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Am Wolf Creek durch die Hölle (U.S.Marshal Bill Logan, Band 102)

Pete Hackett

Am Wolf Creek durch die Hölle (U.S.Marshal Bill Logan, Band 102)

Cassiopeiapress Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Am Wolf Creek durch die Hölle

U.S. Marshal Bill Logan

Band 102

Am Wolf Creek durch die Hölle

Western von Pete Hackett

 

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

 

 

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

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Sie kauerten um das Feuer herum. Die Flammen züngelten. Das Holz knackte in der Hitze. Das Feuer legte düstere Schatten in die Gesichter. Es waren vier Männer und eine junge Frau. Einer war fast sechzig. Ein unstetes Leben hatte unübersehbare Spuren in seinem Gesicht hinterlassen. Sein Bart und seine Haare waren grau. Die Haut in seinem Gesicht mutete an wie die rissige Rinde eines alten Baumes. Er war hohlwangig, die Augen lagen in tiefen Höhlen.

Das war Noah Dalton. Er selbst nannte sich Prediger. In Wirklichkeit war er ein Bandit, der dort erntete, wo andere gesät hatten.

Seine drei Söhne standen ihm an Verkommenheit in nichts nach. Er hatte sie geprägt. Sie waren zu nichts gut auf dieser Welt und nahmen sich einfach, was sie brauchten …

Kelly Dalton, die junge Frau, war zweiundzwanzig. Ihre Mutter starb, als sie geboren wurde; Kindbettfieber. Kelly war in einer Männerwelt aufgewachsen. Sie dachte wie ihr Vater, und sie handelte wie ihr Vater. Echte Gefühle kannte sie nicht. Das Wort Mitleid war ihr fremd. Mit ihr selbst hatte nie jemand Mitleid gehabt. Das hatte sie hart und unnachgiebig werden lassen.

Es war November und die Nächte waren schon kalt. Die Kälte trocknete das Land aus. Die Tage waren kurz. Die Pferde waren an ein Lasso geleint, das sie zwischen zwei Bäumen gespannt hatten. Das Fuhrwerk, mit dem sie durchs Land zogen, stand am Ufer des schmalen Creeks. Byram und Calem Dalton rauchten. Es waren Kerle mit dunklen, wild wuchernden Bärten und dem typisch unsteten Blick der Gesetzlosen. Ihre Kleidung war abgetragen und zerschlissen. Aaron Dalton vermittelte denselben Eindruck. Er hielt eine Whiskyflache in beiden Händen. Sie war halb geleert. Der Schnaps wärmte das Quintett von innen.

Byram Dalton schnippte den Zigarettenstummel ins Feuer und sagte: »Also reite ich morgen früh nach Perryton und lasse mein Pferd beschlagen. Wenn man dem Wegweiser an der Straßenkreuzung Glauben schenken darf, ist die Stadt fünf Meilen entfernt. Ich werde spätestens mittags zurück sein. Dann fahren wir weiter.«

»Du wirst gesucht, Byram«, versetzte Noah Dalton. Seine Stimme klang mahnend. »Es wäre besser, wenn Calem oder Aaron mit deinem Pferd in die Stadt reiten würden. Ich weiß nicht, ob es in Perryton einen Sheriff oder Marshal gibt.«

»Gib mir die Flasche«, sagte Byram und streckte seinem Bruder Aaron die Hand hin. Er bekam sie und trank einen Schluck. Dann schüttelte er den Kopf und erwiderte: »Nein, ich reite selbst. Wir ziehen schon viel zu lange durch die Wildnis. Ich muss einfach wieder einmal Menschen sehen und an der Theke eines Saloons stehen.« Er reichte die Flasche seinem Vater.

»Du gönnst uns aber auch gar nichts«, maulte Aaron.

Byram lachte auf. Es war ein klirrender Laut. Er hatte in Big Springs einen unbewaffneten Mann erschossen. Seitdem war er auf der Flucht. Sein Kopf war fünfhundert Dollar wert. Byram Dalton war der älteste und auch gefährlichste der drei Brüder. Zusammengesetzt aus Hass, Niedertracht und unmenschlicher Brutalität war er nur sich selbst der Nächste. Er ging über Leichen.

