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Die schönsten Erzählungen

Aufbau Digital | Die schönsten Erzählungen / Geschichten


Anton Tschechow war Arzt und ein begnadeter Erzähler. Die schier endlose Galerie seiner literarischen Gestalten - Menschen jeglichen Alters, Charakters, Berufs und Standes -, ist so vielfältig und bunt wie das Leben selbst: der devote kleine Beamte, der im Theater ausgerechnet auf eine Generalsglatze niest und sich darüber zu Tode grämt; der ängstliche und Angst verbreitende Geschichtslehrer, der sich wie im Futteral von der Welt und seinen Mitmenschen abschottet; die verwöhnte und verhätschelte Ehefrau, die hinter vermeintlich großen Männern herflattert und dabei die wahre Größe ihres eigenen Mannes übersieht … Mit diesem Mikrokosmos des russischen Lebens in den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts führte Tschechow die zeitgenössische Prosa in ein neues, modernes Zeitalter.

"Jede persönliche Existenz hält sich durch ein Geheimnis, und vielleicht ist deshalb ein kultivierter Mensch so leidenschaftlich bemüht, sein Persönlichstes geheimzuhalten."

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Anton Tschechow wurde am 29. Januar 1860 als Sohn eines kleinen Händlers in der südrussischen Hafenstadt Taganrog geboren. Er studierte Medizin und machte sich schon während des Studiums mit humoristischen Geschichten einen Namen. 1890 unternahm der bereits lungenkranke Tschechow eine Reise auf die Sträflingsinsel Sachalin, um von den Bedingungen im Strafvollzug im Zarenreich zu berichten. Bereits während seines Arztpraktikums wurde sein Stück "Onkel Wanja" uraufgeführt. 1892-1899 lebte Tschechow als Landarzt und Schriftsteller auf seinem Landgut in Melicho bei Moskau. 1899 siedelte er wegen seiner Lungentuberkulose nach Jalta um. 1901 heiratete er Olga Knipper, eine Schauspielerin, die oft die Titelrollen in seinen Stücken auf der Bühne des Moskauer Künstlertheaters spielte. Tschechow starb am 15. Juli 1904 in Badenweiler.

Anton Tschechow ist bis heute in Westeuropa nach William Shakespeare der wohl meistgespielte Dramatiker. Auch sein erzählerisches Werk hat nicht an Anziehungskraft verloren; er gilt als unübertroffener Meister der Kurzgeschichte. Viele seiner Stücke und Erzählungen wurden verfilmt.

Wichtige Werke:"Onkel Wanja" (1897), "Die Möwe" (1896), "Drei Schwestern" (1901), "Der Kirschgarten" (1904), "Die Insel Sachalin" (1893/99) und unter vielen anderen die Erzählungen "Die Steppe" (1888), "Die Dame mit dem Hündchen" (1889), "Krankenzimmer Nr. 6" (1892), "Der Mensch im Futteral" (1898), "In der Schlucht" (1902).

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Die Kreutzersonate

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"Zu lieben ist ein Segen, geliebt zu werden Glück." Lew Tolstoi

Auf einer langen Bahnfahrt erzählt ein Gutsbesitzer einem Mitreisenden die Geschichte seiner Ehe, die trotz bester Absichten in einer Katastrophe endete. Ein junges Paar erfährt, wie aus leidenschaftlicher Liebe mit den Jahren ein ruhigeres Famillienglück wird. Ein glücklich verheirateter Mann kommt nicht los von der Frau, die er vor seiner Ehe liebte. Lew Tolstois drei Ehegeschichten sind nicht autobiographisch, aber hinter dem fiktiven Geschehen spürt man die Betroffenheit des Autors, der vieles von dem Geschilderten selbst durchlebt und durchlitten hat.

"Die Kreutzersonate ist eines der Wunder des Zeitalters." Heinrich Mann

"Tolstoi ist einer der größten Psychologen." Daniel Kehlmann

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Lew Tolstoi (geb. 1828) entstammte einem alten russischen Adelsgeschlecht. Mit neun Jahren wurde er bereits Vollwaise und unter die Vormundschaft der Schwester seines Vaters gestellt. 1844 studierte er in Kasan zunächst orientalische Sprachen, wechselte dann an die juristische Fakultät. Nach Abbruch des Studiums erste erfolglose Versuche, in Jasnaja Poljana, dem Stammgut der Familie, seine utopischen Landreformen durchzuführen. Ab 1851 diente er in der Kaukasusarmee; 1854/55 Teilnahme am Krimkrieg; 1856 Ende der Militärzeit. 1860 unternahm Tolstoi eine einjährige Auslandsreise (Deutschland, Frankreich, Italien, England, Belgien). Nach seiner Heirat wohnte er in Jasnaja Poljana und Moskau. In diesen Jahren intensivierte er seine Reformvorhaben und richtete Dorfschulen nach Rousseauschem Vorbild ein. Sein literarisches Schaffen erreichte einen ersten Höhepunkt mit "Anna Karenina" und 1899 "Auferstehung". Vor allem die beiden ersten Romane begründeten Tolstois Weltruhm. In den Jahren 1879-82 sagte er sich endgültig vom Adel los und ging auf die Position der patriarchalischen Bauernschaft über. In seinen letzten Lebensjahren genoß Lew Tolstoi weltweite moralische Autorität, was den Heiligen Synod, die oberste Kirchenbehörde Russlands, jedoch nicht daran hinderte, ihn 1901 zu exkommunizieren. Während der Revolution 1905 stellte er sich auf die Seite der russischen Bauernschaft, lehnte aber entsprechend seiner Lehre revolutionäre Gewalt kategorisch ab. Im November 1910 floh er - alt und krank - heimlich aus Jasnaja Poljana. Lew Tolstoi starb am 20.11. 1910 auf der Bahnstation Astapowo.

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