen gelblichen, grünlichen oder schmutzig-braunen Belag. Auf dem Harn ist oft ein grünlicher Schaum zu sehen. Menschen, bei denen die Leber nicht mehr in Ordnung ist, erwachen oft morgens zwischen 1 Uhr und 3 Uhr.

Deftiges Essen leichter verdaut

Klar, die Leber verzeiht mal eine Currywurst. Sie brauchen auch nicht den Rest Ihres Lebens nur Salat zu knabbern. Aber insgesamt sollte die Ernährung ausgewogen sein, viel Gemüse enthalten und vor allem wenig Fett. Eine ständige Überlastung der Leber, die zusammen mit der Gallenblase für die Fettverdauung zuständig ist, schadet ihr genauso wie Übergewicht und kann zu Atemwegserkrankungen führen.

Nach einer fettreichen Mahlzeit plagen uns manchmal Völlegefühl oder Blähungen. Dann schaffen pflanzliche Helfer Erleichterung. Die Artischocke regt den Gallefluss an und unterstützt auf diese Weise die Fettverdauung. Dadurch liegt auch üppiges Essen nicht wie ein Stein im Magen. Eine Kur mit einem Artischockenextrakt hat auch einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte (Cholesterin). Ein Tee mit Löwenzahnblättern tut der Galle gut, fördert den Gallefluss und macht fettes Essen bekömmlicher.

Wer lange und gründlich kaut, kann der Leber ebenfalls Gutes tun. Denn das, was im Mund bereits fein zerkleinert ist, wird durch Enzyme im Speichel leichter vorverdaut. Dadurch hat die Leber weniger Arbeit zu leisten. Gewürze erhöhen die Speichel- und Magensäureproduktion. Dadurch wird die Verdauung noch besser unterstützt.

Viel trinken ist ein prima Mittel, um die Leber zu entgiften. Aber wichtig ist, was und wann wir die Flüssigkeit zu uns nehmen. Wenn wir nämlich reichlich zu den Mahlzeiten trinken, wird der Verdauungssaft im Magen verdünnt und damit die Aufspaltung der Nahrung erschwert und vermindert. Deshalb ist es besser, Wasser oder verdünnte Säfte eine halbe Stunde vor oder eine Stunde nach einer Mahlzeit zu trinken.

Wer sich nach dem Essen zu einem Spaziergang aufmacht, kurbelt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern fördert auch den Energieumsatz der Muskeln und Gelenke. Das ist wichtig, denn ein Überschuss an Energie wird in den Fettdepots der Leber eingelagert und belastet sie. Ein halbstündiger strammer Spaziergang dreimal die Woche beugt Leberproblemen vor.

Nudeln belasten die Leber nicht, ebensowenig wie Kartoffeln und Reis. Wird bei der Zubereitung etwas weniger Fett verwendet, muss die Leber weniger Gallensaft zur Aufspaltung produzieren.

Olivenöl ist die gesunde Alternative zu tierischem Fett und schützt die Leber vor krankhaften Veränderungen. Durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sorgt es für eine gesunde Haut, beugt einer Arterienverkalkung vor und hilft dabei, erhöhte Cholesterinwerte zu senken.

Bitterstoffe

Sie stecken in vielen aromatischen Lebensmitteln wie Chicoree, Rucola, Artischocken, Rosenkohl oder auch Grapefruit. Bitterstoffe regen die Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber an und unterstützen so die Fettverdauung.

Wenig Alkohol

Jeder weiß es: Zu viel schadet der Leber. Täglich bis zu 20 Gramm bei Männern und bis zu 10 Gramm bei Frauen sind genug. 20 Gramm Alkohol sind etwa 0,25 Liter Wein oder 0,5 Liter Bier.

Die Leber vor Viren schützen

Selbst wer bewusst lebt, kann eine Lebererkrankung bekommen, denn auch weit verbreitete Hepatitis-Viren können die Leber schädigen. Das Problem: Bis wir deutliche Beschwerden oder gar Schmerzen verspüren, vergeht wertvolle Zeit. Deshalb ist es so wichtig vorzubeugen.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 500 Millionen Menschen weltweit mit Hepatitis B oder C infiziert. Meist ohne es zu wissen, denn die Symptome wie Müdigkeit sind eher unspezifisch. Beide Virenarten können zu einer chronischen Entzündung der Leber führen, die letztlich Leberkrebs auslösen kann. Die Viren werden durch Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen. Schutz beim Sex ist daher ebenso wichtig wie Achtsamkeit in Hygienefragen.

Ob Sie sich Ohrlöcher stechen lassen oder Erste Hilfe leisten: Achten Sie darauf, dass Schutzhandschuhe getragen werden. Scharfkantige Hygienegegenstände wie etwa Rasierer immer nur allein benutzen, auch innerhalb der Familie. Gegen Hepatitis B kann man sich impfen lassen. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung.

Die Leber ist ungeheuer regenerationsfähig. Allerdings nur, wenn die Schäden noch nicht zu lange vorliegen. Daher ist Früherkennung lebenswichtig. Bitten Sie Ihren Arzt, die Leberwerte zu überprüfen.

Gehen ist die beste Medizin

Gehen ist die gesündeste Bewegung überhaupt. Es schont nicht nur die Gelenke, sondern bietet auch Schutz vor Atemwegserkrankungen, erhöhtem Cholesterin- und Blutfettspiegel, Herzerkrankungen, baut Übergewicht sanft ab und entspricht unserer Natur. Unsere Urahnen waren täglich viele Kilometer unterwegs, um Nahrung zu beschaffen. Einzige Bedingung: Der Spaziergang sollte zügig vorangehen. Lassen Sie dabei die Arme schwingen, so bleiben Sie locker.

Regelmäßiges Gehen durchblutet die Lunge, stärkt das Herz, senkt den Blutdruck und die Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride). Jedes Mal, wenn wir spazieren gehen, passen sich unsere Arterien mit leichter Anspannung und Entspannung an. Das macht sie elastisch und schützt die Blut- und Herzkranzgefäße vor Verkalkung und Verhärtung (Koronarsklerose). So können unsere Blutgefäße auch den Blutdruck besser regulieren.

Die Muskelaktivität baut außerdem Cortisol ab. Das Stresshormon "zerkratzt" mit seiner festen Struktur auf Dauer die Innenwände der Arterien. In diesen Mini-Verletzungen kann sich schädliches LDL-Cholesterin ablagern und zu Arteriosklerose führen. Gehen verringert diese Vorgänge, hält die Adern frei und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Gehen entlastet den Kreislauf

Fitte Muskeln entlasten das Herz und den Kreislauf. Dadurch werden wir insgesamt leistungsfähiger. Geistige und körperliche Anstrengungen fallen uns leichter. Der Körper geht ruhiger damit um. Unser Herz muss nicht so kräftig und schnell pumpen. Das entlastet und lässt auch den Blutdruck nicht übermäßig ansteigen.

Gehen trainiert die Lunge, die Blutgefäße und das Herz

Tägliche flotte Spaziergänge fördern die Durchblutung des Körpers und stärken das Herz, und zwar gesünder als Leistungssport. Durch zu intensives Ausdauertraining kann sich ein sogenanntes Sportlerherz bilden, das viel mehr wiegt als ein normales Herz. Wenn das vergrößerte Organ später nicht mehr trainiert wird, kann es zu koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Rhythmusstörungen und Fetteinlagerungen in den Herzmuskel kommen. In einem Sportlerherz ist auch die Gefahr von Durchblutungsstörungen und damit für einen Herzinfarkt erhöht.

Gehen ist gesünder als Joggen

Jedes Mal, wenn man beim Joggen mit den Füßen aufkommt, müssen die Knie- und Hüftgelenke das Dreifache des Körpergewichts auffangen. Viele Jogger bekommen mit der Zeit Gelenkschmerzen, weil sich der Knorpel abnutzt. Beim zügigen Gehen wird der Gelenkknorpel durch diese menschlich naturgemäße Bewegung nicht abgenutzt, da er optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Gehen kann bestehende Gelenkschmerzen deshalb sogar lindern.

Gehen stärkt den Rücken

Für jeden Schritt ist eine leichte Drehung zwischen der Becken-Achse und der Schulter-Achse nötig. Das wirkt wie eine Massage auf die Bandscheiben der Wirbelsäule. Diese Puffer zwischen den 24 Wirbeln bestehen aus einem faserigen Ring und einem gallertigen Kern. Die sanfte, leicht drehende Massagebewegung sorgt dafür, dass Nährstoffe in das Bandscheibengewebe eindringen. Zusätzlich wird beim Gehen die Tiefenmuskulatur rund um die Wirbelsäule gestärkt.