»Ich reite selbst«, beharrte er auf seinem Standpunkt.

Am Morgen verließ er das Camp. Er folgte dem ausgefahrenen Reit- und Fahrweg, der von Borger heraufführte. Sein Pferd lahmte leicht. Nach etwa zwei Meilen begegnete der Bandit der Postkutsche, die auf dem Weg nach Süden war. Sechs Pferde zogen sie, auf dem Bock saßen der Kutscher und sein bewaffneter Begleiter. Byram ließ die Stagecoach vorbei. Aufgewirbelter Staub markierte ihren Weg. Kutscher und Begleiter winkten dem jungen Banditen zu.

Er ritt weiter. Eine knappe Stunde später erreichte er Perryton. Es war wärmer geworden. Die Stadt vermittelte Ruhe und Frieden. Auf den Gehsteigen und der breiten Main Street bewegten sich nur wenige Passanten. Ein Hund überquerte seelenruhig die Fahrbahn. Irgendwo krähte ein Hahn.

Einige Passanten beobachteten den fremden Reiter. Er folgte dem hellen Klang der Hammerschläge und erreichte die Schmiede. Der vierschrötige Schmied bearbeitete mit seinem Hammer ein glühendes Stück Eisen, das er mit einer Zange festhielt. Sein Gehilfe trat den Blasebalg. Die Holzkohle in der Esse glühte. Einige Eisenstangen steckten in der Glut.

Byram Dalton saß ab. Der Schmied hielt in seiner Arbeit inne, legte das Eisen, das er bearbeitete, wieder in die Glut, wischte sich die Hände an der Lederschürze ab und kam aus der Werkstatt. Schweiß perlte auf seiner Stirn. »Guten Morgen.«

Byram Dalton nickte. »Mein Gaul hat ein Eisen verloren.«

»Dann verpassen wir ihm eben ein neues«, erwiderte der Schmied mit dem Anflug eines Lächelns um die Lippen. »Davon lebe ich, Fremder.«

»Sehen Sie sich bei dieser Gelegenheit auch gleich die anderen Eisen an«, beauftrage Dalton den Schmied. »Wie lange werden Sie brauchen?«

»Da ich die Eisen auf Vorrat habe, etwa eine Stunde.«

»Gut. Ich gehe solange etwas trinken.«

Der Bandit zog sein Gewehr aus dem Scabbard und entfernte sich auf sattelsteifen Beinen. Der Schmied schaute ihm unter zusammengeschobenen Brauen hervor hinterher. Dieser Bursche gefiel ihm nicht. Von ihm ging etwas Raubtierhaftes, Animalisches aus. Diese Sorte erwiderte voll Trotz jede Herausforderung und ging keinem Streit aus dem Weg.

Wenig später betrat Byram Dalton den Saloon. Außer dem Keeper war niemand im Schankraum. Der Keeper polierte Gläser. Es roch nach kaltem Rauch und verschüttetem Bier. Byram Dalton setzte sich an einen Tisch beim Frontfenster, auf das mit großen Lettern Saloon geschrieben stand. »Bringen Sie mir ein Bier!«, forderte der Bandit.

Er bekam es, trank einen durstigen Schluck und drehte sich eine Zigarette …

 

*

 

Ich kam von Norden her nach Perryton. Die Jagd nach einem steckbrieflich gesuchten Banditen hatte mich bis an die nördliche Grenze des Panhandle verschlagen. Ich hatte den Burschen gestellt, aber er zwang mir einen Kampf auf, in dessen Verlauf ich ihn schwer verwundete. Er war an seiner Verletzung gestorben. Ich beerdigte ihn und heftete seinen Steckbrief an das Kreuz, das ich aus zwei Ästen und einer Lederschnur zusammenband. Jetzt war ich auf dem Weg nach Amarillo.

Der Zufall sollte Schicksal spielen. Vielleicht war es die Vorsehung, die mich veranlasst hatte, den Umweg über Perryton zu machen. Jedenfalls ahnte ich - als ich die ersten Häuser der Stadt passierte -, nicht, dass ich in den nächsten Tagen durch die Hölle gehen musste.