Gehen schützt vor einem Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben von passionierten Spaziergängern behalten bis ins hohe Alter ihre natürliche Form und Festigkeit. Das verringert die Gefahr, dass Bandscheiben vorfallen wie bei Bewegungsmuffeln. Bei ihnen werden die Bandscheiben im Lauf der Jahre poröser. Sie können dann leicht einreißen - der gallertige Bandscheibenkern quillt hervor und kann auf umliegende Nerven drücken.

Gehen bringt das Gehirn auf Trab

Grund ist die verbesserte Durchblutung im Gehirn. Dazu reichen schon zehn Kilometer Gehen pro Woche. Dieses Pensum genügt auch, um bei Menschen, die schon Alzheimer haben, das Fortschreiten der Krankheit hinauszuzögern.

Gehen hilft bei Depressionen

Wenn wir uns längere Zeit bewegen, werden mehr Adrenalin und Testosteron ausgeschüttet. Beide Hormone machen wach, aktiv und hellen die Stimmung auf.

Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen der Atemwege

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Bei der Vorbeugung und Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen sollten Sie sehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, um Ihren Stoffwechsel zu entlasten, das Nerven-, Hormon- und Immunsystem bei seinen vielfältigen Aufgaben zu unterstützen, den Säure-Basenhaushalt auszugleichen und die Durchblutung des Körpers zu stärken. Ein ausgeglichener "Säure-Basenhaushalt" ist die Basis für einen intakten Stoffwechsel, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Die Nahrung führt dem Körper Basen und Säuren zu. Ist die Ernährung säurelastig - und das ist sie bei unserer gegenwärtigen Ernährungsweise fast immer - dann erhält der Körper zu viele Säuren. Auch die allgegenwärtige Acetylsalicylsäure (Aspirin) wirkt negativ auf unser Säurekonto.

Die Ursache einer Übersäuerung ist, dass zuviel säurebildende Lebensmittel verzehrt werden, nämlich solche, die viel Eiweiß und Fett enthalten. Eiweiß enthält Schwefel und Phosphor, die zu Schwefelsäure und Phosphorsäure abgebaut werden. Durch den Fettabbau entstehen sogenannte "Ketosäuren", welche ebenfalls zu einer Übersäuerung führen. Diese entsteht auch dann, wenn zuwenig frisches Obst, Gemüse und Salat gegessen werden. Das eigentliche Problem ist also die Balance zwischen den Säuren und Basen.

Oft wird angenommen, dass sauer schmeckende Lebensmittel auch säurebildend sind. Dem ist keineswegs so. Sauer schmeckende Früchte wie z. B. Zitrusfrüchte enthalten reichlich basische Mineralstoffe, welche die Säuren im Körper neutralisieren.

Wir sollten mehr "Lebensmittel" essen – das sind Stoffe, die leben! Viele unserer Nahrungsmittel sind aber tot und machen nur satt (Dosen, Fertiggerichte usw.). Lebensmittel haben eine hohe Vitalität, viele für den Körper wichtige Informationen und sind meist basenbildend, dass heißt mineral- und vitaminreich. Die Mineralien und Vitamine sind organisch gebunden und werden deshalb wesentlich besser aufgenommen als anorganische, die wir in konservierter, gekochter und zerstörter Nahrung finden. Unsere Ernährung sollte deshalb so naturbelassen wie möglich sein.

Der gesunde Organismus befindet sich in einem Gleichgewicht von Säuren und Basen, wobei unser Blut und Gewebe basisch ist. Bei der Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen sowie bei länger andauernden und immer wiederkehrenden Beschwerden sollte man stets an eine Übersäuerung des Organismus denken. Deshalb ist neben einer Behandlung der Ursache einer Erkrankung auch eine Ernährungsumstellung notwendig. 80% auf dem Teller sollte basisch, also bunt (Gemüse, Salate) und Fleisch nur die Beilage sein. Meiden Sie säurebildende Lebensmittel.

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

Die Stoffwechselaktivität entscheidet über unsere Gesundheit und unsere Figur. Sie bestimmt, ob wir schlank und gesund bleiben, obwohl wir nach Lust und Laune essen und trinken, oder ob wir zu Pummeln werden, selbst wenn wir nur ans Essen denken.

Als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet man alle lebenswichtigen Vorgänge innerhalb der Körperzellen. Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen unterstützen (katalysieren). Gesteuert wird der Metabolismus durch das Hormon- und Nervensystem. Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen ist neben unseren Nieren die Leber.

Im Magen und im Darm werden die zugeführten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße), Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ihre Bestandteile zerlegt. Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern, Eiweiße zu Aminosäuren, Fette zu Fettsäuren und Glyceriden abgebaut und über das Blut den Zellen zugeführt. Mit Hilfe dieser Energielieferanten findet hier dann die "Verstoffwechselung" statt.

Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers, Erkrankungen der Atemwege, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit (Diabetes, Rheuma und Gicht, Adipositas). Man spricht von einer Stoffwechselstörung, wenn die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig funktioniert und die Substanzen nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Die häufigste Stoffwechselkrankheit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, eine Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels), gefolgt von Gicht und Fettsucht (Adipositas). Auch der Mineralstoffwechsel kann gestört sein. Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben. Bei der Rachitis (englische Krankheit) ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache. Als Rachitis bezeichnet man eine Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter. Sie führt zu einer Demineralisation der Knochen. Das entsprechende Krankheitsbild bei Erwachsenen ist die Osteomalazie (Knochenerweichung).

Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind Kreislaufprobleme, Atemwegserkrankungen, Abwehrschwäche und immer wiederkehrende Beschwerden, eine langsame Wundheilung, rasche Ermüdbarkeit, depressive Verstimmungszustände, Gewichtsprobleme, ein unangenehmer Körpergeruch, dauerndes Frösteln und Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, geringe Belastbarkeit und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

1) Kohlenhydrate

Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert. Für diese wiederum ist der Traubenzucker sozusagen der Brennstoff. Der nicht benötigte Traubenzucker wird in der Leber gespeichert.

2) Der Eiweißstoffwechsel

Er findet im Magen und Darm statt. Durch die verschiedenen Säfte, Sekrete und Enzyme wird das Eiweiß in seine Bestandteile (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor) zerlegt. Diese sind notwendig, damit der Körper neues Gewebe bilden kann.

3) Der Fettstoffwechsel

Das Fett wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten. Die Hauptarbeit leistet dabei die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit. Fett ist von großer Bedeutung für den Wärmehaushalt unseres Körpers.

Wasser dient als Transportmittel. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind zuständig für den Aufbau der Zellen, stärken unseren Körper und helfen, daß wir uns wohlfühlen.

Ausführliche Informationen über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente finden Sie in meinem eBook:

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - Die Grundlagen des Immunsystems und unserer Gesundheit ISBN 978-3-95500-845-1

Wieviel Kalorien jeder braucht, hängt davon ab, was man tut. Man unterscheidet deshalb zwischen Grundumsatz und Arbeitsumsatz. Der Grundumsatz ist das, was wir an Kalorien bräuchten, wenn wir 24 Stunden nur im Bett liegen würden. In der Regel sind das ca. 1400-1500 Kalorien pro Tag. Der Arbeitsumsatz ist das, was wir verbrennen, wenn wir nicht ruhen. Da sich viele eher wenig bewegen, ist der nicht wirklich hoch. Experten gehen von etwa 500 Kalorien aus. Macht also einen Gesamtbedarf von etwa 2000 Kalorien pro Tag. Das ist natürlich nur eine grobe Richtlinie. Schließlich hängt der exakte Bedarf auch von den Muskeln ab. Je mehr wir haben, desto höher ist der Grundumsatz. Und je mehr wir sie bewegen, desto höher wird der Arbeitsumsatz.

Mehrtägiges Fasten mit Kräutertees, Mineralwasser ohne Kohlensäure und verdünnten Gemüsesäften kürzt die Krankheits- und Behandlungsdauer von Atemwegserkrankungen erheblich ab. Siehe hierzu im Kapitel "Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten". Anschließend basische Kost:

1) Meiden Sie Fleisch, Wurst, Weißmehlprodukte, Zucker (Süßes macht sauer), auch Süßstoff und Kaffee.

2) Leben Sie einige Zeit zumindest lakto-vegetarisch. Wir verstehen darunter eine fleischfreie Ernährung, die aber Milch- und Milcherzeugnisse akzeptiert. Erlaubt sind:

Frisches Obst und Gemüse, das schonend gedämpft werden darf. Kartoffeln sollen als Pellkartoffeln zubereitet werden.