Ich ritt zum Saloon und saß beim Hitchrack ab, schlang den langen Zügel lose um den Querholm, nahm mein Gewehr und ging in den Schankraum. An einem Tisch beim Frontfenster saß ein Mann von etwa dreißig Jahren, bärtig und abgerissen. Er konnte meinen Stern nicht sehen, denn ich hatte ihn unter der dicken Winterjacke an die Weste geheftet.

Ich nickte dem Burschen zu, dann setzte ich mich an einen Tisch. Der Keeper kam heran. »Hallo, Logan.«

»Hi. Geben Sie mir einen Whisky.« Ich grinste. »Ich brauche etwas, das mich von innen wärmt. Es ist verdammt kalt. Schätzungsweise fällte bald der erste Schnee.«

»Ja, es sieht nach einem frühen Wintereinbrauch aus«, erwiderte der Keeper und ging davon. Er bracht mir den Schnaps und ich trank ihn. Dabei beobachtete ich verstohlen den Burschen beim Fenster. Er schien mich nicht zu beachten. Irgendwie kam mir das Gesicht bekannt vor.

Ich verließ den Saloon, nachdem ich fünf Cent für den Whisky auf den Tisch gelegt hatte und brachte mein Pferd in den Mietstall. Dort nahm ich die Steckbriefe aus der Satteltasche, und während der Stallmann mein Pferd versorgte, setzte ich mich auf eine Futterkiste und schaute mir der Reihe nach die Steckbriefe an. Und dann stieß ich auf den Steckbrief des Burschen, der drüben im Saloon saß. Sein Name war Byram Dalton, er war fünfhundert Dollar wert, und zwar tot oder lebendig. Ich wandte mich an den Stallmann: »Im Saloon sitzt einer, der in der Stadt fremd ist. Hat er sein Pferd bei Ihnen untergestellt?«

»Nein.«

Ich faltete den Steckbrief zusammen und schob ihn in die Innentasche meiner Jacke. Die anderen Fahndungsblätter verstaute ich wieder in der Satteltasche. Dann kehrte ich zum Saloon zurück. Dalton saß nach wie vor an seinem Platz. Sein Bierkrug war fast leer. Er rauchte.

Hinter mir schlugen die Türpendel aus. Ich nahm die Winchester an die Hüfte und richtete sie auf Dalton. Er sah es, seine Hand zuckte nach dem Gewehr, das er an den Tisch gelehnt hatte. Ich repetierte, und seine Hand blieb auf halbem Weg in der Luft hängen.

»Was soll das?«, herrschte der Bandit mich an.

»Ich bin U.S. Deputy Marshal Bill Logan. In meiner Tasche steckt Ihr Steckbrief, Dalton. Stehen Sie auf, heben Sie die Hände und drehen Sie sich um. Zwingen Sie mich nicht, auf Sie zu schießen.«

Er presste die Lippen zusammen, dass sie nur noch einen dünnen, blutleeren Strich bildeten. Dann kam er meinem Befehl nach. Ich nahm die Handschellen von meinem Gürtel und trat hinter ihn hin, fesselte ihm die Hände auf den Rücken und sagte: »Wo ist Ihr Pferd?«

»Beim Schmied. Ihm fehlte ein Eisen.«

Ich nahm Daltons Gewehr und zog ihm den Revolver aus dem Futteral. »Gehen wir«, sagte ich und dirigierte ihn zum Mietstall, wo ich ihn in einer leeren Box an die eiserne Futterraufe kettete. Seinen Revolver verstaute ich in meiner Satteltasche, das Gewehr schob ich in meine Deckenrolle. »Sobald dein Pferd beschlagen ist, brechen wir auf«, sagte ich, dann begab ich mich zur Schmiede.

Ich musste noch eine Viertelstunde warten, dann war der Schmied fertig und ich führte das Pferd zum Mietstall. Zehn Minuten später brachen wir auf.

»Du schaffst es nicht, mich nach Amarillo zu bringen, Marshal«, knirschte Dalton. »Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mein Vater und meine Brüder wissen, was sich zugetragen hat.«

Es klang wie ein böses Omen.