Vollkornprodukte (enthalten wichtige B-Vitamine), Weizenbrot, rohe und gekeimte Getreidekörner, Reis, Teigwaren, Hülsenfrüchte und Sojamehl. Weiterhin getrocknete Früchte, Rohrzucker, Milchzucker, Joghurt, Kefir, Sahne, Butter, Quark, Frischkäse und kaltgeschlagene Pflanzenöle.

Kupferreiche Lebensmittel unterstützen den Stoffwechsel, steigern die Abwehrkraft und fördern die Bildung von Bindegewebe, starken Nerven und Blutgefäßen sowie die Aufnahme von Eisen im Körper. Eisen wiederum ist wichtig für einen intakten Stoffwechsel, gesunde Nerven, eine gute Durchblutung des Körpers, ein starkes Hormon- und Immunsystem sowie zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme und enthalten in Sonnenblumenkernen, Zuckerschoten, Champignons, Avocados, Linsen, Erbsen, roten Bohnen, Nüssen und frischen Datteln. Der Tagesbedarf liegt bei 2 bis 5 mg.

Zink ist als "Körperpolizei" ebenfalls wichtig für ein starkes Immunsystem, den Stoffwechsel, die Schleimhäute, das Bindegewebe, die Nervenkraft, Muskeln, Gelenke und Knochen. Es wirkt entzündungshemmend und aktiviert zusätzlich entzündungshemmende Enzyme. Das ist wichtig zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Reich an Zink sind getrocknete Feigen, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Pinien- und Kürbiskerne, Weizenkleie, Edamer Käse und Haferflocken.

Vermeiden Sie einen Kalium-Mangel. Dieses Mineral kräftigt unser Herz. Erkrankungen des Herzens sind eine häufige Ursache von Asthma (Asthma cardiale). Kalium regelt auch den Wasserhaushalt innerhalb der Körperzellen. Überschüssiges Wasser wird aus den Zellen zu den Nieren transportiert. Fehlt Kalium (wir benötigen täglich 3 bis 4 Gramm), verbleibt das Wasser in den Zellen und verschlackt. Es kommt zu Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Körpergewebe) und Atemwegserkrankungen. Die Toplieferanten für Kalium sind Sojabohnen aus biologischem Anbau (150 Gramm decken den Tagesbedarf), Paprika (200 g täglich) und Sauerkraut (400 g täglich). Weitere Kaliumlieferanten sind Spinat, Feldsalat, Petersilie, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide-Produkte.

Ein Mangel an Chrom kann neben einem gestörten Glucose-Stoffwechsel zu Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten und Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führen. Chrom wird daher Diabetikern mit Erfolg verabreicht. Besonders chromhaltig sind Bierhefe, Vollkornbrot, weiße Bohnen, Käse und Weizenkeime. Eine starke Bearbeitung und Raffination der Lebensmittel hat einen erheblichen Chromverlust zur Folge. Weißmehl enthält nur noch 10 % des Chromgehalts vom vollen Korn. Ein erhöhter Verzehr von Zucker und Weißmehlprodukten kann daher zu einem Mangel an Chrom führen. Neben diabetesgefährdeten Menschen sollten auch Schwangere auf eine chromreiche Ernährung achten.

Meiden sollten Sie:

1) Gefäßgifte wie Alkohol und Nikotin. Jeder Alkohol führt zu vermehrter Harnsäurebildung. Harnsäure wiederum fördert eine Übersäuerung des Körpers und Gicht. Alkohol behindert die Nieren bei der Harnsäureausscheidung. Verzichten Sie daher weitgehend auf alkoholische Getränke.

Nikotin schädigt die Lunge, verengt die Blutgefäße und führt zu Durchblutungsstörungen.

2) Salz und scharfe Gewürze. Verwenden Sie ausschließlich unsere einheimischen Gewürze.

Weißmehlprodukte und Zucker, auch Süßstoff.

Schweinefleisch (enthält Antibiotika, Hormone, Mastfutter) und Wurst. Wurst enthält Farbstoffe, Fette, Bindemittel usw. Sie brauchen sich nur die aufgedruckten Zutaten anschauen, dann wird Ihnen der Verzicht nicht schwer fallen.

3) Meiden Sie gebratene, gepökelte und geräucherte Speisen.

Empfehlenswert zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen sind:

Bevorzugen Sie kalorienarme, vitalstoffreiche, basische (basisch ist das Leben, sauer ist der Tod) und frische Lebensmittel. Lebensmittel geben uns Lebenskraft. Nahrungsmittel (Fertig- und Dosengerichte usw.) machen uns nur satt und belasten den Stoffwechsel mit unzähligen chemischen ("naturidentischen") Zusatzstoffen. Das Alles natürlich im Rahmen des gesetzlich Erlaubten.

Kaltgepresste Pflanzenöle

Vollkornprodukte wegen der B-Vitamine (wichtig für den Nervenstoffwechsel), Salate und Gemüse.

Obsttage einlegen

Saftfasten, Rohkostfasten

Wöchentlich 1 Vollreistag (verwenden Sie ungeschälten Reis)

Nach 18 Uhr nichts mehr essen.

Gut sind Milchprodukte wie Sauermilch, Joghurt, Quark, Molke, Käse und frische Sahne. Hier auf einen niedrigen Fettgehalt achten. Fettarme Milchprodukte senken auch den Blutdruck.

Kefir reduziert die Menge der allergieauslösenden Antikörper im Blut und kann daher allergische Atemwegserkrankungen mildern.

Milchprodukte (vor allem fettarme Sauermilchprodukte) sind gute Kalziumlieferanten. Calcium stärkt die Nervenkraft, die Zellmembranen und reduziert bei Allergikern die Histaminfreisetzung (Histamin verursacht die allergischen Beschwerden).

Trinken Sie zur Steigerung Ihrer Abwehrkraft 4 Wochen lang täglich 3 Tassen einer Teemischung aus 50 Prozent Schafgarbenkraut und 50 Prozent Kamille mit 1 Teelöffel gutem Honig.

Täglich 2 Teelöffel reines Kakaopulver auf 1 Tasse heißes Wasser trinken. Der Kakao wirkt wie der Aspirinwirkstoff Acetylsalicylsäure blutverdünnnend. Das ist wichtig für eine gute Durchblutung des Körpers.

Empfehlenswerte vitaminhaltige und mineralstoffreiche Lebensmittel: Vollkorn-Dinkelprodukte, Vollreis, Hirse, Mais, Buchweizen, Grünkern, Weizenkeime, Obst, Fruchtsäfte, Trockenobst, Gemüse, Sauerkraut, Pilze, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Sojabohnen, alle Nußarten und Eier.

Das Essen mit anregenden Kräutern würzen: Lorbeer, Thymian und Muskat erhöhen die Körpertemperatur und stärken somit die Abwehrkräfte.

Kalzium

Kalzium ist wichtig für den Säure-Basenhaushalt und gesunde Bronchien. Gespeichert wird es in den Knochen. Calcium wird aus dem Dünndarm ins Blut aufgenommen. Pro Tag benötigt unser Skelett rund 1 bis 1,2 Gramm des Knochenminerals Kalzium. Das entspricht einem Joghurt, zwei Scheiben Hartkäse oder vier Gläsern Milch. Auch Brokkoli, Grünkohl, Hülsenfruechte, Porree, Fenchel und Vollkornprodukte (am besten aus Dinkel) enthalten viel Kalzium.

Nahrungsmittel mit einem hohen Phosphatgehalt vermindern die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Während Milchprodukte ein günstiges Verhältnis von Calcium und Phosphat aufweisen, enthalten beispielsweise Fleisch- und Wurstwaren viel Phosphat, aber kaum Calcium. Da Phosphat neben Kalzium ein wichtiger Baustein für die Blutgefäße der Lunge, Nerven und Knochen ist, kommt es bei der Ernährung nicht darauf an, Phosphat generell zu meiden, sondern einen Phosphatüberschuss zu verhindern. Der Verzehr von phosphatreichen Lebensmitteln wie Fleisch- und Wurstwaren, Schmelzkäse und Colagetränken sollte daher eingeschränkt werden.

Organische Säuren wie die Oxalsäure (z. B. in Rhabarber, Spinat und Mangold) binden Calcium im Darm und können so die Aufnahme von Calcium verringern. Durch Erhitzen der Nahrungsmittel werden solche Säuren jedoch inaktiviert.

Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind wichtig zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren stärken die Blutgefäße der Lunge, das Immunsystem, mindern die Blutfettwerte, unterstützen den Knochenstoffwechsel, reduzieren das Herzinfarktrisiko und senken den Blutdruck. Ungesättigte Fettsäuren spalten Verdauungsenzyme besser auf, beschleunigen den Transport von Cholesterin und senken das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Hauptsächlich stecken sie in pflanzlichen Ölen, z. B. in Olivenöl, Macadamianüssen und Avocados.

Bevorzugen Sie Nahrungsmittel mit rechtsdrehender Milchsäure zum Aufbau einer gesunden Darmflora (enthalten in Bio-Milchprodukten). Eine intakte Darmflora (Darmbakterien) ist wichtig für den Stoffwechsel, ein starkes Hormon- und Immunsystem sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen der Atemwege.

Machen Sie zur Entschlackung Ihres Körpers eine Schrothkur, eine Franz Xaver Mayr-Kur oder eine Fastenkur nach Buchinger (Fachliteratur gibt es im Buchhandel).

Ausschwemmend wirkt ein Frischpress-Saft aus Sellerie (Apium graveolens): Geben Sie 5 Esslöffel auf einen halben Liter natriumarmes Mineralwasser oder Buttermilch. Morgens und mittags einen halben Liter trinken. Sellerie enthält viel Vitamin C zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Vermeiden Sie Heißhungerattacken: Trinken Sie jede halbe Stunde 1 Glas Wasser abwechselnd mit einem dicken Saft (Bananen-, Birnen- oder Gemüsesaft) ohne Zucker und Süßstoff. Süßstoff ist Betrug am Körper.

Basen-Smoothie für zwischendurch:

Pürieren Sie Avocados, Kiwis und Beeren oder Gemüse.

Trinken Sie täglich einen halben Liter Rote Beete-Saft oder einen halben Liter Kartoffelpreßsaft.

Geniessen Sie täglich vormittags oder nachmittags als Zwischenmahlzeit einen Natur-Joghurt gemischt mit 1 Esslöffel Sanddornsaft vormittags oder mit 1 Esslöffel Heidelbeersaft am Nachmittag.

Nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wirken stoffwechselanregend, energiespendend, erwärmend, abwehrsteigernd und organfunktionsverbessernd: Geflügel, Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Rettichsalat und Meerrettich. Rettich enthält das antibakterielle Senföl und Raphanol, regt den Darm an und verhindert das Wachstum von Fäulnisbakterien (diese schwächen die Darmflora).

Die chinesische Ernährungslehre empfiehlt bei niedrigem Blutdruck drei warme Mahlzeiten am Tag, zu denen wärmender Ingwertee (1/3 Teelöffel Ingwerpulver pro Tasse) getrunken wird. Niedriger Blutdruck ist oft die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion, die wiederum eine Übersäuerung des Körpers, chronische Atemwegsbeschwerden, Gewichtszunahme sowie eine Stoffwechsel- und Lungenschwäche begünstigt.

Nach chinesischem Verständnis ist bei Bluthochdruck das Gleichgewicht von Hitze und Kälte gestört. Deshalb kühlende Lebensmittel wie Gurken, Salate, Zucchini, Sellerie, Tomaten, Tofu usw. verzehren. Als Getränk eignet sich Grüner Tee und Pfefferminztee.

Die klassische Naturheilkunde ist der Meinung, daß dem Menschen jene Lebensmittel am besten bekommen, welche aus seinem Lebensraum stammen und entsprechend der Jahreszeit gerade verfügbar sind. Auch ich bin der Meinung, daß man z. B. als Nordeuropäer im Januar nicht unbedingt Erdbeeren aus Südafrika und Weintrauben aus Chile essen muß.

Man soll nie zuviel essen. Der Mensch lebt nicht von dem, was er ißt, sondern was der Magen verdaut. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und kauen Sie jeden Bissen 20mal, denn der Magen hat keine Zähne. Warten Sie mit der Mahlzeit, bis sich der Alltagsstreß gelegt hat. Lassen Sie lieber eine Mahlzeit ausfallen, bevor Sie etwas hastig in sich hineinschlingen müssen. Außerdem leben wir nicht mehr in der Steinzeit, wo jeder Stammesgenosse in kürzester Zeit möglichst viel vertilgen mußte, weil sonst nichts mehr für ihn übrig war. Unser Magen läßt sich bis zu 20 Minuten Zeit (stammt auch noch aus der Steinzeit), bis er dem Gehirn eine „Ich-bin-prall-und-satt-Meldung“ zukommen läßt.

Die Verdauungsarbeit kostet unseren Körper viel Kraft und Energie. Diese fehlen dann zur Stärkung des Nerven-, Hormon- und Immunsystems. Sicher verstehen Sie jetzt, warum korpulente Menschen krankheitsanfälliger sind als Normalgewichtige. Zur Stärkung der Lunge und des Immunsystems spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Nur so kann unser Stoffwechsel seine Arbeit optimal erfüllen und alle Zellen mit den nötigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgen.

Ausführliche Informationen bezüglich der richtigen Ernährung zur Wiederherstellung und Erhaltung Ihrer Gesundheit finden Sie in meinem eBook:

Gesundheit und ein starkes Immunsystem durch richtige Ernährung, Akupressur und Wasserheilkunde ISBN 978-3-7309-3425-8

Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

Empfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie (Eisenmangel, Blutarmut). Eisenmangel ist eine häufige Ursache von Erkrankungen der Atemwege. Eisen ist ein wichtiges Spurenelement. Mangelerscheinungen sind häufige Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten, depressive Verstimmungen, Rheuma, Müdigkeit, Schwindel, Haarausfall, Infektanfälligkeit, Blässe, Frösteln und verminderte körperliche Leistungsfähigkeit.
Schlecht in Ernährungsfragen informierte Vegetarier leiden häufig unter einer Anämie. Gerade in tierischen Lebensmitteln und rotem Fleisch steckt das meiste Eisen (Hämeisen). Aber auch Vegetarier können dem Eisenmangel mit Hilfe von pflanzlichen Lebensmitteln vorbeugen.

Die Funktion des Eisens im Körper

Eisen (Ferrum, Fe) ist ein Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieses bindet den Sauerstoff aus der Lunge im Blut und transportiert ihn zu den Organen. Diese benötigen den Sauerstoff, um optimal arbeiten zu können. Herz und Gehirn sind die wichtigsten Großverbraucher. Im Gehirn spüren wir einen Eisenmangel besonders schnell. Wir können uns nicht konzentrieren und sind schnell erschöpft. Außerdem ist Eisen Bestandteil des Muskelfarbstoffs (Myoglobin), der dem Muskel als Sauerstoffspeicher dient und Baustein vieler Enzyme, die an der Energiegewinnung beteiligt sind.

Die Mär vom Spinat

Zuerst möchte ich mit einem großen Irrtum aufräumen. Spinat ist nicht die Wunderwaffe gegen Eisenmangel. Er gilt zu Unrecht als besonders eisenhaltig. Ein verrutschtes Komma verhalf ihm zu diesem unverdienten Ruhm. Zwar ist das Kraut deshalb noch lange nicht ungesund, doch in der Top Ten der stärksten Eisenlieferanten hat er nichts zu suchen.

Reichlich Eisen enthalten:

Kupferreiche Lebensmittel unterstützen den Stoffwechsel, steigern die Abwehrkraft und fördern die Bildung von Bindegewebe, starken Nerven und Blutgefäßen sowie die Aufnahme von Eisen im Körper. Eisen wiederum ist wichtig für einen intakten Stoffwechsel, gesunde Nerven, eine gute Durchblutung des Körpers, ein starkes Hormon- und Immunsystem sowie zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen. Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme und enthalten in Sonnenblumenkernen, Zuckerschoten, Champignons, Avocados, Linsen, Erbsen, roten Bohnen, Nüssen und frischen Datteln. Der Tagesbedarf liegt bei 2 bis 5 mg.

Vitamin C fördert die Eisenaufnahme. Schwarzer Tee, Kaffee und Cola wirken dagegen hemmend. Bei einer ausgewogenen Ernährung gleichen sich die hemmenden und fördernden Faktoren aus. Wer also viel Kaffee oder Cola trinkt, sollte bedenken, daß der Eisenspiegel langfristig darunter leiden kann.