 

*

 

Es wurde Mittag. »Warum kommt Byram nicht zurück?«, grollte die Stimme des Predigers. »Verdammt, wahrscheinlich hockt er im warmen Saloon und betrinkt sich. Calem, reite in die Stadt und hole ihn. Sag ihm, dass er sich auf etwas gefasst machen kann. Seinen Vater, seine Brüder und seine arme Schwester in der Kälte warten zu lassen ist nicht gottgefällig. Ich werde ihn dafür bestrafen.«

Calem Dalton zog den Bauchgurt seines Sattels straff, saß auf und ritt an. Die Kerle gehorchten ihrem Vater aufs Wort. Sie fürchteten seinen Zorn. Er war ein cholerischer Bursche, der sich nicht scheute, seine Söhne sogar zu züchtigen.

Calem Dalton erreichte die Stadt. Er ritt den Saloon an und ging hinein. Von seinem Bruder keine Spur. Er schritt zur Theke, legte beide Hände darauf und sagte zu dem Keeper: »Ich suche meinen Bruder. Er ist in die Stadt geritten, um sein Pferd beschlagen zu lassen. Ich hoffte, ihn hier anzutreffen.«

»Ist sein Name Dalton?«

»Ja. Byram Dalton.«

»Ein Marshal war hier und hat ihn festgenommen. Sie haben vor etwa drei Stunden die Stadt verlassen.«

»Geben Sie mir einen doppelten Whisky.«

Calem Dalton trank das Glas mit einem Zug leer, zahlte und verließ den Saloon. Er ritt zurück zum Camp.

Schweigend hörte sich Noah Dalton an, was Calem zu berichten hatte. Dann stieß er hervor: »Wir werden Byram befreien und den Marshal in die Hölle schicken. Brechen wir das Camp ab und machen wir uns auf den Weg. Der Herr sei unser Hirte und führe uns. Seine Allmacht ist grenzenlos.«

 

*

 

Das Klappern von Horn und das Stampfen der Hufe erfüllte die Luft. Buschige Schwanzenden peitschten über knochige Rücken. Staub wallte dicht. Schließlich standen tausend Longhorns in den Corrals. Die Cowboys wischten sich mit ihren Halstüchern Staub und Schweiß aus den Gesichtern. Dann ritten sie zum Chuckwagen, der etwas abseits abgestellt worden war. Allister McCormick, der Rancher, stand am Ende des Wagens. Auf der heruntergeklappten Bordwand lag eine aufgeschlagene Kladde. »Okay, Jungs«, sagte der Rancher. »Die Herde ist verkauft. Ich kann euch auszahlen. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr im Frühjahr wieder zum Frio River kommen. Doch wartet mit Sicherheit ein Job auf euch.«

Nachdem er seinen Treiberlohn erhalten und die Zahlung quittiert hatte, sagte Toby Banks zu Jesse Watson: »Ich reite nach Norden. Will mir mal den Wind in Kansas um die Nase wehen lassen. Sicher finde ich im Frühjahr auch dort oben Arbeit. Was ist mit dir, Jesse? Kommst du mit?«

Dan Ferguson, der in der Nähe stand und Tobys Worte vernommen hatte, rief: »Eine gute Idee, Toby. Wenn du willst, komme ich mit dir. Wir können auch nach Colorado oder Wyoming gehen. Dort oben soll es große Ranches geben, die sogar im Winter Cowboys beschäftigen.«

»Ich bin dabei«, erklärte Jesse Watson.

»In Ordnung«, sagte Toby und grinste. »Bevor wir aufbrechen, sollten wir uns aber den Staub aus den Kehlen schwemmen.«

Sie mieteten sich in einem Hotel ein Zimmer, brachten ihre Pferde in den Mietstall, dann nahmen sie im Barber Shop ein Bad und ließen sich rasieren, und zuletzt betranken Sie sich. Mit schmerzenden Köpfen erschienen sie am Vormittag es nächsten Tages im Mietstall. Ihre Augen waren gerötet und wässrig vom übermäßig genossenen Alkohol. Ihre Kehlen waren trocken. Und zwanzig Minuten später verließen sie Amarillo. Die Nasen ihrer Pferde zeigten nach Norden. Ihr Plan war es, durch den schmalen Streifen Niemandsland, den die Comanchen und Cheyenne für sich beanspruchten, nach Kansas zu reiten. Sie überquerten zwei Tage später den Canadian River.