Reich an Eisen sind Rindfleisch, Fisch, Kaviar, Eier, Getreide, Vollkornprodukte, Samen und Gemüse. Hervorragende pflanzliche Eisenlieferanten sind außerdem Löwenzahn, Feldsalat, Sauerampfer, Lauch, Brennesseln, rohes Sauerkraut, Karotten (Möhren), Thymian, Majoran, Oregano, Kürbiskerne, Mais, Sonnenblumenkerne, Petersilie, grüne Minze, Schnittlauch, Sauerampfer, Blutwurz, Schafgarbe, Melisse, Spitzwegerich, Eisenkraut, Lungenkraut, Erdbeere, Hauhechel, Habichtskraut, Brombeere, Frauenmantel, Silbermantel, Wegwarte, Waldmeister, Nußblätter und Weinrebenblätter. Eisenhaltige Früchte sind Aprikosen (auch als Trockenfrüchte), Äpfel, Feigen und Mandeln.

Hülsenfrüchte und Nüsse

Hülsenfrüchte wie weiße Bohnen, Kichererbsen, Linsen oder Sojabohnen enthalten viel Eisen. Dasselbe gilt für Nüsse. Sie enthalten neben Eisen noch B-Vitamine und Vitamin E sowie reichlich Zink und Magnesium. Ganz an der Spitze befinden sich Mandeln, Haselnüsse und Pistazien.

Rote-Beete und Rote-Beete-Saft

Nicht umsonst schwören viele Leistungssportler auf Rote-Beete-Saft. Abgesehen davon, dass er das Immunsystem durch den enthaltenen Pflanzenstoff Betanin stärkt und die Zellatmung aktiviert, enthält er auch Vitamine der B-Gruppe und eine relativ hohe Eisenmenge. Der rote Farbstoff Betanin umschließt Bakterien, Pilze und Viren und macht diese inaktiv. Das Gemüse ist gut für Lunge und Herz, denn es senkt den Blutdruck. Schon 250 ml (Milliliter, ein Viertelliter) täglich reichen aus, um den Blutdruck zu senken. Rote Beete, auch als Saft, ist gut für die Verdauung.

Haferflocken

Unbehandelte Vollkorn-Haferflocken enthalten nicht nur jede Menge Ballaststoffe, sondern auch Eisen. Die schonenden Herstellungsmethoden tragen dazu bei, dass nur wenige Vitamine während der Produktion verloren gehen. Haferflocken enthalten außerdem viel Arginin für ein starkes Immunsystem, gesunde Muskeln und Gelenke. Ob im Obstsalat oder Müsli, sie eignen sich bestens zur Vorbeugung von Eisenmangelerscheinungen wie zum Beispiel Erkrankungen der Atemwege.

Sesam und Mohn

Auch Ölsaaten wie Sesam und Mohn enthalten jede Menge Eisen. Sie passen gut in diverse warme Speisen oder in Müsli und Salat.

Zuckerrübensirup

Der eingedickte Rübensaft ist ein gutes Mittel zur Vorbeugung eines Eisenmangels. Ersetzen sie doch einfach mal die Marmelade auf dem Frühstücksbrot durch den herbsüßen Sirup. Aber auch in Joghurt, Obstsalat oder Gemüsepfannen macht sich die Zuckerrübe geschmacklich hervorragend.

Nahrungs(hilfs)mittel zur Eisenaufnahme

Damit das Eisen aus pflanzlichen Produkten auch in größtmöglicher Menge im Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, empfielt sich der gleichzeitige Verzehr Vitamin C-haltiger Früchte oder Säfte. Besonders roter Paprika ist empfehlenswert. Beachten Sie bitte, dass Vitamin C beim Kochen zerfällt, weshalb die Produkte möglichst roh verzehrt werden sollten.

Schwarzer Tee, Kaffee und Cola wirken dagegen hemmend auf die Eisenresorption. Wer viel Kaffee oder Cola trinkt, sollte bedenken, das der Eisenspiegel langfristig darunter leidet. Darüber hinaus gibt es aber auch Eisenaufnahmestörungen. Die Ursache können Medikamente (Magensäurepuffer, Abführmittel) und bestimmte Krankheiten sein. Schwangerschaft und Stillzeit führen ebenfalls zu Eisenmangel.

Dieser Heiltee unterstützt die Eisenaufnahme:

25 g Brennesselkraut, 25 g Beinwellkraut, 30 g Schafgarbenkraut, 20 g Wermutkraut

2 Teelöffel mit 250 ml Wasser überbrühen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 6 Wochen lang 3 Tassen täglich trinken.

Bewährte Hausmittel bei einem Eisenmangel (Anämie, Blutarmut)

1) Geben Sie 1 Esslöffel guten Honig in 125 ml besten Rotwein. Morgens und abends 1 Glas trinken. Dazu jeweils 3 Tabletten von Schüsslersalz (Biochemie) Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 im Mund zergehen lassen.

2) Einige Nägel in einen Apfel stechen, 24 Stunden stecken lassen, dann entfernen. Täglich 1 Apfel essen.

Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

Zu Beginn einer Änderung Ihrer Essgewohnheiten unterstützt das Heilfasten Ihren Körper bei der Stoffwechselumstellung. Es fällt anschließend leichter, aus eingefahrenen Verhaltensmustern auszubrechen. Fasten heißt nicht nur auf Essen zu verzichten, sondern auch für diese Zeit Dingen wie Fernsehen, Rauchen oder Alkohol zu entsagen. Beim Fasten kann man wunderbar abschalten und bekommt den Kopf frei. Es gilt, sich in dieser Zeit auf die wesentlichen Dinge im Leben zu besinnen. Kräutertees, Obst- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühe sind dann ihre einzige Nahrung.

Wer sich zum Heilfasten entschließt, sollte vorher die Erlaubnis vom Arzt einholen. Wer fasten will, muß gesund und belastbar sein. Patienten mit Leber- oder Nierenschäden, Magersucht sowie Schwangeren und Stillenden ist vom Fasten abzuraten. Auch bei Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, ist Vorsicht geboten, denn eventuell eingenommene Abführsalze spülen die Medikamente vorzeitig wieder aus dem Körper und vermindern so deren Wirkung.

Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden beim Heilfasten aktiviert
Wenn der Körper keine Nahrung bekommt, greift er die eigenen Energiereserven an. Zunächst werden die in Muskeln und Leber gespeicherten Kohlenhydrate verbraucht. Anschließend greift der Organismus auf die körpereigenen Eiweiß- und Fettreserven zurück. Diese Prozesse dienen der inneren Reinigung sowie zur Stärkung des Immunsystems. Das ist wichtig zur Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen.
Durch Veränderungen im Hormonhaushalt kann es beim Fasten nach etwa drei Tagen zu Ausgelassenheit, Euphorie oder auch einem erhöhten Ruhebedürfnis kommen. Die Erklärung: Der Körper schüttet Glückshormone aus, was zu innerer Harmonisierung und Zufriedenheit führt.

Und so funktioniert es:

Tag 1 - Entlastungstag
Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee und Süßigkeiten sind ab jetzt tabu.
Die Mahlzeiten sollten leicht und klein sein.
Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser ohne Kohlensäure, Kräutertees oder Saftschorle.
Verzichten Sie auf Fettiges und Fleisch, greifen Sie zu Obst, Gemüse und Vollkorn.
Wichtig: Die letzte feste Nahrung darf kein tierisches Eiweiß (auch keine Milchprodukte und Eier) enthalten.

Tag 2 - Fastentag
Trinken Sie morgens 1/4 Liter Kräutertee.
Anschließend beginnen Sie mit dem Abführen durch Glaubersalz: Lösen Sie 30 g in einem halben Liter lauwarmem Wasser auf und trinken Sie es möglichst zügig. In den nächsten drei Stunden kommt es zu mehreren durchfallartigen Entleerungen. Klappt das nicht, kann mit einem Einlauf nachgeholfen werden.
Trinken Sie mittags Gemüsebrühe, abends Kräutertee, Gemüsesäfte oder mit Wasser verdünnte Obstsäfte.
Nehmen Sie im Laufe des Tages mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich.

Tag 3 bis 9 sind Fastentage
Beginnen Sie morgens mit Tee, trinken Sie mittags Gemüsebrühe und abends Tee und Säfte.
Verwöhnen Sie sich mit entspannenden Basen-Bädern oder Duschen mit einer Bürstenmassage.
Leichtes Yoga und ein täglicher Spaziergang regen die Verdauung an.

Tag 10 - Aufbautag
Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam wieder an feste Nahrung. Essen Sie gegarte Gemüse- und Getreidegerichte, auch Milchprodukte sind in Maßen erlaubt.
Wichtig: Kauen Sie gründlich und essen Sie nur, bis der Hunger weg ist.

Um die Entgiftung der Leber zu unterstützen, machen Sie jeden zweiten Fastentag einen Leberwickel. Hierfür legen Sie sich eine Wärmflasche eingewickelt in einem feuchten Handtuch auf den rechten Oberbauch.