Am dritten Tag nach ihrem Aufbruch kampierten sie an einem schmalen Creek. Es ging auf den Abend zu. Graue Wolken zogen am Himmel. Während Toby Banks und Jesse Watson die Pferde versorgten, sammelte Dan Ferguson trockenes Holz und zündete ein Feuer an. Dann waren die Pferde getränkt und gehobbelt, Sättel und Decken lagen auf dem Boden, die Dunkelheit nahm zu. Ein kühler Wind kam von Westen. Die Cowboys hatten am Nachmittag zwei Hasen geschossen, die sie jetzt brieten. Sie kauerten am Feuer auf den Hacken und rauchten.

Plötzlich war Rumpeln zu vernehmen.

»Da nähert sich ein Wagen«, murmelte Toby Banks und richtete sich auf, ging zu seinem Sattel, nahm seine Winchester und repetierte sie. Jesse Watson folgte seinem Beispiel. Die Geräusche wurden deutlicher, und bald waren auch Hufschläge zu vernehmen, die sich in das Rumpeln und Poltern mischten. Ein Pferd wieherte hell. Und dann erschien der Wagen auf einer Anhöhe jenseits des Creeks. Auf dem Bock saßen ein Mann und eine Frau. Zwei Reiter begleiteten das Fuhrwerk.

Sie kamen zum Creek und hielten an. »He, Feuer!«, erklang es rau.

»Wir sind drei arbeitslose Cowboys auf dem Weg nach Norden!«, rief Toby Banks.

Die beiden Reiter trieben ihre Pferde in den Creek. Das Wasser ging den Pferden lediglich bis zu den Sprunggelenken. Es spritzte und gischtete. Sie trieben die Tiere ans Ufer und zügelten sie. Die Pferde traten auf der Stelle und peitschten mit den Schweifen. Die beiden sahen sich sehr ähnlich. Wenn auch der eine gut doppelt so als war wie der andere. Der Ältere hatte graue Haare und einen ebenso farbenen Bart. Der Jüngere war dunkelhaarig. Beide sahen heruntergekommen aus.

Der Ältere legte seine Hände übereinander auf das Sattelhorn und streckte die Arme durch. »Der Herr sei mit euch. Ich bin Noah Dalton. Das ist mein Sohn Calem. Bei den beiden da drüben handelt es sich um meinen Sohn Aaron und meine Tochter Kelly. Wir sind auf dem Weg nach Süden.«

»Wir kommen von Süden«, sagte Toby Banks. »Sind mit 'ner Herde nach Amarillo gekommen. Trieben die gehörnten Teufel wochenlang vom Frio River herauf. Jetzt wollen wir sehen, was sich in Kansas tut.«

»Das Fleisch duftet gut.«

»Es reicht sicher nicht für sieben Leute«, versetzte Toby Banks.«

»Natürlich nicht«, sagte Noah Dalton. Ein widerliches Grinsen kerbte sich in seine Mundwinkel. »Wie wäre es denn, wenn ihr drei auf euer Abendessen verzichten würdet? Ihr …«

Noah Dalton griff zum Revolver. Auch die Hand seines Sohnes Calem fuhr zur Waffe. Die Detonationen verschmolzen ineinander. Calem Dalton stürzte vom Pferd. Jesse Watson brach zusammen. Toby Banks lag auf dem Bauch und zielte auf Noah Dalton, der sein Pferd herumriss und dem Tier brutal die Sporen gab. Von der anderen Seite feuerte Aaron Dalton. Dan Ferguson war hinter einen Busch gelaufen und erwiderte Aaron Daltons Feuer. Dieser wendete nun den Wagen und ließ die langen Zügel auf die Rücken der beiden Gespannpferde klatschen.

Noah Dalton erreichte das andere Ufer und jagte sein Pferd die Uferböschung hinauf. Schuss um Schuss jagte er aus dem Lauf seines Revolvers.

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