Rezepte für selbstgemachte Kräuterweine zur Vorbeugung und Behandlung von Atemwegserkrankungen

  • 1) Johanniskraut 20 g, Weiße Taubnessel (Kraut) 20 g, Andornkraut 20 g, Walnußblätter 20 g, Lindenblüten 20 g
    5 Esslöffel auf 1 Liter guten Rotwein, 14 Tage lagern bei 20°C, abseihen, etwas Honig dazugeben.
    Täglich 4 bis 6 Esslöffel einnehmen.

    2) Eisenkraut 10 g, Melissenblätter 20 g, Thymiankraut 20 g, Frauenmantelkraut 25 g, Lindenblüten 25 g
    5 Esslöffel auf 1 Liter guten Rotwein, 14 Tage lagern bei 20°C, abseihen, etwas Honig dazu.
    Täglich 4 bis 6 Esslöffel einnehmen.

    3) Spitzwegerichkraut 20 g, Wallwurz 20 g, Blutwurz 20 g, Eisenkraut 20 g, Brennesselkraut 20 g
    5 Esslöffel auf 1 Liter guten Rotwein, 14 Tage lagern bei 20°C, abseihen, etwas Honig dazu.
    Täglich 4 bis 6 Esslöffel einnehmen.

    4) Andornkraut 38 g, Wegwartenwurzel 10 g, Angelikawurzel 10 g, Gänsefingerkraut 10 g, Enzianwurzel 30 g, Wermutkraut 2 g
    5 Esslöffel auf 1 Liter guten Rotwein, 14 Tage lagern bei 20°C, abseihen, etwas Honig dazu.
    Täglich 4 bis 6 Esslöffel einnehmen.

    5) Enzianwurzel 20 g, Rainfarnkraut 20 g, Pfefferminzblätter 20 g, Angelikawurzel 20 g, Wacholderbeeren 10 g, Galgantwurzel 10 g
    Die komplette Mischung mit 1 Liter gutem Weißwein 10 Tage bei 20°C ansetzen, abseihen, auspressen.
    Nach dem Essen 1 Likörglas trinken.

    6) Kräuterwein selbstgemacht zur Abwehrsteigerung, bei Appetitlosigkeit und Nervenschwäche:
    Kamillenblüten 10 g, Melissenblätter 20 g, Ehrenpreiskraut 20 g, Enzianwurzel 10 g, Eichenrinde 5 g, Baldrianwurzel 5 g, Frauenmantelkraut 5 g, Thymiankraut 10 g, Wacholderbeeren 7 g, Angelikawurzel 8 g
    Die gesamte Mischung mit 1 Liter gutem Weißwein 10 Tage bei 20°C ansetzen, abseihen, auspressen.
    4 Esslöffel tagsüber einnehmen.

    7) Kräuterwein selbstgemacht bei Erkältung, Schnupfen, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) und zur Abwehrsteigerung:
    Kamillenblüten 10 g, Melissenblätter 20 g, Ehrenpreiskraut 20 g, Enzianwurzel 10 g, Eichenrinde 5 g, Baldrianwurzel 5 g, Frauenmantelkraut 5 g, Thymiankraut 10 g, Wacholderbeeren 7 g, Angelikawurzel 8 g
    Die gesamte Mischung mit 1 Liter gutem Weißwein 10 Tage bei 20°C ansetzen, abseihen, auspressen.
    4 Esslöffel tagsüber einnehmen. 
     
    8) Bei immer wiederkehrenden Erkrankungen der Atemwege:
    Meisterwurz 20 g, Ehrenpreiskraut 10 g, Eibischwurzel 10 g, Thymiankraut 15 g, Isländisch Moos 10 g, Wollblume 15 g, Bibernellwurzel 10 g, Alantwurzel 10 g
    4 Esslöffel auf 1 Liter guten Rotwein, 6 Stunden kalt ansetzen, 5 Minuten köcheln, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Täglich 2 Weingläser genießen. 
     
    9) Ein Rezept für Weinliebhaber zum Trinken und Gurgeln bei chronischer Bronchitis zur Stärkung der Lunge:
    Je 20 Gramm Bibernellwurzel, Thymiankraut, Meisterwurz, Ehrenpreiskraut, Veilchenkraut und 30 Gramm Queckenwurzel.
    3 Esslöffel auf 1 Liter guten Weißwein, kalt ansetzen, kurz aufkochen, 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Nur warm trinken und gurgeln.
     
    Apfelweine mit Kräutern zur Abwehrsteigerung, Entgiftung und Entschlackung des Körpers
    Sie können die nachstehenden Mischungen natürlich auch als Tee (3 Esslöffel auf 1 Liter Wasser, 3 Minuten kochen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen) zubereiten und tagsüber 1 Liter trinken:

    1) Queckenwurzel 20 g, Meisterwurz 20 g, Schafgarbenkraut 20 g, Salbeiblätter 20 g, Rosmarinblätter 20 g, Faulbaumrinde 10 g, Erdrauchkraut 30 g
    Geben Sie 30 Gramm dieser Mischung auf 1 Liter Apfelwein, 3 Minuten aufkochen, abseihen.
    Tagsüber 6mal 1 Esslöffel einnehmen oder als Tee zubereiten wie oben beschrieben.

    2) Brennesselkraut 30 g, Wermutkraut 1 g, Silbermantelkraut 20 g, Katzenschwanzkraut 20 g, Schlehenblüten 20 g, Erdrauchkraut 20 g, Faulbaumrinde 20 g
    Geben Sie 30 Gramm dieser Mischung auf 1 Liter Apfelwein, 3 Minuten aufkochen, abseihen.
    Tagsüber 6mal 1 Esslöffel einnehmen oder als Tee zubereiten wie oben beschrieben.

    3) Erdrauchkraut 30 g, Tausendgüldenkraut 10 g, Alantwurzel 20 g, Löwenzahnwurzel 20 g, Ehrenpreiskraut 20 g, Faulbaumrinde 20 g
    Geben Sie 30 Gramm dieser Mischung auf 1 Liter Apfelwein, 3 Minuten aufkochen, abseihen.
    Tagsüber 6mal 1 Esslöffel einnehmen oder als Tee zubereiten wie oben beschrieben.

    4) Klettenwurzel 15 g, Wacholderbeeren 15g, Süßholzwurzel 15 g, Walnußblätter 15 g, Stiefmütterchenkraut 10 g, Brennesselkraut 10 g, Queckenwurzel 10 g, Birkenblätter 10 g
    Geben Sie 30 Gramm dieser Mischung auf 1 Liter Apfelwein, 3 Minuten aufkochen, abseihen.
    Tagsüber 6mal 1 Esslöffel einnehmen oder als Tee zubereiten wie oben beschrieben. 

Pflanzliche Tinkturen zur Vorbeugung und Behandlung von Husten und Bronchitis

  • 1) Decoctum (Abkochung) Senegae
    2 Tage lang alle 2 Stunden 1 Esslöffel, dann 3mal täglich 1 Esslöffel einnehmen.

    2) Sirup bei Husten und Bronchitis:
    Extractum Grindeliae fluidi.5.0, Sirup. Simplex ad 100.0
    M.D.S. alle 2 Stunden 1 Teelöffel einnehmen.

    3) Pflanzliche Tropfen bei akuter und chronischer Bronchitis, bei Krampf- und Reizhusten:
    Tinctura Rosmarini (Rosmarin), Extractum Grindeliae (Grindeliakraut), Extractum Pimpinellae (Pimpinellwurzel), Tinctura Ephedrae (Meeresträubchen), Extractum Thymi (Thymian), Extractum Passiflorae (Passionsblume), Tinctura Petasites (Pestwurz), Tinctura Quebracho je 5.0, Sticta pulmonariae (Lungenkraut) dil 10.0
    Täglich 4mal 15 Tropfen in etwas warmem Wasser oder in einem der obigen Tees einnehmen.

    4) Bei chronischer Bronchitits und Reizhusten:
    Extractum Droserae (Sonnentau) fluid., Extractum Thymi (Thymian) fluid aa ad (zu gleichen Teilen) 50.0
    Täglich 3 bis 5mal 25 Tropfen in einer Tasse Hustentee oder in etwas Wasser einnehmen.

    5) Ein altes Rezept bei chronischem Husten und zur Vermeidung eines Hustenanfalls:
    Abkochung von Radix Saponariae (Seifenwurzel) 10.0 (=Anteil der Droge)/ 170.0 (=Anteil des Wassers), Sirupi simplex ad 200.0
    Alle 2 Stunden 1 Esslöffel einnehmen.

    6) Bei Bronchitis, trockenem Husten und Neigung zu Heiserkeit:
    Tinctura Pimpinellae (Bibernelle) 20.0, Chelidonium Urtinktur (Schöllkraut, nimmt den Hustenreiz und entkrampft die Bronchialmuskulatur) 10.0, Drosera Urtinktur (Sonnentau) 10.0, Tinctura Salviae 10.0 (Salbei, beruhigt die Schleimhaut).
    Täglich 5mal 20 bis 25 Tropfen in einer Tasse Malventee einnehmen.

    Hustensaft selbstgemacht:
    Auf 250 ml Wasser je 1 Teelöffel Thymiankraut, Spitzwegerichkraut, 100 g Zwiebeln fein gewürfelt, 50 g Kandiszucker.
    5 Minuten kochen, zugedeckt abkühlen lassen, abseihen, 50 g Honig einrühren. Ist im Kühlschrank etwa 1 Woche haltbar.
    Nehmen Sie stündlich 1 Esslöffel ein.

    Schwarzkümmelöl bei chronischer Bronchitis:
    Die Heilkraft steckt im kaltgepressten Öl aus den Samen. Die beste Qualität hat ägyptisches Schwarzkümmelöl (als Tropfen und Kapseln). Der Inhaltsstoff Nigellon wirkt schleim- und krampflösend und erweitert die Bronchien.
    2mal täglich 2 Kapseln einnehmen.

    Pflanzliche Rezepte bei chronischer Bronchitis wegen einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) 
    Bei einer Herzschwäche kommt es zu einem Blutrückstau in die Lungen. Das kann einen chronischen Husten verursachen. 

    1) Bei Herzschwäche und schnellem Puls (Tachykardie):
    Tinctura Scillae (Meerzwiebeltinktur) 5.0, Extractum Crataegi (Weißdornextrakt) fluid. 10.0, Tinctura Valerianae (Baldrian) ad 30.0
    Morgens und abends 30 Tropfen in etwas Wasser einnehmen.

    2) Bei Herzschwäche, schnellem Puls und einer Schilddrüsenüberfunktion:
    Tinctura Spartii (Besenginster) 50.0, Leonurus Urtinktur (Herzgespann) 10.0, Lykopus (Wolfskraut) Urtinktur 10.0, Tinctura Valerianae (Baldrian) 30.0
    Täglich 3mal 30 Tropfen in etwas Wasser, in einer Tasse Weißdorntee oder in einem Glas Weißdornwein (Apotheke) einnehmen.

    3) Bei Herzschwäche und niedrigem Blutdruck (Hypotonie):
    Tinctura Adonidis (Adonisröschen) 50.0, Convallaria (Maiglöckchen) Urtinktur 50.0
    3 Tage lang 5mal 25 Tropfen einnehmen, dann täglich 3mal 25 Tropfen einnehmen.

    Rezepte für Kinder zum Einnehmen bei Bronchitis und Husten

    1) Sirupi Althaeae (Eibischsirup), Sirupi Liquiritiae (Süßholzwurzelsirup) aa ad 250.0
    Täglich 4mal 1 Teelöffel einnehmen.

    2) Oleum Anisi (Anisöl), Oleum Foeniculi (Fenchelöl), Oleum Thymi (Thymianöl) aa 5.0
    Stündlich 5 Tropfen auf ein Stück Zucker oder Brotrinde geben und im Mund zergehen lassen.

    3) Sirup bei Kinderasthma:
    Extractum Grindeliae fluid. 1.0, Extractum Lobeliae inflatae 2.0, Extractum Anemonae pulsatillae 2.0, Sirupi Flores Aurantii 40.0, Aquae Tiliae officinalis ad 100.0
    2 Tage lang stündlich 1 Teelöffel einnehmen.

    Zum Inhalieren bei Husten und Bronchitis

    1) Je 20 Gramm Flores Lavandulae (Lavendelblüten), Folia Rosmarini (Rosmarinblätter), Herba Absinthii (Wermutkraut), Strobuli lupuli (Hopfen) und Herba Thymi (Thymiankraut).
    2 Esslöffel auf 1 Liter heißes Wasser geben.
    2mal täglich 15 Minuten inhalieren. Abseihen ist nicht nötig.

    2) Je 25 Gramm Folia Menthae piperitae (Pfefferminzblätter), Folia Salviae (Salbeiblätter), Flores Violae odoratae (wohlriechendes Veilchen) und Herba Basilici (Basilikumkraut).
    1 Esslöffel auf 1 Liter Wasser, 2 Minuten aufkochen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
    2mal täglich 15 Minuten inhalieren. Abseihen ist nicht nötig.

Rezepte für pflanzliche Tinkturen und Extrakte zur Behandlung und Vorbeugung von Atemwegserkrankungen

  • Pflanzliche Tropfen zum Einnehmen bei Heiserkeit:
    Tinctura Radix Pimpinellae (Pimpinellwurzeltinktur) 50.0
    Täglich 4mal 15 Tropfen in etwas Wasser oder in einem der obigen Tees einnehmen.

    Pflanzliche Tropfen zur Stärkung des Immunsystems (wichtig bei häufigen grippalen Infekten) und bei Blutarmut (alter Ausdruck für Eisenmangel):
    Tinctura Fumariae (Erdrauchtinktur), Extractum Gentianae (Enzianextrakt), Extractum Centaurii (Tausendgüldenkrautextrakt), Tinctura Lamii albi (Weiße Taubnessel), Extractum Rubiae tinct. (Färberröte), Extractum Urticae fluid (Brennessel), Extractum Urticae e Radice (Brennesselwurzel), Extractum Taraxaci (Löwenzahn) aa 5.0, Tinctura Ferri aromatica (Eisen) 60.0
    Täglich 3mal 1 Teelöffel in etwas warmem Wasser oder in einem der obigen Tees vor dem Essen einnehmen.

    Teerezepte zum Gurgeln bei Heißerkeit

    1) Salbeiblätter (Folia Salviae) 20.0, Huflattichblüten (Flores Farfarae) 10.0, Kamillenblüten (Flores Chamomillae) 15.0, Ringelblumenblüten (Flores Calendulae) 5.0, Fenchelfrüchte zerstoßen (Fructi Foeniculi conc.) 10.0
    2 Teelöffel auf 250 ml kochendes Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    5 mal täglich so heiß wie möglich gurgeln.

    2) Flores Chamomillae (Kamillenblüten) 15 g, Folia Salviae (Salbeiblätter) 15 g, Herba Agrimoniae (Odermennigkraut) 20 g
    1 Teelöffel auf 1 Tasse als Aufguß (mit heißem Wasser übergießen), 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    5mal täglich gurgeln.

    3) Rezept bei Heiserkeit und Mundschleimhautentzündungen zum Gurgeln:
    Fructi Foeniculi (Fenchel) 5.0, Rhizoma Tormentillae (Blutwurz) 15.0, Cortex Quercus (Eichenrinde) 15.0, Folia Salviae (Salbeiblätter) 15.0
    1 Teelöffel auf 1 Tasse kalt ansetzen, 5 Stunden ziehen lassen, dann kurz aufkochen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    5mal täglich gurgeln.

    Pflanzliche Tropfen zum Gurgeln bei Heiserkeit:
    Tinctura Myrrhae, Tinctura Ratanhiae aa ad 30.0
    M. D. S. 20 Tropfen in etwas warmes Wasser oder in eine Tasse Heidelbeerblättertee geben. Mehrmals täglich gurgeln.

    Zur Nasen- und Rachenspülung:
    Radix Saponariae (Seifenwurzel)
    1 Teelöffel auf 1 Tasse Wasser, 8 Stunden zugedeckt kalt ziehen lassen, 2 Minuten aufkochen, abseihen.
    Warm in die Nase hochziehen oder in eine Nasendusche füllen.
    Auch zum Gurgeln.

    Rezepte für Tinkturen bei immer wiederkehrenden Atemwegserkrankungen
    bedingt durch einen schwachen Stoffwechsel, zur Anregung des Stoffwechsels

    1) Helianthus tuberosus D2 dil., Duboisia D3 dil., Euphorbia Cyparissias D2 dil. aa 10.0, Extractum Fucus vesiculosus (falls keine Überfunktion der Schilddrüse vorliegt), Extr. Frangulae (Faulbaumrinde), Extr. Alchemillae (Frauenmantel) aa 15.0
    Täglich 3mal 20 Tropfen in etwas warmem Wasser vor dem Essen einnehmen.

    2) Pflanzliches Rezept zur Anregung des Stoffwechsels:
    Extractum Fuci (Blasentang) 10.0, Extr. Levistici (Liebstöckel) 10.0, Extr. Ononidis (Hauhechel) 10.0, Extr. Frangulae (Faulbaumrinde) 10.0, Phytolacca (Kermesbeere) D4 10.0
    Täglich 3mal 20 Tropfen vor dem Essen in etwas warmem Wasser einnehmen.

    3) Extractum Cardui benedicti (Benediktenwurz), Extr. Taraxaci (Löwenzahn), Tinctura Lavandulae (Lavendel), Extr. Melissae (Melisse), Extr. Cardui marianae (Mariendistel), Extr. Hyperici (Johanniskraut), Extr. Centaurii (Tausendgüldenkraut) aa 7.0, Extr. Ginseng 2.0, Marum verum D2 10.0, Extr. Fuci vesiculosi (bei Schilddrüsenunterfunktion) 10.0, Nasturtium D2 10.0, Hedera D2 10.0
    Täglich 4mal 20 Tropfen in etwas warmem Wasser einnehmen.

    Pflanzliche Tropfen zur Stärkung des Immunsystems (wichtig bei häufigen Atemwegserkrankungen) und bei Blutarmut (alter Ausdruck für Eisenmangel):
    Tinctura Fumariae (Erdrauchtinktur), Extractum Gentianae (Enzianextrakt), Extractum Centaurii (Tausendgüldenkrautextrakt), Tinctura Lamii albi (Weiße Taubnessel), Extractum Rubiae tinct. (Färberröte), Extractum Urticae fluid (Brennessel), Extractum Urticae e Radice (Brennesselwurzel), Extractum Taraxaci (Löwenzahn) aa 5.0, Tinctura Ferri aromatica (Eisen) 60.0
    Täglich 3mal 1 Teelöffel in etwas warmem Wasser vor dem Essen einnehmen.

    Pflanzliche Tropfen bei akuten und chronischen Atemwegserkrankungen:
    Tinctura Rosmarini (Rosmarin), Extractum Grindeliae (Grindeliakraut), Extractum Pimpinellae (Pimpinellwurzel), Tinctura Ephedrae (Meeresträubchen), Extractum Thymi (Thymian), Extractum Passiflorae (Passionsblume), Tinctura Petasites (Pestwurz), Tinctura Quebracho je 5.0, Sticta pulmonariae (Lungenkraut) dil. 10.0
    Täglich 4mal 15 Tropfen in etwas warmem Wasser einnehmen.

Rezepte für Schnupfpulver und Nasentropfen

  • Harte Typen schwören bei beginnendem Schnupfen darauf. Nachstehend einige Rezepte, die Ihr Apotheker gerne für Sie herstellt:

    1) Flores Convallariae (Maiglöckchenblüten), Flores Lavandulae (Lavendelblüten), Herba Majoranae (Majorankraut) aa 25.0, Sapon. med., Sacchari aa 12.5, Oleum Bergamotte (Bergamottöl) 25 Tropfen, Oleum Caryophylli (Nelkenöl) 25 Tropfen
    M. f. pulv. S. Schnupfpulver

    2) Rhizoma Asari, Rhizoma Hellebori, Folia Rutae, Herba Majoranae, Herba Betonicae aa 5.0
    M. f. pulv. S. Schnupfpulver

    3) Flores Convallariae (Maiglöckchenblüten), Herba Majoranae (Majorankraut) aa 30.0, Rhizoma Iridis (Schwertlilienwurzelstock) 10.0, Rhizoma Veratri (Königskerzenwurzelstock) 1.5, Oleum Bergamotte (Bergamottöl) gtt Nr. X
    M. f. pulv. S. Schnupfpulver
     
    Ein Rezept für eine Nasensalbe:
    Oleum Pini pumilionis (Latschenkiefernöl), Oleum Eukalypti (Eukalyptusöl) aa 0.3, Oleum Menthae piperitae (Pfefferminzöl) 0.2, (oder Menthol, aber nicht bei Kindern), Acid. boric. 0.5, Adeps lanae anhydr. 10.0, Vaselini albi ad 30.0
    M. D. S. Nasensalbe, mehrmals täglich die Nasengänge einreiben.

    Ein Rezept für Nasentropfen bei verstopfter Nase:
    Oleum Rosae (Rosenöl) 1.0, Oleum Majoranae (Majoranöl) 1.0, Oleum Thymi (Thymianöl) 2.0, Oleum Menthae (Minzöl) 1.0, Oleum Pini pumilionis (Latschenkieferöl) 15.0
    M. D. S. Nasentropfen, mehrmals täglich einige Tropfen in jeden Nasengang geben.

Äußerliche Anwendungen bei Husten und Bronchitis

  • Um das Sekret zu lösen, den Husten bitte nicht unterdrücken. Machen Sie Dampfbäder und Inhalationen.

    Vorschläge für Inhalationen

    1) Bei Husten und Bronchitis helfen Inhalationen mit warmem Wasserdampf (42 bis 47 Grad), um die Atemwege zu befeuchten und die Schleimhäute abschwellen zu lassen.

    2) Mehrmals täglich mit einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung, mit Kamille oder ätherischen Ölen (siehe nachstehend) inhalieren.

    3) Oleum Eukalypti (Eukalyptusöl)
    Zur Inhalation 10 Tropfen auf 1 Liter heißes Wasser geben.
    Auch Rücken und Brust mit Eukalyptusöl einreiben.

    4) Oleum Terebinthinae aeth. (Fichtennadelöl)
    Zur Inhalation 10 Tropfen auf 1 Liter heißes Wasser.
    Auch Rücken und Brust mit dem Fichtennadelöl einreiben.
    Hinweis: Ätherische Öle und Menthol eignen sich nicht für Menschen mit empfindlichen Atemwegen und nicht für Kleinkinder. Es besteht Erstickungsgefahr!

    5) Machen Sie bei Husten und Bronchitis Inhalationen mit Salbei, Thymian oder Pfefferminze.
    Nochmals mein Hinweis: Viele Erkältungssalben und Inhalationsprodukte enthalten Menthol. Säuglinge, Kinder und Menschen mit empfindlichen Atemwegen (zum Beispiel Asthmatiker und Allergiker) sollten auf keinen Fall mit mentholhaltigen Substanzen inhalieren oder damit eingerieben werden, da diese bei ihnen einen Atemstillstand auslösen können. Das gilt auch für andere stark riechende ätherische Öle.

    Äußerliche Anwendungen bei Husten und Bronchitis

    1) Rezept für ein Brustöl, das Ihre Apotheke für Sie herstellt:
    Oleum Pini pumilionis (Latschenkieferöl), Oleum Eukalypti (Eukalyptusöl) aa 3.0, Oleum Menthae piperitae (Pfefferminzöl) 5 Tropfen, Oleum Camphorati (Kampferöl) ad 30.0
    Mehrmals täglich einen halben Teelöffel auf der Brust verreiben.

    2) Einen Teelöffel Meerrettichwurzel (Radix Cochleariae armoracia) frisch reiben, mit etwas Olivenöl vermischen, Brust und Rücken einreiben, mit einem Wolltuch zudecken.
    Nach 15 Minuten abwischen, da der Hautreiz sonst zu stark wird.

    3) Lavendelwickel: Lavendelöl 1 : 10 mit Sonnenblumenöl mischen, auf ein feuchtheißes Tuch geben, über Nacht auf die Brust legen. Löst den Schleim und erleichtert das Abhusten.

    4) Feuchte Wickel auf Hals und Brust, entweder feucht-warm oder feucht-kühl, fördern die Durchblutung der Atemwege und dadurch die Schleimlösung. Tränken Sie die Wickel zusätzlich mit Zitronensaft.

    5) Machen Sie eine Zwiebelbrustauflage: Hierfür die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden, auf die Brust legen und mit einem feuchtheißen Tuch abdecken. Mit einer Plastikfolie abdichten. So entsteht eine "feuchte Kammer". Zusätzlich noch eine Wärmflasche oder eine Wolldecke auflegen. Bei Abkühlung entfernen.

    6) Bewährt zur Behandlung von Husten und Bronchitis haben sich sanfte Klopfmassagen auf Brust und Rücken sowie zwischen den Schulterblättern.

    7) Bei Heiserkeit die Stimme für einige Tage schonen und den Halsbereich durch das Tragen eines Schals warm halten.

    8) Kalte Wadenwickel mit etwas Essig durchtränkt senken das Fieber.

    B

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